Veranstaltungsberichte

“Your networks are your net-worth” - Barbara Kasekende

von Rebecca Fuchs

Barbara Kasekende ermutigt unsere YELP Absolvent*innen, ihre persönlichen Netzwerke auszubauen

Wandel kommt durch Ideen und Ideen verlangen Menschen, die sich mit ihnen auseinandersetzen und sie reflektieren. Im Hinblick darauf bringen die Konrad-Adenauer-Stiftung und das LéO Africa Institute junge aufstrebende Köpfe der Nachwuchsgeneration seit 2017 zusammen. Das Projekt Young Emerging Leaders Project (YELP) bringt „Umdenker“ aus den unterschiedlichsten Bereichen zusammen. Sie sollen mehr über einen Führungsstil zum Wohle der Bevölkerung erfahren und darüber diskutieren inwieweit dieser eine Schlüsselkompetenz für die Bewältigung kommender Herausforderungen im Bereich der Entwicklung von Führungskräften im 21. Jahrhunderts sein kann. Vom 7. bis 9. Februar 2020 kamen 21 Teilnehmer*innen für ihr Abschluss Seminar und die damit verbundene Abschlussfeier zusammen.

Das Seminar wurde mit dem Abschluss der YELP-Stipendiat*innen der Klasse von 2019 kombiniert.
Unter dem Thema „Lebe dein Vermächtnis“ wurden Leitfragen wie „Wie baust du dein Vermächtnis auf? Warum ist dies wichtig? Macht dich ein Misserfolg zum Verlierer? Worum geht es bei Führung? “ wurden während des Seminars beantwortet und diskutiert.

Eine der Seminarsitzungen basierte auf der Rede „Citizenship in a Republic“ von Theodore Roosevelt. Während dieser Sitzung wurden die Stipendiat*innen durch einen Prozess der Selbstreflexion geleitet, um herauszufinden und zu klären, warum Vermächtnis wichtig ist und wie sie ihr Vermächtnis aufbauen können. Roosevelts Text zeigte, dass versagen nicht bedeutet, aufzugeben. Wenn Sie nicht so oft wie möglich versagen würden, würden wir nicht wissen, wer wir wirklich sind. William Babigumira, Fakultätsmitglied des LéO Africa Instituts, betonte, wie wichtig es für die Stipendiat*innen sei, ihr wahres Selbst zu entdecken, und dass das Scheitern eine notwendige Übung sei, um die persönlichen Grenzen zu verstehen. Darüber hinaus betonte er, dass ein Teil des Vermächtnisses auch darin besteht, die neue Generation von Führungskräften zu formen und zu inspirieren, Verantwortung zu übernehmen.  

Zusammen mit den Alumni-Klassen von 2017 und 2018 diskutierten die Stipendiat*innen in einem interaktiven Gespräch mit Hon. Vincent W. Bagiire (Permanent Secretary of the Ministry of ICT and National Guidance) über „Führung in der vierten industriellen Revolution. Er wies auf den nationalen Stand der Datensicherheits- und Innovationszentren hin und darauf, wie Technologien in verschiedenen Sektoren wie beispielsweise dem Bildungswesen eingesetzt werden können.

Er appellierte an die Stipendiat*innen, ihre Verpflichtungen konsequent umzusetzen und stets mit Grundprinzipien, sich als Führungskraft zu verbessern und niemals etwas als selbstverständlich zu betrachten. Darüber hinaus ging er auf die Unterschiede zwischen Management und Führungskraft ein. Die Stipendiat*innen wurden außerdem ermutigt, über ihr eigenes „Branding“ nachzudenken. "Die Verantwortung gegenüber den Menschen hängt von dir und deinen Entscheidungen ab. Wenn man konsequent ist, finden einen die Chancen und Möglichkeiten.“

Mit der Abschlussfeier der Klasse von 2019 verfügt YELP nun über ein Alumni-Netzwerk von 67 Stipendiat*innen aus verschiedenen Ländern in ganz Afrika. Ein beeindruckendes Netzwerk zwischen den Teilnehmer*innen aus acht verschiedenen Ländern, darunter Uganda, Tansania, Burundi, Somalia, Ruanda und die Demokratische Republik Kongo, wurde gefestigt.
Neben der Multinationalität beeindruckte die Klasse der Stipendiat*innen von 2019 vor allem durch ihre unterschiedlichen Hintergründe. Es trafen hierbei Künstler*innen, Biotechnolog*innen und Ökonomen auf Absolvent*innen von Entwicklungszusammenarbeit und Filmproduzent*innen, die alle mit ihren aufregenden und umfangreichen Erfahrungen zum Workshop beitrugen.