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Zu Jahresbeginn hat Bundeskanzler Friedrich Merz ein deutliches politisches Signal gesetzt, indem ihn seine erste Asienreise nicht nach China, sondern nach Indien führte. Medien werteten diese Entscheidung als bewusstes Zeichen zugunsten engerer Partnerschaften mit der größten Demokratie der Welt und als Hinweis auf eine Neujustierung der deutschen Außenwirtschaftsstrategie. Diese Verschiebung unterstreicht die wachsende Bedeutung Indiens – und macht ein vertieftes Verständnis des Landes aktueller denn je.
Indien fasziniert durch seine einzigartige Verbindung von Jahrtausende alten Traditionen und einer dynamisch voranschreitenden Moderne. Im Seminar werden zunächst die historischen Grundlagen gelegt: Von frühen Hochkulturen über das koloniale Erbe bis zu den Weichenstellungen nach der Unabhängigkeit 1947. Dabei beleuchten wir kulturelle, religiöse und gesellschaftliche Strukturen, die das Land bis heute prägen und seine enorme Vielfalt erklären.
Im zweiten Abschnitt widmen wir uns den politischen, wirtschaftlichen und militärischen Entwicklungen der Gegenwart. Als größte Demokratie der Welt vereint Indien ein komplexes Parteiensystem, eine lebendige Zivilgesellschaft und gleichzeitig große regionale Unterschiede. Wir betrachten wirtschaftlichen Aufstieg, Digitalisierung, Urbanisierung und soziale Mobilität sowie Herausforderungen wie Ungleichheit oder ökologische Belastungen. Abschließend diskutieren wir zukünftige Szenarien und die globale Rolle Indiens in einer Welt, in der das Land zunehmend als strategischer Schlüsselakteur wahrgenommen wird - auch mit Blick auf den weiter schwelenden Regionalkonflikt in Kaschmir.
Kosten: 150,-€/110,-€ (ermäßigt) Unterkunft und Verpflegung inbegriffen