Veranstaltungsberichte

Politisches Kamingespräch

Georgien aus der französischen Perspektive

Am 11. April 2017 fand ein politisches Kamingespräch zur französischen Sicht auf Georgien statt.

Am 11. April 2017 fand ein politisches Kamingespräch zur französischen Sicht auf Georgien statt.Da es essentiell ist die nationalstaatliche Perspektive in einer europäischen Außenpolitik im Auge zu behalten, ist der historische Partner Frankreich einer der wichtigsten Faktoren in der deutschen Außenpolitik.

Der Gastredner und Experte für Osteuropa, Zentralasien, europäische und vor allem französische Außenpolitik Dr. David Cadier hat aktiv dazu beigetragen die französische Sicht auf die Länder der östlichen Partnerschaft zu lenken und die Politik Frankreichs gegenüber Russland und dem Kaukasus zu erläutern. Ebenfalls bereicherte Professor Kornely Kakachia von der Staatlichen Universität Tiflis die Diskussion mit Analysen zu den einzelnen Perspektiven europäischer Länder gegenüber Georgien.

Der Wissenschaftliche Mitarbeiter der Konrad-Adenauer-Stiftung Benjamin Fricke moderierte das Kamingespräch im Sinne einer offenen aber ernsthaften Auseinandersetzung mit den Herausforderungen für Georgien und der deutsch-französischen Kooperation. Das Publikum, welches vorwiegend aus Beamten, Akademikern und Studenten bestand, nahm diese Möglichkeit intensiv wahr und bereitete die Grundlage für eine Reflexion der zukünftigen georgisch-europäischen Beziehungen.

Für das georgische Publikum war es wichtig, die Differenzen zwischen der deutschen und französischen Sicht in der Politik gegenüber den Ländern des Südkaukasus und vor allem der post-sowjetischen Sphäre zu diskutieren. Als eine der wichtigsten Erkenntnisse wurde herausgestellt, dass die EU oder der post-sowjetische Raum keine homogenen politischen Blöcke darstellen, sondern deren Politik auch immer aus der Sicht der einzelnen Mitglieder oder Staaten zu beurteilen ist.

Ansprechpartner

Benjamin Fricke