Veranstaltungsberichte

Politische Sommerschule 2016

Politic und Bargaining

In einem viertägigen Training wurden junge Politiker aus Armenien, Aserbaidschan und Georgien in Fragen der Parteipolitik geschult.

Achtzehn politische Nachwuchskräfte aus Armenien, Aserbaidschan und Georgien waren vom 24. bis 29. Mai 2016 bei der Konrad-Adenauer-Stiftung in Lopota (Ostgeorgien) zu Gast.

Im Rahmen der politischen Sommerschule beschäftigten sich die jungen Politiker mit der Rolle von Parteien in Demokratien und dem Prozess politischer Verhandlungen. Neben dem Erwerb theoretischer Kenntnisse stand ein interaktives politisches Planspiel mit Trainern des Civic-Instituts für Internationale Bildung im Mittelpunkt des Seminars.

Die Konrad-Adenauer-Stiftung veranstaltet bereits seit mehreren Jahren politische Sommer- und Winterschulen sowie Studienreisen nach Berlin für junge Politiker aus den drei Ländern des Südkaukasus. Das erfolgreiche Format ermöglicht den länderübergreifenden Austausch zwischen politischen Nachwuchskräften und fördert somit die Kooperation und Verständigung in der Region.

An den Folgetagen standen praktische Übungen mit den Trainern Holger-Michael Arndt und Alexander Burka vom Civic-Institut für Internationale Bildung im Vordergrund. Für zwei Tage verwandelte sich der Konferenzraum des Hotels „Lopota“ in das fiktive „Bonnieland“ und die Nachwuchspolitiker wurden zu Bewohnern der Hauptstadt „Futura“. Als Stadtratsmitglieder, Lobbyisten und Vertreter der Medien mussten sie im Stadtrat die Probleme „Futuras“ lösen und hierfür politische Programme schreiben, Strategien entwickeln und Koalitionsverhandlungen führen.

Ein Seminartag bereitete die Teilnehmer aus den drei südkaukasischen Staaten auf die Entwicklung und Konzeption von konkreten Projekten vor. Im Anschluss an die Sommerschule erarbeiten die jungen Politiker eigene Kleinprojekte zur Stärkung ihrer politischen Nachwuchsorganisationen. Das beste Projekt wird von einer Jury ausgewählt und von der Konrad-Adenauer-Stiftung finanziell unterstützt.