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Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen ist das zentrale Gremium zur Wahrung von Frieden und internationaler Sicherheit – und steht zugleich so stark unter Druck wie lange nicht mehr. Weltweit nimmt die Zahl bewaffneter Konflikte zu, geopolitische Spannungen verschärfen sich, und zugleich fällt es dem Sicherheitsrat immer schwerer, handlungsfähige Entscheidungen zu treffen. Politische Blockaden, insbesondere im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine oder dem Konflikt im Nahen Osten, führen dazu, dass immer weniger Resolutionen verabschiedet werden und ein breiter Konsens im Gremium zunehmend selten wird. Gerade in einer Zeit, in der der Sicherheitsrat dringend gebraucht würde, stößt er an seine Grenzen.
Vor diesem Hintergrund bewirbt sich Deutschland für die Amtsperiode 2027/28 um einen der nicht-ständigen Sitze im Sicherheitsrat. Doch was bedeutet ein solcher Sitz für die deutsche Außenpolitik – und welchen Einfluss kann Deutschland in einem blockierten Gremium tatsächlich ausüben? Welche Prioritäten verfolgt die Bundesregierung, und welche Erwartungen sind realistisch? Und wie steht es um die dringend diskutierten Reformen des Sicherheitsrats, die insbesondere unterrepräsentierten Regionen mehr Mitsprache ermöglichen sollen?
Diesen Fragen widmet sich die Vortragsveranstaltung, die die globale sicherheitspolitische Lage, die Arbeitsweise des Sicherheitsrats sowie Deutschlands Rolle und Handlungsspielräume in den Mittelpunkt stellt. Im Anschluss an den Vortrag von Dr. Judith Vorrath wird es Gelegenheit zur Diskussion geben.
Programm
Programm
18.00 Uhr Begrüßung und Einführung
Katharina Dalko
Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.
Vortrag
Dr. Judith Vorrath
Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin
18.45 Uhr Diskussion
19.30 Uhr Ende