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Annegret Kramp-Karrenbauer's Washington Visit Highlights Security and Democratic Resilience

Democracy Under Pressure, Partnership in Action

In einer Woche, die von Gesprächen über Sicherheit, Demokratie, politische Führung und Bildung geprägt war, besuchte Annegret Kramp-Karrenbauer, Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) und ehemalige Bundesministerin der Verteidigung, Washington, D.C. Dort traf sie sich mit politischen Entscheidungsträgern, Journalistinnen und Journalisten, Diplomaten, Studierenden sowie Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft, um über die Herausforderungen zu diskutieren, die die Zukunft der transatlantischen Partnerschaft prägen.

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Details

Die Themen reichten vom russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und hybriden Bedrohungen über politische Polarisierung bis hin zu politischer Bildung. Dabei zog sich eine zentrale Erkenntnis wie ein roter Faden durch die gesamte Reise: Demokratien sind dann am stärksten, wenn sie in vertrauensvolle Partnerschaften, widerstandsfähige Institutionen und die nächste Generation investieren.

 

Sicherheit, Verantwortung und die Zukunft des Bündnisses

Den Auftakt des Besuchs bildete ein strategisches Rundtischgespräch, das gemeinsam mit dem American-German Institute (AGI) veranstaltet wurde und führende Vertreterinnen und Vertreter der außen- und sicherheitspolitischen Community Washingtons zusammenbrachte.

Im Mittelpunkt standen die Zukunft der transatlantischen Allianz sowie die Frage, wie Europa und die Vereinigten Staaten auf Russlands anhaltende Aggression gegen die Ukraine, den wachsenden Wettbewerb mit China und veränderte strategische Prioritäten der USA reagieren sollten. Einigkeit bestand darin, dass Europa größere Verantwortung für seine eigene Sicherheit übernehmen muss, während die enge transatlantische Zusammenarbeit weiterhin das Fundament der NATO bleibt.

Die Diskussion bestätigte eine zentrale Erkenntnis, die im Laufe der Woche immer wieder aufgegriffen wurde: Transatlantische Geschlossenheit bleibt unverzichtbar, wird künftig jedoch zunehmend von geteilter Verantwortung und nicht allein von gemeinsamer Geschichte getragen.

 

Demokratie braucht verlässliche Informationen

Ein Gespräch mit leitenden Redakteurinnen, Redakteuren und Journalistinnen und Journalisten von POLITICO verlagerte den Fokus von der Geopolitik auf eine weitere Säule demokratischer Resilienz: das öffentliche Vertrauen.

Diskutiert wurden politische Entwicklungen in den USA und Europa, die sich rasant wandelnde Medienlandschaft sowie die Herausforderungen für den demokratischen Diskurs in Zeiten von Polarisierung, digitalen Plattformen und Künstlicher Intelligenz. Darüber hinaus standen die politischen Dynamiken im Vorfeld der amerikanischen Midterm Elections 2026 und deren Auswirkungen auf Regierungsführung und das Vertrauen in demokratische Institutionen im Mittelpunkt.

Das Gespräch verdeutlichte die wachsende Herausforderung für Demokratien weltweit: Der Schutz des demokratischen Diskurses erfordert nicht nur starke Institutionen und freie Wahlen, sondern auch unabhängigen Journalismus und eine informierte Bürgerschaft.

Starke Demokratien können ohne ein starkes Informations- und Medienökosystem nicht bestehen.

 

Eine zentrale transatlantische Partnerschaft stärken

Bei einem strategischen Austausch mit dem deutschen Botschafter Jens Hanefeld standen die aktuellen politischen Entwicklungen in Washington und deren Auswirkungen auf Deutschland, Europa und die transatlantischen Beziehungen im Mittelpunkt.

Das Gespräch unterstrich die Bedeutung enger Verbindungen zwischen politischen Entscheidungsträgern, Diplomaten, zivilgesellschaftlichen Organisationen und politischen Stiftungen in einer Zeit wachsender geopolitischer Unsicherheit. Beide Seiten betonten, dass starke Bündnisse nicht allein durch Regierungsbeziehungen entstehen, sondern vor allem durch belastbare persönliche und institutionelle Netzwerke.

 

Solidarität mit Israel und der Kampf gegen Antisemitismus

Beim Besuch des American Jewish Committee (AJC), einem langjährigen Partner der KAS, standen der besorgniserregende Anstieg antisemitischer Vorfälle, die Solidarität mit Israel und die Verteidigung demokratischer Werte im Mittelpunkt.

Beide Organisationen bekräftigten ihr gemeinsames Engagement im Kampf gegen Antisemitismus sowie ihre Unterstützung für Israels Recht auf Sicherheit und Selbstverteidigung. Darüber hinaus wurden Möglichkeiten einer vertieften Zusammenarbeit in ihren internationalen Netzwerken, insbesondere in Afrika und Lateinamerika, erörtert. Ziel ist es, demokratische Institutionen zu stärken, gesellschaftliche Teilhabe zu fördern und die Widerstandsfähigkeit von Gesellschaften auszubauen.

Das Gespräch spiegelte die gemeinsame Überzeugung wider, dass der Kampf gegen Antisemitismus untrennbar mit der Verteidigung demokratischen Pluralismus und offener Gesellschaften verbunden ist.

 

Investitionen in die Führungspersönlichkeiten von morgen

Einer der inspirierendsten Momente des Besuchs fand an der German International School Washington (GISW) statt.

Nach einem Rundgang über den Campus und Gesprächen über das Modell deutscher Auslandsschulen traf sich die KAS-Vorsitzende mit Schülerinnen und Schülern zu einem offenen Austausch über Führung, Demokratie und öffentliches Engagement.

Die Jugendlichen stellten fundierte Fragen zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, zu politischen Entwicklungen in Deutschland und Europa, zum Aufstieg der AfD sowie zu den Herausforderungen demokratischer Führung in Zeiten großer Unsicherheit. Ebenso interessierten sie sich für den persönlichen Werdegang von Annegret Kramp-Karrenbauer: Was sie zum Eintritt in die Politik motivierte, welche Herausforderungen sie auf ihrem Weg bewältigen musste und was sie bis heute antreibt.

Ihre Neugier, ihr Selbstbewusstsein und ihre Bereitschaft, sich mit komplexen Themen auseinanderzusetzen, verdeutlichten eindrucksvoll, dass die Zukunft der Demokratie von engagierten jungen Menschen abhängt, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.

 

Im Schattenkrieg autoritärer Akteure

Sicherheitspolitische Fragen rückten bei Gesprächen mit dem Center for European Policy Analysis (CEPA) erneut in den Mittelpunkt.

Als Moderatorin von Diskussionen über das Phänomen des sogenannten „Schattenkriegs“ tauschte sich Kramp-Karrenbauer mit politischen Entscheidungsträgern, Militärs und Sicherheitsexperten darüber aus, wie autoritäre Akteure zunehmend Cyberangriffe, Sabotage, Desinformationskampagnen, Angriffe auf kritische Infrastruktur und andere Formen hybrider Einflussnahme einsetzen, um demokratische Gesellschaften zu destabilisieren.

Ein zentrales Thema war die Erkenntnis, dass viele der sicherheitspolitischen Herausforderungen unserer Zeit im Graubereich zwischen Frieden und Krieg stattfinden. Demokratien müssen deshalb neue Instrumente entwickeln, um solche Bedrohungen frühzeitig zu erkennen, abzuschrecken und wirksam darauf zu reagieren.

 

Die Diskussion machte deutlich, dass Resilienz heute weit mehr bedeutet als militärische Stärke. Sie umfasst ebenso den Schutz demokratischer Institutionen, kritischer Infrastruktur, digitaler Systeme und des öffentlichen Vertrauens.

Der Austausch vertiefte zugleich die Zusammenarbeit zwischen KAS und CEPA und unterstrich die wachsende Bedeutung transatlantischer Kooperation für Sicherheit und demokratische Widerstandsfähigkeit.

 

Ein Gespräch über die Zukunft des Konservatismus und der Demokratie

Die letzte öffentliche Veranstaltung der Woche führte Annegret Kramp-Karrenbauer mit Studierenden und jungen Berufstätigen im Rahmen eines Programms der Alexander Hamilton Society zusammen.

Im Mittelpunkt stand zunächst die Frage, wie sich der Auftrag der Konrad-Adenauer-Stiftung angesichts zunehmender geopolitischer Instabilität verändert hat. Kramp-Karrenbauer betonte, dass das grundlegende Engagement der Stiftung für Demokratie, Freiheit und internationale Zusammenarbeit unverändert geblieben sei, die Herausforderungen für diese Werte jedoch komplexer und dringlicher geworden seien.

Darüber hinaus wurden Europas Umgang mit China, die Bedeutung von Innovation und Dual-Use-Technologien sowie die Versuche Russlands diskutiert, politische Spaltungen innerhalb westlicher Demokratien auszunutzen. Auf die Zukunft konservativer und christdemokratischer Parteien angesprochen, hob Kramp-Karrenbauer hervor, dass Parteien der politischen Mitte ihre Ideen kontinuierlich weiterentwickeln und neue Wege finden müssten, um mit den Bürgerinnen und Bürgern in Kontakt zu bleiben, ohne dabei ihre christdemokratischen Grundwerte aufzugeben.

 

Der Austausch zeigte das große Interesse einer neuen Generation außenpolitischer Führungspersönlichkeiten an demokratischer Regierungsführung und den transatlantischen Beziehungen. Er machte erneut deutlich, dass nachhaltige Partnerschaften nicht allein durch Institutionen, sondern vor allem durch Ideen und Menschen getragen werden.

 

Das nächste Kapitel der KAS gestalten

Den Abschluss des Besuchs bildete ein internes Gespräch mit dem Team der KAS USA, bei dem Annegret Kramp-Karrenbauer ihre Perspektiven als Vorsitzende darlegte und Prioritäten für die zukünftige Arbeit der Stiftung skizzierte.

Im Mittelpunkt standen die weitere Stärkung des internationalen Engagements der KAS, der Ausbau globaler Partnerschaften sowie die Unterstützung demokratischer Gesellschaften bei der Bewältigung tiefgreifender geopolitischer und gesellschaftlicher Veränderungen. Trotz aller Herausforderungen zeigte sie sich überzeugt, dass sich gerade dann Chancen eröffnen, wenn Demokratien selbstbewusst, resilient und kooperationsbereit bleiben.

Damit endete eine Woche, die nicht von Unsicherheit geprägt war, sondern von Optimismus, Partnerschaft und einem klaren gemeinsamen Ziel.

 

Ausblick

Von Gesprächen über transatlantische Sicherheit und demokratische Resilienz bis hin zu Begegnungen mit Schülerinnen und Schülern, Journalistinnen und Journalisten, Diplomaten und künftigen Führungspersönlichkeiten zeigte der Besuch von Annegret Kramp-Karrenbauer die ganze Bandbreite des Engagements der Konrad-Adenauer-Stiftung in den Vereinigten Staaten und die anhaltende Bedeutung der transatlantischen Partnerschaft.

Dabei wurde in nahezu jedem Gespräch eine zentrale Erkenntnis deutlich:

Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Sie muss durch Partnerschaft verteidigt, durch Dialog gestärkt und von jeder neuen Generation aufs Neue mit Leben erfüllt werden.

 

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Kontakt Dr. Hardy Ostry
Dr. Hardy Ostry
Leiter des Auslandsbüros Washington, D.C.
hardy.ostry@kas.de

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