Diskussion

Was hält Europa zusammen?

Zur Erweiterungspolitik der Europäischen Union

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Nach Lissabon - Europäische Potenziale ausschöfen."

Details

Europa als Friedensprojekt ist ein beispielloser Erfolg:

Seit mehr als 50 Jahren herrscht unter den Mitgliedstaaten der Europäischen Union Frieden. In Zeiten der Wirtschaftskrise sichert die gemeinsame Währung Geldwertstabilität.

Deutschland als Exportland eröffnet der Binnenmarkt in Europa unverzichtbare Möglichkeiten. Mit dem Vertrag von Lissabon hat sich die Europäische Union auf ein neues Fundament gestellt. Der ambitionierte Gedanke einer europäischen Verfassung wurde zwar nach dem „Nein" aus Frankreich und den Niederlanden verworfen. Mitgliedstaaten, Kommission und Europaparlament können nun aber auf einen modernisierten Rechtsrahmen zurückgreifen, um die Politik auf dem Kontinent zu prägen.

Nichtsdestotrotz bleibt das Bild der Europäischen Union in der Öffentlichkeit allzu oft diffus: Welchen Einfluss hat Europa auf das tägliche Leben, den Arbeitsplatz oder die eigene Identität? Wo wird der europäische Gedanke im alltäglichen Leben sichtbar? Was hält Europa zusammen?

In der Vortragsreihe „Nach Lissabon: Europäische Potenziale ausschöpfen" möchten wir zusammen mit Ihnen eine Gegenüberstellung wagen: Auf der einen Seite sprechen Vertreter der Europäischen Kommission aus der Perspektive der europäischen Politik. Auf der anderen Seite schildern Referenten aus Sachsen, wie sich die Europapolitik konkret vor Ort auswirkt.

Hierzu laden wir Sie herzlich ein.

Peter Zimmerling studierte Theologie in Tübingen und Erlangen in den Jahren 1978-1983.

Danach widmete er sich dem Vikariat in Hessen und Nassau. Nach der praktischen Ausbildung zum Pfarrer, promovierte Zimmerling 1990 mit einer Arbeit über Zinzendorfs Trinitätslehre.

1989-1993 arbeitet er als Pfarrer der ökumenischen Kommunität „Christen in der Offensive e.V.“ Zur selben Zeit brachte Peter Zimmerling die Seelsorge-Fachzeitschrift „Brennpunkt Seelsorge“ heraus, bis 1998.

Seit 1993 ist er wissenschaftlicher Assistent an der Universität Mannheim und arbeitete zudem an einer Habilitation. Diese erhielt Zimmerling 1999 an der Theologischen Fakultät der Ruprecht-Karls-Universität. Seitdem ist er Privatdozent an der Heidelberger Universität und 2002 wurde Zimmerling zum Oberassistenten der Universität Mannheim. Ein Jahr später erfolgte die Ernennung zum Hochschuldozenten in Mannheim.

Seit April 2005 arbeitet Peter Zimmerling als Professor an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig für Praktische Theologie mit Schwerpunkt Seelsorge.

Des weiteren war er auch für die Organisation der Stiftung Jan-Amos-Comenius-Lectures an der Staatsuniversität in St. Petersburg, einem russisch-deutschen Austauschprogramm verantwortlich.

Willem Noe studierte in Amsterdam Volkswirtschaftslehre, bis er 1986, als Ökonomieforscher für Internationale Wirtschaftsbeziehung im Wirtschaftsministerium in den Niederlanden begann. 1991 wechselte er in die Europäische Kommission nach Brüssel, wo er bis heute tätig ist.

Im Januar 2006 wurde Noe an die EU Repräsentation nach Berlin berufen, um im Rahmen des „Plan D“, einem Pilotprojekt zur Unterstützung der Kommunikation in Europa zu arbeiten. Sein Fokus in den Hauptaufgaben lag dort, Unterstützung in Deutschland für das Lissabon Programm zu Wachstum und Arbeitsstellen, EU-Erweiterung und Globalisierung zu finden.

Anschließend ging er im Januar 2010 zurück nach Brüssel, wo er als Mitglied der isländischen Abteilung der Generaldirektion Erweiterung arbeitete, um Island in Vorbereitung auf einen möglichen Eintritt in die EU zu helfen.

Zudem lehrt Willem Noe an der Pittsburgh Universität, unter anderem zum Thema europäische Wirtschaft.

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Veranstaltungsort

Museum der Bildenden Künste Katharinenstraße 10, 04109 Leipzig

Referenten

  • Prof. Dr. Peter Zimmerling und Willem Noe
    Kontakt

    Dr. Joachim Klose

    Dr

    Landesbeauftragter und Leiter Politisches Bildungsforum Sachsen

    joachim.klose@kas.de +49 351 563446-0 +49 351 563446-10
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