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Ratsberichte

Historischer Grönlandgipfel: Europa muss sich geschlossen einer neuen Weltordnung stellen

by Dr. Beatrice Gorawantschy, Meike Lenzner, Lavinia Klarhoefer, Tim Hellmann

Sondergipfel des Europäischen Rates am 22. Januar 2026

Nach den Zoll-Drohungen von US-Präsident Donald Trump für ausgewählte europäische Staaten im Streit um Grönland am vergangenen Wochenende sind die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union am 22. Januar zu einem Sondergipfel in Brüssel zusammengekommen. In einem Moment der existenziellen Krise konnte Europa entschlossen Einigkeit demonstrieren. Aber auch wenn eine Eskalation im Rahmen der Gespräche beim Weltwirtschaftsforum in Davos bereits im Vorfeld des Gipfels zunächst abgewendet werden konnte, zeigt die Grönlandkrise, dass die EU dringend ihre Rolle in einer von Machtdominanz und Geoökonomie geprägten neuen Weltordnung finden muss. Das transatlantische Verhältnis, insbesondere die NATO, bleibt der zentrale Pfeiler der europäischen Außenpolitik, wenngleich der Ton schärfer wird und der Balanceakt vorprogrammiert ist. Die Intensivierung der deutsch-italienischen Beziehungen könnte ein dabei ein wichtiger Faktor für ein handlungsfähigeres Europa werden.

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Nach den Zoll-Drohungen von US-Präsident Donald Trump für ausgewählte europäische Staaten im Streit um Grönland am vergangenen Wochenende sind die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union am 22. Januar zu einem Sondergipfel in Brüssel zusammengekommen. In einem Moment der existenziellen Krise konnte Europa entschlossen Einigkeit demonstrieren. Aber auch wenn eine Eskalation im Rahmen der Gespräche beim Weltwirtschaftsforum in Davos bereits im Vorfeld des Gipfels zunächst abgewendet werden konnte, zeigt die Grönlandkrise, dass die EU dringend ihre Rolle in einer von Machtdominanz und Geoökonomie geprägten neuen Weltordnung finden muss. Das transatlantische Verhältnis, insbesondere die NATO, bleibt der zentrale Pfeiler der europäischen Außenpolitik, wenngleich der Ton schärfer wird und der Balanceakt vorprogrammiert ist. Die Intensivierung der deutsch-italienischen Beziehungen könnte ein dabei ein wichtiger Faktor für ein handlungsfähigeres Europa werden.

Hintergrund

Nachdem das transatlantische Verhältnis im vergangenen Jahr mehrfach erschüttert worden war und die USA zuletzt mit ihrer nationalen Sicherheitsstrategie den Europäern einen fundamentalen Kulturkampf offenbarten, begann 2026 mit einem Paukenschlag: die Trump-Administration demonstrierte mit der Gefangennahme des autoritären Machthabers Nicolás Maduro in Venezuela ihre Neuinterpretation der „Monroe-Doktrin“, die die westliche Hemisphäre zur US-Einflusszone mache.

Zugleich bekräftigte US-Präsident Donald Trump erneut seine Gebietsansprüche auf Grönland aus Gründen der nationalen Sicherheit, und schloss eine militärische Übernahme nicht aus – ein Szenario, das die dänische Premierministerin Mette Frederiksen als Ende der NATO und der Nachkriegsordnung bezeichnete. Nach Solidaritätsbekundungen und intensiver Krisendiplomatie der Europäer erreichten die Außenminister Dänemarks und Grönlands am 14. Januar im Weißen Haus lediglich die Einrichtung einer hochrangigen Arbeitsgruppe zur Grönlandfrage. Um arktische Handlungsfähigkeit zu demonstrieren, entsandte Dänemark gemeinsam mit einigen europäischen Verbündeten, darunter Deutschland, eine militärische Erkundungsmission nach Grönland – woraufhin Trump den an dieser Mission beteiligten Staaten am 17.  Januar mit Strafzöllen ab dem 1. Februar drohte. Beim kurzfristig für den 22. Januar einberufenen EU-Sondergipfel sollte es um eine Neuausrichtung im transatlantischen Verhältnis gehen und mögliche Reaktionen, von Gegenzöllen bis zum umstrittenen Einsatz des Anti-Zwangsinstrument (ACI). Zugleich regten Dänemark und Grönland am 19. Januar bei einem Treffen in Brüssel mit dem NATO-Generalsekretär Mark Rutte eine NATO-Mission auf Grönland an, um Sicherheitsbedenken der USA zu adressieren.

Das Weltwirtschaftsforum in Davos wurde in dieser Woche zum Schauplatz der Grönlandkrise: Kanadas Premierminister Mark Carney appellierte angesichts der Abkehr von einer regelbasierten Weltordnung an eine Allianz der Mittelmächte; EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen kündigte eine „unerschrockene“ Reaktion an. Trump selbst trat zwar konfrontativ auf, schloss jedoch in seiner Rede militärische Mittel in punkto Grönlands aus. Im Anschluss wurde eine noch nicht näher spezifizierte „Einigung” über ein künftiges Grönland-Abkommen mit NATO-Generalsekretär Rutte verkündet: Strafzölle waren damit vorerst vom Tisch. Bisher ließ Trump lediglich verlauten, dass ein „Deal“ Abbaurechte für Bodenschätze sowie ein „Golden Dome“ Raketen-Abwehrsystem umfassen wird.[1]

Parallel zu Davos verwies das Europäische Parlament das bereits unterzeichnete Mercosur-Freihandelsabkommen an den Europäischen Gerichtshof. Damit verzögert sich das Inkrafttreten auf unbestimmte Zeit – ein Rückschlag für die geoökonomische Handlungsfähigkeit der EU in einer so schicksalshaften Woche. Ebenfalls in Straßburg warb EVP-Chef Manfred Weber im Vorfeld der bilateralen deutsch-italienischen Regierungskonsultationen für eine strategische Partnerschaft nach deutsch-französischem Vorbild.

Zudem ist die EU herausgefordert, auf Trumps Einladungen zu dem sogenannten Friedensrat, ursprünglich Teil des Friedensplanes für Gaza, zu reagieren. Bei einer Zeremonie in Davos unterzeichnete Trump die Charta des Gremiums und verkündete erste Mitglieder, darunter Ungarn. Neben der Zusammensetzung – der russische Präsident Wladimir Putin ist unter den Eingeladenen- sorgt auch ein mögliches Mandat des Gremiums über Gaza hinaus für Irritation.

Ergebnisse des Europäischen Rats

Im Gegensatz zu regulären Gipfeltreffen gab es diesmal keine Beschlüsse im Sinne schriftlicher Schlussfolgerungen, sondern lediglich ein mündliches Fazit von Ratspräsident António Costa.[2] Darin unterstreicht dieser ausdrücklich die seit Langem bestehende enge Partnerschaft und das Bündnis zwischen der Europäischen Union und den USA. Die transatlantische Partnerschaft, fußend auf gemeinsamen Werten sowie Wohlstand und Sicherheit verpflichtet, solle auf eine respektvolle Weise geführt werden.

Mit Blick auf die Arktis und Grönland, betonte Costa das gemeinsame Interesse Europas und der USA in der Arktis, insbesondere innerhalb des NATO-Bündnisses. Zugleich hielt er fest, dass die EU sich fortan stärker in der Region engagieren wolle. Er macht unmissverständlich deutlich, dass nur Dänemark und Grönland, unterstützt durch die EU, ihre eigenen Geschicke entscheiden können. Diese Tatsache beruhe auf den europäischen Leitprinzipen des Völkerrechts, der territorialen Integrität und der nationalen Souveränität.

In punkto Geoökonomie wertet Costa die Ankündigung der USA, doch keine neuen Zölle gegen Europa zu verhängen, als positiv – diese wären auch nicht im Einklang mit dem EU-US Handelsabkommen gewesen. Man müsse sich nun auf die Umsetzung des Abkommens konzentrieren und vor allem die gegenseitigen Handelsbeziehungen stabilisieren. Gleichzeitig warnt er, dass die EU jederzeit zur Verteidigung der Eigeninteressen und gegen jegliche Art des äußeren Zwangs bereit sei.

Grundsätzlich stehe die EU bereit, die konstruktive Zusammenarbeit mit den USA in allen Bereichen von gemeinsamem Interesse fortzusetzen, etwa für eine nachhaltige und gerechte Friedenslösung für die Ukraine. Zugleich äußert Costa erhebliche Zweifel an der Charta des von Trump geplanten „Friedensrates“, insbesondere an dessen Mandat und der Vereinbarkeit mit der UN-Charta. Dennoch unterstreicht er die Bereitschaft, gemeinsam mit den USA den Friedensplan für den Gazastreifen umzusetzen, indem der Friedensrat wie in der Resolution 2803 des UN-Sicherheitsrates vorgesehen als Übergangsregierung fungiert.

Abschließend erinnert Costa an die ambitionierte Agenda, die sich die EU gesetzt hat, insbesondere in den Bereichen Verteidigung, Wettbewerbsfähigkeit und strategische Autonomie und verweist dabei auf den nächsten EU-Sondergipfel am 12. Februar. Im Mittelpunkt eines strategischen Brainstormings soll die Stärkung des EU-Binnenmarktes im veränderten geoökonomischen Kontext stehen.

Kommentar

Der Europäische Rat beweist Einigkeit in seiner Position zum transatlantischen Verhältnis. Man sieht die USA als langjährigen und strategischen Partner. Aufgrund des engen Bündnisses seit dem Zweiten Weltkrieg sieht man, obgleich der erschütternden Grönlandkrise, keinen Bruch in der Partnerschaft. Dafür steht insbesondere eine starke, institutionalisierte Zusammenarbeit innerhalb der NATO, gleichzeitig ist Europa weiterhin auf die US-Sicherheitsgarantien und deren Unterstützung der Ukraine angewiesen.

Obwohl Costas Punkt, dass das transatlantische Verhältnis auf geteilten Werten basiere, spätestens seit der Veröffentlichung der US-Sicherheitsstrategie fraglich ist, ist unumstritten, dass man gleiche Interessen, wie z.B. bei der Sicherheit der Arktis, teilt. In Costas Schlussfolgerungen ist der mahnende Ton, mit dem er das Einstehen für europäische Interessen, auch durch verschärfte Mittel, an erste Stelle rückt, nicht zu überhören. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas bringt es auf den Punkt, indem sie das transatlantische Verhältnis im Jahr 2026 als „unberechenbar” beschreibt.[3] Die verschiedenen Stellungnahmen rund um den Gipfel zeigen, dass Europa nun wirklich erkannt hat, dass es in einer neuen Weltordnung agiert und sich schnell darauf einstellen müsse, so etwa der österreichische Bundeskanzler.[4] Zumindest dieser Gipfel zeigt, dass die Europäer mittels intensiver Diplomatie statt Eskalation eine erste Probe bestanden haben.

Mit Blick auf die Arktis demonstriert die uneingeschränkte Solidarität der EU mit Grönland und Dänemark sowie die geschlossene Reaktion der EU auf Trumps Zolldrohungen, dass nur eine geeinte und standhaft auftretende Union Trump die Stirn bieten kann. Bemerkenswert ist jedoch, dass NATO-Generalsekretär Mark Rutte aktuell als Vermittler zwischen den transatlantischen Partnern fungiert, wobei im Hintergrund enge Absprachen mit europäischen Partnern erfolgten.[5]

Zudem reflektieren die Schlussfolgerungen, dass die EU die Grönlandkrise als Weckruf begreift, ihre Rolle als Sicherheitsakteur in der Arktis auszubauen. Die Überarbeitung der EU-Arktisstrategie, momentan für das dritte Quartal 2026 geplant, gewinnt somit neues Momentum. Zudem verweist die Kommissionspräsidentin auf die vorhergesehene Verdopplung der Mittel für Grönland im nächsten MFR als Grundlage für eine vertiefte Partnerschaft. Zudem schlägt sie vor, in arktistaugliche Verteidigungsausrüstung sowie europäische Eisbrecher zu investieren.[6]

Außerdem zeichnen sich mögliche Komponenten des Grönlands-Deals ab[7]: Die territoriale Integrität Grönlands soll gewahrt bleiben, zugleich soll die USA dauerhaft ihre militärische Präsenz ausweiten. Die Verstärkung der US-Luftabwehrkapazitäten in Form eines „Golden Dome“ Raketen-Abwehrsystems steht dabei im Vordergrund. NATO-Generalsekretär Rutte soll in diesem Kontext das Zypern-Modell für US-Militärbasen auf Grönland vorgeschlagen haben, im Rahmen dessen großflächige Stützpunkte auf Zypern völkerrechtlich Großbritannien angehören. Zudem sollen die Europäer in der NATO mehr Verantwortung für die arktische Sicherheit übernehmen, etwa im Rahmen einer möglichen Arctic Sentry Mission. Grönlands Rohstoffe sollen vor russischem und chinesischem Zugriff geschützt werden.

Die Ankündigung von Donald Trump, keine neuen US-Zölle zu erheben, hat zunächst einmal die schlimmsten Befürchtungen abgewendet. Dennoch zeigt die Nutzung von Zöllen als politisches Druckmittel, dass geoökonomische Instrumente immer wichtiger werden. Es ist deshalb von besonderer Relevanz, dass beim nächsten EU-Sondergipfel zur Wettbewerbsfähigkeit am 12. Februar die Stärkung der europäischen Wirtschaft in den Vordergrund gerückt wird.

Der Verweis des bereits unterzeichneten Mercosur-Abkommens an den Europäischen Gerichtshof durch das Europäische Parlament ist ein Dolchstoß für eine Europäische Union, die militärisch und wirtschaftlich stärker werden will. Während die EU angesichts drohender Handelskonflikte zeigen wollte, dass sie ein verlässlicher und handlungsfähiger globaler Partner ist, symbolisiert die Abstimmung im EU-Parlament das Gegenteil. Eine Prüfung durch den Europäischen Gerichtshof könnte zwei Jahre dauern. Wenn die EU sich dennoch als handlungsfähig präsentieren will, besteht die theoretische Möglichkeit, das Mercosur-Abkommen vorläufig anzuwenden, was noch geprüft werden muss. Dieses Vorgehen wäre für die EU-Kommission zwar mit einem politischen Risiko behaftet, angesichts der weltpolitischen Lage wäre eine weitere Verzögerung jedoch ebenfalls mit einem großen wirtschaftlichen Risiko verbunden.

In Hinblick auf den Nahen Osten ist das Augenmerk der US-Regierung über den Gazastreifen hinweg auf Größeres gerichtet: Der „Friedensrat“ soll nun weltweit Krisen und Konflikte lösen. Einen permanenten Sitz im Gremium können sich Mitglieder für eine Milliarde US-Dollar erkaufen. Damit weckt Trump Befürchtungen, dass der Friedensrat als Alternative zu den Vereinten Nationen etabliert werden soll.[8] Die Schlussfolgerungen spiegeln den diplomatischen Spagat wider, indem sich Europa mit Blick auf eine Beteiligung befindet: aufgrund der Zusammensetzung des Gremiums, insbesondere eine mögliche Beteiligung Putins, sowie dessen Mandat in Konkurrenz zu den Vereinten Nationen und der Modalitäten („pay to play“) ist eine Beteiligung äußerst heikel. Zugleich zeigt das Beispiel Frankreichs, dass eine offene Ablehnung die Gefahr birgt, Trumps zu brüskieren: die Absage von Präsident Emmanuel Macron aufgrund des erweiterten Mandates des Rates konterte Trump mit der Androhung hoher Strafzölle auf französische Produkte.[9] Daher zeigen die Schlussfolgerung eine Doppelstrategie, einerseits Struktur und Mandat des Friedensrates zu kritisieren, aber andererseits dessen von der UN mandatierte Rolle als Gaza-Übergangsregierung hervorzuheben. Bisher haben nur wenige Mitgliedstaaten eine Beteiligung formell abgelehnt, darunter Frankreich und Spanien[10], die meisten zeigen sich verhalten oder deuten eine Ablehnung der gegenwärtigen Charta an.

Durch die sich überschlagenden Ereignisse der Grönlandkrise geriet die Ukraine ins Hintertreffen, sowohl in Davos als auch beim Ratsgipfel. Dabei sollte es ursprünglich in Davos in erster Linie um Sicherheitsgarantien gehen und die Vorbereitung des am 23. und 24. Januar stattfindenden Treffens ukrainischer, russischer und amerikanischer Vertreter in den Vereinigten Arabischen Emiraten für einen möglichen Frieden.[11] Obwohl Bundeskanzler Merz in Davos noch mahnte, sich auf die Ukraine zu konzentrieren,[12] übte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj scharfe Kritik an der EU: Sie sollen aus der Entspannung der Grönlandkrise keine Zuversicht schöpfen, sondern endlich ins Handeln kommen.[13] Aufgrund der aktuell laufenden, heftigen Angriffswelle Russlands auf ukrainische Infrastruktur sendet die EU diese Woche hunderte Notfallgeneratoren in die Ukraine.[14]

Fazit

Diese Woche, die mit dem Sondergipfeltreffen endet, zeugt von einer ungeahnten Beschleunigung und Unvorhersehbarkeit der Ereignisse, die ein Merkmal dieser neuen Weltordnung zu sein scheinen. Die Europäische Union konnte in dieser turbulenten Gemengelage auf dem Gipfeltreffen Einigkeit und Geschlossenheit demonstrieren - ein Signal, das auf vergangenen Treffen oft vermisst wurde. Der Triumph der Einigkeit täuscht allerdings nicht darüber hinweg, dass in dieser neuen Weltordnung die USA, China und Russland durch beinharte Machtpolitik und geoökonomische Druckmittel dominieren und Europa von den rasanten Entwicklungen getrieben wird. Der Gipfel ist somit Sinnbild dafür, dass Europa wieder ans Steuer kommen und sich in dieser neuen Weltordnung behaupten muss.

Dass die Regierungschefs sowohl in Davos als auch beim Gipfel eine klare Sprache fanden, zeigt, dass die Grönlandkrise und die US-Zolldrohungen die Europäer endgültig wachgerüttelt haben. Somit ist es als Erfolg zu werten, dass Europa diese Krise vorerst mittels intensiver Diplomatie managen und eine Eskalation abwenden konnte. Die Tatsache, dass Europa glaubwürdig den Einsatz des Anti-Zwangsinstruments gegen die USA in Erwägung gezogen hat, legt nahe, dass sie ihren eigenen geoökonomischen Machthebel erkannt hat.

Nichtsdestotrotz steht dieser Gipfel beispiellos für eine Zäsur im transatlantischen Verhältnis. Trotz einer Einigung in der Grönlandkrise ist das Vertrauen beschädigt - die transatlantische Partnerschaft wird weiterhin unvorhersehbar und ein Balanceakt sein. Auch in Zukunft wird die NATO als institutionelles Bündnis eine zentrale Rolle beim Zusammenhalt der transatlantischen Partnerschaft spielen. Darüber hinaus ist deutlich geworden, dass enge Partnerschaften mit “like-minded countries” wie etwa mit Kanada, noch wichtiger werden und vor dem Hintergrund eines innenpolitisch geschwächten Frankreichs eine neue Qualität im deutsch-italienischen Verhältnis zum wichtigen Faktor eines handlungsfähigen Europas in einer neuen Weltordnung werden kann.

 

 

[1] BBC: Trump says 'framework of a future deal' discussed on Greenland as he drops tariffs threat

[2] Oral conclusions drawn by President António Costa following the informal meeting of the members of the European Council of 22 January 2026 - Consilium

[3] POLITICO:  EU leaders welcome lowered temperature with US — for now

[4] Table.Briefings: Grönland: EU-Staats- und Regierungschefs loben ihre Einigkeit in der Konfrontation mit Trump

[5] Reuters: 'Trump whisperer' Rutte steers NATO around Greenland crisis

[6] Special Address by the President von der Leyen: World Economic Forum

[7] Security Table: https://table.media/europe/news/wie-die-obersten-militaers-der-nato-auf-den-deal-zu-groenland-reagieren

[8]Reuters: Trump launches Board of Peace that some fear rivals UN

[9] Reuters: Trump threatens 200% tariffs on French wines to get Macron on Board of Peace

[10] Reuters: Spain will not join Trump's Board of Peace, PM says

[11] Reuters: Putin agrees next steps with US envoys but Kremlin says territory is key

[12]Euronews: Live - Rede in Davos: Europäisches Land mit Gewalt zu erobern sei "nicht akzeptabel"

[13] Table.Briefings: Grönland: EU-Staats- und Regierungschefs loben ihre Einigkeit in der Konfrontation mit Trump

[14] POLITICO: EU leaders welcome lowered temperature with US

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