Das Alumni-Netzwerk des Regionalprogramms Politischer Dialog Westafrika (RA-PDWA Togo) organisierte mit Unterstützung der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) am 11. Juli 2026 in Lomé die zweite Ausgabe seiner Initiative „Génération Citoyenne“ zum Thema „Jugendengagement im digitalen Zeitalter“. Die halbjährlich stattfindende Veranstaltung brachte rund 35 Teilnehmende zusammen, darunter junge Führungskräfte, Studierende, Alumni und engagierte Akteure der Zivilgesellschaft. Im Mittelpunkt standen die Chancen und Herausforderungen, die digitale Technologien für die Ausübung von Bürgerschaft und die Beteiligung am öffentlichen Diskurs mit sich bringen. Angesichts des tiefgreifenden Wandels gesellschaftlichen Engagements durch digitale Medien verfolgt die Initiative das Ziel, junge Menschen für aktuelle Herausforderungen wie Desinformation, Datenschutz, Cybermobbing und einen verantwortungsvollen Umgang mit Meinungsfreiheit im digitalen Raum zu sensibilisieren und ihre Kompetenzen zu stärken.
An der Eröffnungszeremonie nahm auch Louisa Mendoza, Programmkoordinatorin der Konrad-Adenauer-Stiftung, teil und sprach das Grußwort der Partnerorganisation. In ihrer Rede betonte sie die Bedeutung der Förderung digitaler Kompetenzen, um jungen Menschen eine verantwortungsvolle und wirksame gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Anschließend erinnerte Malick Abdel Kpeleawo, Koordinator des RA-PDWA Togo, an das Ziel der Veranstaltungsreihe „Génération Citoyenne“, nämlich die Förderung einer neuen Generation engagierter Bürgerinnen und Bürger, die aktiv zur Entwicklung ihres Landes beitragen. Die offizielle Eröffnung wurde zudem durch die Anwesenheit von Moïse Koulekpoto, stellvertretender Bürgermeister der Kommune Golfe 2, gewürdigt. Er ermutigte die Teilnehmenden, digitale Technologien als Instrument für Innovation, Entwicklung und bürgerschaftliches Engagement zu nutzen.
Das Programm bestand aus drei thematisch aufeinander abgestimmten Fachvorträgen. Die erste Präsentation wurde von Komlan Rémi Adegnon, KAS-Alumnus, gehalten und widmete sich dem Thema „Digitale Technologien als Instrument bürgerschaftlichen Engagements: Chancen, Innovationen und der Beitrag junger Menschen“. Dabei wurden die vielfältigen Möglichkeiten digitaler Plattformen zur Sensibilisierung und Mobilisierung von Bürgerinnen und Bürgern, zur Durchführung von Advocacy-Kampagnen sowie zur Umsetzung innovativer Projekte mit gesellschaftlicher Wirkung vorgestellt. Die Diskussionen unterstrichen insbesondere die wachsende Rolle junger Menschen bei der Erstellung digitaler Inhalte und beim Aufbau engagierter Gemeinschaften rund um gesellschaftlich relevante Themen.
Der zweite Vortrag von Esso-Dong Divin Aymard Kongah, ebenfalls KAS-Alumnus, befasste sich mit dem Thema „Meinungsfreiheit, digitale Zensur und die Rechte junger Menschen im digitalen Raum“. Im Fokus standen Fragen der Regulierung von Online-Inhalten, digitale Einschränkungen sowie der Schutz grundlegender Rechte im Internet. Die Teilnehmenden reflektierten über die Verantwortung, die mit der Ausübung der Meinungsfreiheit im digitalen Umfeld einhergeht.
Der dritte Beitrag wurde von Kossi Edem Yovogan, ebenfalls KAS-Alumnus, präsentiert und behandelte die Themen Desinformation, Cybermobbing und Datenschutz. Die Teilnehmenden erhielten einen Überblick über die wichtigsten Risiken im digitalen Raum, die Mechanismen der Verbreitung von Falschinformationen sowie bewährte Maßnahmen zum Schutz der eigenen digitalen Sicherheit. Darüber hinaus wurden konkrete Empfehlungen vorgestellt, um die Widerstandsfähigkeit gegenüber digitalen Bedrohungen zu stärken und einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Plattformen zu fördern.
Zum Abschluss der Veranstaltung konnten die Teilnehmenden ihr Wissen über digitale Herausforderungen vertiefen, ihr Verständnis für Fragen der Cybersicherheit und Desinformation erweitern und neue Perspektiven für gesellschaftliches Engagement im digitalen Raum entwickeln. Gleichzeitig bot das Treffen eine wertvolle Plattform für Austausch, Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen jungen Führungskräften und Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft.
Mit der zweiten Ausgabe von „Génération Citoyenne“ bekräftigen das RA-PDWA Togo und die KAS ihr gemeinsames Engagement für eine informierte, verantwortungsbewusste und aktive Jugend, die die demokratische und gesellschaftliche Entwicklung im digitalen Zeitalter mitgestaltet.