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Deutsche aus den ehemaligen Ostgebieten wurden im Zuge des Zweiten Weltkrieges vertrieben und versuchten, unter widrigen Bedingungen zu überleben. Der Neuanfang war entsprechend schwer, das vom Krieg gezeichnete und geteilte Deutschland hatte immense Herausforderungen zu bewältigen. Viele Vertriebene konnten sich in der Bundesrepublik rasch integrieren; durch harte Arbeit eröffneten sich ihnen neue Möglichkeiten. In der DDR wurde das Thema weitgehend verschwiegen. Erst mit der Wende setzte eine Aufarbeitung ein, nachdem viele Schicksale bekannt geworden waren.
Bis heute prägen diese Erfahrungen die deutsche Gesellschaft. Neben dem Prozess der Aufarbeitung des Nationalsozialismus und des SED-Regimes bleibt die Frage nach dem Schicksal der Vertriebenen, die dieses Land mit aufgebaut haben, oft zurück. Dabei begegnen insbesondere den Russlanddeutschen häufig Vorurteile wie eine völkische Gesinnung, die ihnen oftmals unterstellt wird.
Gerade in der heutigen Zeit ist es spannend, aus der Geschichte zu lernen: Wie gingen Menschen in der Vergangenheit mit gesellschaftlichen Umwälzungen um? Wie gelang die Integration und wie kann sie heute gelingen? Wir wirken Diktatur-Erfahrungen bis heute nach?
Programm
Programm
18.30 Uhr Begrüßung und Einführung
Lina Berends
Konrad-Adenauer-Stiftung
Heimatverlust in den Nachkriegsjahren
Dr. Felix Bohr
Journalist, Historiker
Russlanddeutsche und die heutige Wahrnehmung
Ira Peter
Journalistin, Autorin
19.30 Uhr Fragen und Diskussion
20.00 Uhr Ende