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Country Reports

Die PO siegt und die PSL feiert

Die offiziellen Ergebnisse der Regional- und Kommunalwahlen in Polen vom 21. November 2010

Bericht und Auswertung des Endergebnisses der polnischen Regional- und Kommunalwahlen vom 21. November 2010.

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Das offizielle Wahlergebnis der landesweiten Wahlen der Sejmiki, der Regionalparlamente in den 16 Wojewodschaften Polens, lautet (in Klammern Unterschied zur Regionalwahl 2006):

Bürgerplattform PO:

30,89 (+3,71) %

Recht und Gerechtigkeit PiS:

23,05 (-0,28) %

Polnische Volkspartei PSL:

16,30 (+3,07) %

Linke Demokraten SLD:

15,20 (+0,95) %

Gegenüber den ersten Prognosen und der teilweisen Stimmauszählung fielen die Ergebnisse der liberal-konservativen PO und national-konservativen PiS am Ende schlechter, die der ländlichen PSL und lokalen Wählergruppen erheblich besser aus. Dennoch geht die PO zum fünften Mal in Folge als stärkste Kraft aus Wahlen hervor (Regionalwahl 2006: 27,18 %; Parlamentswahl 2007: 41,51 %; Europawahl 2009: 44,39 %; Präsidentenwahl 2010: 41,54/53,01 %). Am meisten zu feiern hatte aber der Koalitionspartner der PO im Sejm, die bäuerliche Volkspartei PSL, die – von manchen schon fast abgeschrieben – ihre Stärke in der Fläche zeigte. Die rechte PiS und die linke SLD konnten ihre Positionen dagegen halten.

Die PO erreichte insgesamt 222 Mandate und wurde in 13 Wojewodschaften stärkste Partei. PiS gewann 141 Mandate und stellt nur noch in den beiden östlichen Wojewodschaften Karpartenhinterland und Lublin die stärkste Fraktion. 2006 lag sie noch in sechs Wojewodschaften vorne. Die PSL hat 93 Abgeordnete, stellt in Heiligkreuz die stärkste Fraktion und ist in Lublin sowie Ermland-Masuren die zweitstärkste Kraft. Die SLD erhielt 85 Mandate, ist im Westen in Lebus und Großpolen zweitstärkste Kraft und auch in Westpommern stark vertreten. In fünf Wojewodschaften konnten lokale Wahlkomitees die 5-Prozent-Hürde überwinden, in vier Sejmiki ziehen sie mit insgesamt 20 Abgeordneten ein: Die Liste des Breslauer Stadtpräsidenten Rafał Dutkiewicz wurde mit 22,2 % zweitstärkste Kraft in Niederschlesien; die Deutsche Minderheit erreichte in der Wojewodschaft Oppeln 17,77 % (gut 60.000 Stimmen); in der Region Schlesien erhielt die Bewegung für ein autonomes Schlesien 8,49 %; in Heiligkreuz die Vereinigung Selbstverwaltung 9,53 %, in Kleinpolen die Liste des bisherigen Marschalls (Ministerpräsidenten) Marek Nawara 6,13 % und in Pommern die Gemeinschaft Selbstverwaltung 5,04 %. Insgesamt entfielen landesweit 14,56 % der Stimmen auf lokale Komitees.

Die Wahlbeteiligung lag mit 47,26 % etwas höher als bei den letzten Regionalwahlen 2006 mit 45,99 %. Am geringsten war sie in den Wojewodschaften Oppeln (40,99 %) und Schlesien (42,94 %), am höchsten in Heiligkreuz (53,59 %), Masowien (50,96 %), Karpartenvorland (50,75 %) und Lublin (49,95 %), also in den östlichen Regionen. Merkwürdig ist die markant hohe Anzahl von ungültigen Stimmen mit 12,06 %. Berücksichtigt man dies und die ebenfall hohe Zahl der Voten, die durch die 5-Prozent-Klausel nicht zum Zuge kamen, dann wurden die Abgeordneten der Sejmiki tatsächlich nur von rund 30 % der Wahlberechtigten gewählt.

PO und PSL streben jetzt nach der Regierung in allen Wojewodschaften. Sie haben in zehn Wojewodschaften gemeinsam die Mehrheit (Kujawien-Pommern, Lublin, Lebus, Lodsch, Kleinpolen, Mazowien, Podlachien, Heiligkreuz, Ermland-Masuren, Großpolen). In Westpommern und Pommern hat die PO sogar die absolute Mehrheit der Sitze. In Oppeln ist eine Koalition unter Hinzuziehung der Deutschen Minderheit geplant. In Niederschlesien, Schlesien und Karpartenvorland wird ein dritter Koalitionspartner gesucht. Am Ende könnte dann PiS, die in Lublin und Karpartenvorland die stärkste und in weiteren 9 Wojewodschaften die zweitstärkste Kraft ist, ohne Regierungsbeteiligung in den Regionen dastehen und vollends in die Opposition verdrängt werden.

Bei den Wahlen für die Kreistage gewannen unabhängige Kandidaten 2.398 oder 38,12 % der Mandate, die PO 1.315 (20,9 %), PiS 1085 (17,25 %), PSL 999 (15,88 %), SLD 493 (7,84 %).

In den Stadträten der Kreisstädte errang die PO 600 (35,27 %) der Mandate, die Freien 514 (30,22 %), PiS 365 (21,46 %), SLD 214 (12,58 %), PSL 8 (0,47 %).

In den größeren Gemeinden mit mehr als 20.000 Einwohnern erhielten wiederum die freien Kandidaten die große Mehrheit der Sitze: 3.093 (55,55 %), die PO bekam 1.138 (20,44 %) Mandate, PiS 762 (13,69 %), SLD 377 (6,77 %), PSL 198 (3,56 %).

Ebenso überwiegen die freien oder mit lokalen Gruppen verbundenen Kandidaten in den kleineren Gemeinden mit weniger als 20.000 Einwohnern, wo sie 24.873 Sitze gewannen (77,53 %), PSL 4.175 (12,93 %), PiS 1.655 (5,13 %), PO 981 (3,04 %), SLD 596 (1,85 %).

Bei den Stadtteilwahlen in Warschau lag die PO mit 187 Sitzen (45,72 %), vor der PiS mit 103 (25,18 %), den unabhängigen 79 (19,32 %) und der SLD 40 (9,78 %).

Während die Wahlbeteiligung in den kleineren Gemeinden mit 52,23 % (ungültige Stimmen 2,78 %) und bei den Wahlen zu den Kreistagen mit 50,07 % (ungültige Stimmen 3,56 %) höher lag, war sie in den größeren Gemeinden mit 46,61 % (ungültige Stimmen 5,45 %) und in den Kreisstädten mit 40,56 % (ungültige Stimmen 8,18 %) deutlich niedriger.

Bei der ersten Runde der Direktwahl der Stadtpräsidenten – die Stichwahl folgt wenn nötig am 5. Dezember – haben 37 Kandidaten lokaler Komitees gewonnen, acht Vertreter der PO, je drei der PiS und SLD.

Die PO brachte ihre Kandidaten in Białystok, Danzig und Warschau durch; in Bromberg, Lodsch und Oppeln geht ihr Kandidat als Führender in die Stichwahl. Unabhängige Kandidaten setzten sich etwa in Breslau, Gdingen und Kattowitz durch und werden wohl in Allenstein, Gleiwitz, Posen und Rybnik zum Zuge kommen. Die SLD gewann ein Stadtpräsidentenamt z.B. in Grünberg und hat gute Chancen in der Wallfahrtshochburg Tschenstochau. PiS und PSL konnten keines der Stadtpräsidentenämter in den Großstädten gewinnen, die PiS hat jedoch noch gute Chancen in Lublin.

Bei den Bürgermeistern haben sich 444 lokale Kandidaten, 37 PSL Vertreter, 23 von der PO, 9 von der PiS und 5 von der SLD in der ersten Runde durchgesetzt.

Bei den Vorstehern kleinerer Gemeinden setzten sich 7.945 lokale Kandidaten durch, 186 von der PSL, 25 von PiS, 9 von der SLD und 7 von der PO.

Die Wahlbeteiligung bei den Direktwahlen der 2.479 Gemeindvorsteher, Bürgermeister und Stadtpräsidenten lag bei 47,32 % (1,66 % ungültige Stimmen). 1.741 Kandidaten konnten sich im ersten Wahlgang durchsetzen, 738 Ämter müssen in der Stichwahl besetzt werden.

Die Stärke der unabhängigen Kandidaten oder Vertreter lokaler Wahlkomitees bei den Kommunalwahlen zeigt zugleich die Schwäche der großen landesweiten Parteien, die mangels Zugang zu Ämtern in den Kommunen dort weniger attraktiv sind.

Da die Staatliche Wahlkommission das amtliche Endergebnis der Wahlen erst zwei Tage nach der Wahl kurz vor Mitternacht verkündete, konnten die Zeitungen erst am Donnerstag, also vier Tage nach der Wahl, als das Interesse schon geschwunden war, die amtlichen Zahlen in kursorischer Weise präsentieren. Eine detaillierte Aufarbeitung der Ergebnisse gibt es in den Medien kaum. Wer genaueres etwa über die Sitzverteilung in den Sejmiki Wissen will, muss deshalb die Kommunikate, Listen und Statistiken der Wahlkommission im Internet durcharbeiten (www.pkw.gov.pl).

Übrigens kandidierten auch zwölf Teilnehmer der Jungen Politischen Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung bei den Wahlen: acht für die PO, zwei für die PSL, je einer für PiS und ein lokales Komitee. Davon konnten sich drei durchsetzen: einer als Vertreter der PO im Warschauer Stadtteil Wola, einer als Vertreter der PiS im Stadtrat von Kraśnik und einer als Abgeordneter der PSL im Sejmik der Wojewodschaft Masowien.

In Stettin kandidierte sogar ein Deutscher, Mathias Enger, auf der Liste „Wach auf, Stettin!“ für den Stadtrat, allerdings ohne Erfolg. Überhaupt waren alle in Polen lebenden EU-Bürger wahlberechtigt. Voraussetzung war allerdings ein Antrag auf Eintragung in das Wählerverzeichnis beim zuständigen Stadt- oder Gemeindeamt, wofür eine Anmeldebescheinigung des Wohnsitzes im Wahlbezirk vorzuweisen war. Wie weit EU-Bürger von diesem Recht gebraucht gemacht haben, ist nicht bekannt.

Laut Umfragen des Instituts CEBOS ist das Bewusstsein und die Verantwortung für das Gemeinwohl in den letzten 20 Jahren in Polen - allerdings von einem sehr niedrigen Niveau aus - laufend gewachsen. Meinten 1992 nur rund 7 %, dass sie die Situation in Polen aktiv beeinflussen könnten, so sind es heute 36 %. Der Eindruck, die lokalen Angelegenheiten in der Gemeinde oder Stadt mitbestimmen zu können, stieg von unter 20 % 1992 auf heute 52 %. Das erklärt die für polnische Verhältnisse ordentliche Wahlbeteiligung bei den Kommunalwahlen und die relativ hohe Bereitschaft zum politischen Engagement in diesem Bereich.

Der Erfolg der kommunalen und regionalen Selbstverwaltung, der mit den ersten Kommunalwahlen vor 20 Jahren begann und sich über die Strukturreform 1999 fortsetzte, als Städte und Gemeinden, Kreise und Regionen als Entscheidungsebenen eingeführt wurden, zeigt sich auch daran, dass die Menschen überwiegend lokale Entscheidungen als ausschlaggebend für die Entwicklung ihrer Wohnorte und Lebensregionen ansehen. 64 % geben hierfür vor allem der Stadt- oder Gemeindeebene die Verantwortung, 50 % dem Kreis, 40 % der Wojewodschaft und nur 30 % der fernen Regierung in Warschau, bemerkenswerter Weise aber 34 % der noch ferneren EU, die allerdings mit ihrer Finanzhilfe für Infrastrukturprojekt und Landwirtschaft konkret wahrnehmbar ist.

Die Dezentralisation hat dazu geführt, dass 45 % meinen, die lokalen Ebenen sollten weitgehend unabhängig entscheiden, nur 37 % sagen, in Kernfragen sollte eine Abstimmung mit der Staatsregierung erfolgen, ganze 9 % wollen, dass alle abschließenden Entscheidungen mit der Zentralregierung abgestimmt werden sollten.

Anhang:

Übersicht über die Wahlergebnisse und Sitzverteilung der Sejmiki in den Wojewodschaften und der Resultate in den größeren Städten.

Sejmiki der Wojewodschaften

(in Klammern Sejmik-Sitze)

Dolnośląskie (36 Sitze)

(Niederschlesien, Breslau):

Wahlbeteiligung: 45,22

PO - 30,41 (15); R. Dutkiewicz - 22,2 (9); PiS - 17,42 (7); SLD - 12,34 (4); PSL - 8,28 (1)

Kujawsko – Pomorskie (33 Sitze)

(Kujawien-Pommern, Thorn):

Wahlbeteiligung: 45,03

PO - 33,81 (16); PiS - 17,77 (6); SLD – 17,35 (6); PSL - 14,49 (5)

Lubelskie (33) (Lublin):

Wahlbeteiligung: 49,95

PiS - 28,38 (11); PSL - 23,12 (9); PO – 22,97 (9); SLD - 12,58 (4)

Lubuskie (30)(Lebus, Grünberg):

Wahlbeteiligung: 46,04

PO - 33,89 (11); SLD - 26,09 (9); PiS - 16,97 (5); PSL - 14,49 (5)

Łódzkie (36) (Lodsch):

Wahlbeteiligung: 46,53

PO - 27,0 (13); PiS - 24,22 (10); PSL - 18,84 (7); SLD - 18,01 (6)

Małopolskie (39)(Kleinpolen, Krakau):

Wahlbeteiligung: 48,58

PO - 33,82 (17); PiS - 31,69 (16); PSL – 10,33 (4); SLD - 9,46 (2); Marek Nawara – 6,13 (0)

Mazowieckie (51)

(Masowien, Warschau):

Wahlbeteiligung: 50,96

PO - 28,56 (17); PiS – 23,85 (14); PSL – 22,30 (13); SLD – 14,54 (7)

Opolskie (30)(Oppeln):

Wahlbeteiligung: 40,99

PO - 31,93 (12); Dt. Minderheit – 17,77 (6); PiS - 17,43 (5); SLD - 16,71 (5); PSL - 12,13 (2)

Podkarpackie (33)

(Karpartenvorland, Rzeszów)

Wahlbeteiligung: 50,75

PiS - 38,54 (15); PO - 21,71 (7);PSL - 21,53 (7); SLD - 12,32 (4)

Podlaskie (30) (Podlachien, Białystok):

Wahlbeteiligung: 47,93

PO - 31,43 (11); PiS - 30,09(11); PSL - 19,23 (5); SLD - 12,72 (3)

Pomorskie (33) (Pommern, Danzig):

Wahlbeteiligung: 46,73

PO – 43,76 (19); PiS - 18,79 (7); SLD - 12,11 (3); PSL – 9,43 (3); Gemeinschaft Selbstverwaltung 5,04 (1)

Śląskie (48) (Schlesien, Kattowitz):

Wahlbeteiligung: 42,94

PO - 33,66 (22); PiS – 2o,76 (11); SLD - 16,42 (10); Bewegung Autonomes Schlesien - 8,49 (3); PSL – 7,11 (2)

Świętokrzyskie (30)

(Heiligkreuz, Kielce):

Wahlbeteiligung: 53,59

PSL - 32,91 (13); PiS - 20,5 (7); PO – 15,86 (6); SLD – 13,86 (3); Vereinigung Selbstverwaltung – 9,53 (1)

Warmińsko-Mazurskie (30)

(Ermland-Masuren, Allenstein):

Wahlbeteiligung: 47,55

PO - 34,84 (14); PSL - 24,12 (7); PiS - 16,56 (5); SLD - 15,98 (4)

Wielkopolskie (39) (Großpolen, Posen):

Wahlbeteiligung: 47,10

PO - 32,04 (17); SLD - 21,6 (9); PSL – 18 (7); PiS – 17,95 (6)

Zachodniopomorskie (30)

(Westpommern, Stettin):

Wahlbeteiligung: 46,01

PO - 40,8 (16); PiS - 18,69 (5); SLD - 18,52 (6); PSL - 12,96 (3)

Wahlergebnisse in Großstädten

(rot: direkt gewählt)

Bialystock

Tadeusz Truskolaski (PO) - 68,53 %

Dariusz Piontkowski (PiS) - 23,73 %

Bydgoszcz, Bromberg

Rafał Bruski (PO) - 43,28 %

Konstanty Dombrowicz (unabhängig) - 29,99 %

Częstochowa, Tschenstochau

Krzysztof Matyjaszczyk (SLD) - 45,83

Izabela Leszczyna (PO) - 21,99

Gdańsk, Danzig

Paweł Adamowicz (PO)- 53,78 %

Gdynia, Gdingen

Wojciech Szczurek (unabhängig) - 87,39 %

Gliwice, Gleiwitz

Zygmunt Frankiewicz (unabhängig) - 47,62 %

WYGODA Zbigniew Wygoda (PO) - 16,87 %

Katowice, Kattowitz

Piotr Uszok (unabhängig) - 51,61 %

Kraków, Krakau

Jacek Majchrowski (unabhängig) - 40,78 %

Stanisław Kracik (PO) - 33,69 %

Lublin

Lech Sprawka (PiS) – 31,87 %

Krzysztof Żuk (PO) – 31,15 %

Łodz, Lodsch

Hanna Zdanowska (PO) - 34,04 %

Dariusz Joński (SLD) - 24,01 %

Olsztyn, Allenstein

Piotr Grzymowicz (unabhängig) - 36,32

Czesław Małkowski (unabhängig) - 38,66

Opole, Oppeln

Ryszard Zembaczyński (PO) - 43,15 %

Tomasz Garbowski (SLD) - 21,13 %

Oświęcim, Auschwitz

Janusz Chwierut (PO) - 37,11

Jacek Grosser (unabhängig) - 16,57

Poznań, Posen

Ryszard Grobelny (unabhängig) - 49,52 %

Grzegorz Ganowicz (PO) - 21,53 %

Rybnik

Adam Fudali (unabhängig) – 49,38 %

Marek Krząkała (PO) – 33,42 %

Szczecin, Stettin

Piotr Krzystek (unabhängig)- 26,55 %

Arkadiusz Litwiński (PO) - 21,25 %

Warszawa, Warschau

Hanna Gronkiewicz-Waltz (PO) - 53,67 %

Wrocław, Breslau

Rafał Dutkiewicz (lokale Vereinigung) - 71,63

Zabrze, Hindenburg

Małgorzata Mańka-Szulik (unabhängig) - 75,68

Zielona Góra, Grünberg

Janusz Kubicki (SLD) - 64,87

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