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Vortrag

Transatlantic Exchange: Students from Arlington and Aachen at KAS USA

What remains are the friendships

Am Donnerstag, den 15. Oktober 2026, begrüßte die KAS USA eine Gruppe von etwa 30 Schülerinnen und Schülern der elften Klasse der Bishop O'Connell High School in Arlington, Virginia, darunter neun Austauschschülerinnen und -schüler des Pius-Gymnasiums in Aachen. Die beiden katholischen Schulen sind durch einen Schüleraustausch verbunden, der aus der Partnerschaft zwischen Arlington und Aachen hervorgegangen ist. Die deutschen Gäste verbringen zehn Tage in den Vereinigten Staaten.

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Details

Dr. Hardy Ostry, der Leiter des KAS-Büros in Washington, eröffnete die Diskussion mit einem kurzen Überblick über die deutsche Geschichte seit Konrad Adenauer. Die besondere Freundschaft zu den USA prägt Deutschland seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs, erläuterte er: „Amerikaner sind Verbündete“, und darauf hätten sich die Deutschen verlassen können. Er erinnerte an die Rede von Präsident Ronald Reagan am Brandenburger Tor am 12. Juni 1987, also vor 39 Jahren, in der dieser Michail Gorbatschow aufforderte, die Mauer niederzureißen. Für viele Deutsche sei dies ein historischer Moment gewesen, der bis heute lebendig geblieben ist. Er verwies außerdem auf die Freundschaft zwischen Präsident George H. W. Bush und Bundeskanzler Helmut Kohl sowie auf die amerikanische Unterstützung für die deutsche Einheit.

 

Konrad Adenauer stellte Dr. Ostry als Beispiel dafür vor, für die eigene Überzeugung einzustehen. Die Nationalsozialisten setzten Adenauer 1933 als Oberbürgermeister von Köln ab. Er lebte unter Überwachung und wurde 1944 verhaftet. Von 1949 bis 1963 half er als erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland beim Wiederaufbau des Landes. Die Konrad-Adenauer-Stiftung orientiert sich bis heute an persönlicher Verantwortung, Gerechtigkeit und Solidarität sowie am christlichen Menschenbild.

Dr. Ostry verschwieg die aktuellen Spannungen nicht, insbesondere im Handel und bei den Zöllen sowie in der Sicherheitspolitik. Er verwies zugleich auf den fortbestehenden Austausch und die wirtschaftlichen Verbindungen. Deutsche Autohersteller investieren weiterhin in den Vereinigten Staaten: Mercedes-Benz kündigte im März eine Investition von vier Milliarden US-Dollar in sein Werk in Alabama an, Daimler Truck North America plant den Bau eines neuen Werks, und Volkswagen hat kürzlich im Werk Chattanooga, Tennessee, die Produktion des überarbeiteten Atlas SUV gestartet; in diesen Standort hat das Unternehmen bislang rund 4,3 Milliarden US-Dollar investiert.

 

„Wir leben in einer politisch schnelllebigen Welt, und es ist wichtig zu wissen, mit wem wir noch dieselben Werte teilen. Mit den USA sind das Demokratie, Menschenrechte und Freiheit.“ Direkt an die Schülerinnen und Schüler gewandt sagte er: „Ihr seid die nächste Generation. Dieser Schüleraustausch wird euch helfen, gegenseitiges Verständnis aufzubauen. Seid respektvoll, steht für eure Werte und Ideen ein und akzeptiert stets andere Meinungen.“ Die nächste Generation werde mitentscheiden, wie die transatlantische Zukunft aussieht, und deshalb seien Schüleraustausche so wichtig.

 

Drei der deutschen Schülerinnen schilderten ihre Eindrücke. Ihre amerikanischen Gastgeber seien überrascht gewesen, dass es in Deutschland mehr als zwei Parteien gibt, und hätten die Pünktlichkeit ihrer deutschen Gäste geschätzt. Den deutschen Schülerinnen und Schülern wiederum fielen alltägliche Unterschiede auf: die Menge an Fleisch, die Größe der amerikanischen Portionen und dass Sprite viel süßer schmeckt. Auch Amerikaner außerhalb der Gruppe stellten den Schülerinnen Fragen, etwa ob es in Deutschland bereits Künstliche Intelligenz gebe. „Die denken teilweise, wir leben in der Steinzeit“, sagte eine von ihnen. Solche Bemerkungen zeigen, warum persönliche Begegnungen wichtig sind: Sie korrigieren gegenseitige Fehlwahrnehmungen. Was bleibt, so die Schülerinnen übereinstimmend, sind die Freundschaften. Alle drei möchten unbedingt wieder in die USA zurückkehren.

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Kontakt Dr. Hardy Ostry
Dr. Hardy Ostry
Leiter des Auslandsbüros Washington, D.C.
hardy.ostry@kas.de

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