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Country Reports

Zweites Kabinett Tusk

Eine Übersicht der wichtigsten Akteure

Am 17. November 2011 wurden die Mitglieder der Regierungsmannschaft von Ministerpräsident Donald Tusk vereidigt. Mit wem bekommen es die Polen zu tun? Eine Vorstellung...

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Donald Tusk, PremierministerGeboren 1957 in Danzig.Dort Geschichtsstudiumund Mitbegründungdes Studentenkommiteesder Solidarność.OppositionelleTätigkeit in den 80-er Jahren an derUni, Vertrieb der Oppositionspresse,Aufbau des Unabhängigen Studentenverbandesin Danzig. Sieben Jahre Tätigkeitals Arbeiter bei der Schornsteinreinigungin Fabriken in ganz Polen.Weitere politische Stationen: Mitbegründereiner liberalen Partei namensLiberal-Demokratischer Kongress (KLD)und ab 1991 ihr Vorsitzender. Im April1994 stellvertretender Vorsitzender derFreiheitsunion, der Nachfolgepartei desKLD und der Demokratischen Union. Beiden Parlamentswahlen 1997 Wahl inden Senat, dort stellvertretender Senatsmarschall.Zwischen 2001 und2005 stellvertretender Sejmmarschall.2001 gründete Tusk die Bürgerplattformals eine politische Bewegung. Beideren Umwandlung zu einer Partei 2003Wahl zum Vorsitzenden der PO. Seit2007 Ministerpräsident der Republik Polen.Donald Tusk ist verheiratet. Er hatzwei Kinder.
Waldemar Pawlak, Vizepremierminister, WirtschaftsministerGeboren 1959. Studium von Auto-und Maschinenbau an derTechnischen Universität Warschau.Dort auch Teilnahme ander Streikbewegung des Jahres1981. Seit 1989 ununterbrochenSejm-Abgeordneter. Mitgliedschaft in der PolnischenVolkspartei (PSL), die er mehrfach anführte(auch derzeit ist er ihr Vorsitzender). 1992kurzzeitig und von 1993 bis 1995 Premierministereiner Koalitionsregierung aus PSL und Sozialdemokraten.Bis 2005 war Pawlak Vorstandsvorsitzenderder Warschauer Warenbörse und Vorstandsvorsitzenderder Polnischen FreiwilligenFeuerwehr. Seit 2007 Vizepremier und Wirtschaftsministerim Kabinett von Donald Tusk.
Mikołaj Budzanowski, SchatzministerGeboren 1971 in Krakau, absolvierteer u.a. Universitätsstudienvon Geschichte, Diplomatie undInternationalen Beziehungen ander Jagiellonen-Universität, woer auch promovierte. Verfasservon zahlreichen wissenschaftlichen Publikationenzu den Themen Europäische Integration undEnergiesicherheit. Von Juli 2004 bis Dezember2007 Berater der polnischen Delegation im EuropäischenParlament, wo er für die Ausschüssefür Umweltschutz, Klimawandel und Gesundheitarbeitete. 2008 Direktor des Departments fürKlimawandel und Nachhaltige Entwicklung imMinisterium für Umwelt, zuständig u.a. für Verhandlungenüber das EU Klima- und Energiepaket„3x20“. 2008-2009 als Direktor im Finanzministeriumzuständig für die Aufsicht über diestaatlichen Energie-Unternehmen. 2009-2011 als Unterstaatssekretär im Schatzministeriumverantwortlich für die Aufsichtüber Öl- und Gasprojekte in strategischenUnternehmen, darunter auchdie Gewinnung von Schiefergas. 2010Erhalt der "Konfederatka“-Auszeichnungals „Freund der Arbeitgeber", die vompolnischen Arbeitgeberverband verliehenwird. Verheiratet, zwei Kinder.
Jarosław Gowin, JustizministerGeboren 1961 in Krakau.Studium der Philosophiean der Jagiellonen-Universität. In denJahren 1985-1989 Assistentim Institut fürSozialwissenschaften in der PädagogischenHochschule in Krakau. Stipendiatdes Cambridge-Programms. 2001 Promotionin Politikwissenschaften. In denachtziger Jahren war Gowin Mitglied desUnabhängigen Studentenverbandes undengagierte sich in die Solidarność-Bewegung. Mitgründer und Rektor derEuropäischen Joseph-Tischner Hochschulein Krakau. Initiator und Mitarbeitervon zahlreichen sozialen Projektenzur Überwindung von sozialen Missständen.2005 als Kandidat der BürgerplattformWahl in den Senat. Seit 2007Mitglied des Sejm, wo er sich u.a. mitbioethischen Fragen beschäftigte.
Joanna Mucha, SportministerinGeboren 1976. Managementstudiuman derWarschauer Universitätund AufbaustudiumGesundheitsökonomie.Promotion und Tätigkeitals wissenschaftliche Mitarbeiterin imInstitut für Wirtschaftswissenschaftenan der Katholischen Universität Lublin(bis 2010). Mitglied der Bürgerplattformseit 2003, dort Engagement in der Parteiverwaltung.Mitglied des Sejm seit 2007, dort Mitgliedschaft in den Ausschüssen fürGesundheit und für Öffentliche Finanzen. SprichtEnglisch und Deutsch. Hat zwei Söhne.
Sławomir Nowak, Minister für Transport,Bauwesen und SchifffahrtGeboren 1974 in Danzig. AbgeschlossenesStudium in internationalenBeziehungen und in Verwaltungswissenschaften.Das politischeEngagement begann inder Jugendorganisation des Liberal-Demokratischen Kongresses, dem Verbandder Jungen Liberalen. Seit der Gründung Mitgliedder Bürgerplattform. 1998-2002 Landesvorsitzenderdes Verbandes „Junge Demokraten“, dergrößten politischen Jugendorganisation Polens.Langjährige Sejm-Mitgliedschaft. Engagementdort in den Ausschüssen für Verteidigung undAuswärtige Angelegenheiten. 2007-2009 Staatssekretärin der Kanzlei des Premierministers undDirektor des politischen Planungsstabes von DonaldTusk. 2009-2010 stellvertretender Vorsitzenderder PO-Fraktion. 2010-2011 Staatssekretärin der Präsidialkanzlei von Bronisław Komorowski.Dort Koordinator für die Zusammenarbeitmit Regierung und Parlament. Nowak leitetezwei von der Bürgerplattform gewonnene Wahlkampagnen:2007 – Parlamentswahlen und 2010- Präsidentschaftswahlen.
Jan Vincent-Rostowski, FinanzministerDer Wirtschaftswissenschaftlerwurde 1951 in London geboren.1995 bis 2000 und 2005 bis 2006Dekan an der Fakultät für Wirtschaftslehrean der Central EuropeanUniversität in Budapest.1988-1995 Dozent an der School of Slavonic andEast European Studies, University of London,1992–1995 wissenschaftlicher Mitarbeiter imCentre for Economic Performance in der LondonSchool of Economics and Political Science. In denJahren 1989-1991 gehörte er zu den engen Beraternvon Wirtschaftsminister Leszek Balcerowicz,der die Transformationsprozesse in Poleninitiierte. 1997-2001 Leitung des volkswirtschaftlichen Rates des Finanzministeriumsund von 2002-2004 Vorstandsberaterbei der Polnischen Nationalbank.Gründer eines privaten Think-Tanks,des Center for Social and Economic Research.Verfasser zahlreicher Publikationenzu den Themen Erweiterung derEuropäischen Union, Geldpolitik, Wechselkurspolitikund Transformation derpostkommunistischen Wirtschaftsysteme.Seit November 2007 Finanzminister.
Tomasz Siemoniak, VerteidigungsministerGeboren 1967, absolvierteer die WarschauerWirtschaftshochschule(Warsaw School ofEconomics). Stipendiatder Universität Duisburg.In den 80er Jahren Vorsitzenderdes Unabhängigen Studentenverbandesan der Warschauer Wirtschaftshochschule.1994-1996 Tätigkeit im öffentlich-rechtlichen Fernsehen als Leiter derRegionalsender und Direktor des 1. Programmsvom TVP. 1998-2000 leitete erdas Büro für Presse und Information imMinisterium für Verteidigung. In denJahren 1998-2002 Aufsichtsratvorsitzenderder Polnischen PresseagenturPAP. 1998-2000 Mitglied des WahrschauerStadtrates und ab Dezember2000 bis Juli 2002 stellvertretenderBürgermeister der Stadt Warschau.2002-2006 Vorstandmitglied des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. 2006-2007Vizemarschall der Wojewodschaft Masowien.Nach dem Rücktritt von BogdanKlich im August 2011 infolge des Rapporteszur Smoleńsk-Katastrophe übernahmer den Posten des Verteidigungsministers.Verheiratet, hat zweiKinder.
Radosław Sikorski, AußenministerGeboren 1963 in Bydgoszcz(Bromberg). Studierte Philosophie,Politikwissenschaft undVolkswirtschaftslehre an der OxfordUniversity. Im März 1981gehörte er zu den Anführern derStudentenstreiks und wurde zum Vorsitzendendes Streikskomitees. Im Sommer 1981 Ausreisenach Großbritannien. Zwischen 1986 und 1989Kriegskorrespondent in Afghanistan und Angola.Kolumnist und Kommentator führender polnischerund ausländischer Medien. 1988 gewanner für ein Bild aus Afghanistan den Preis WorldPress Photo Award. 1992 Rückkehr nach Polen,um (mit 29 Jahren) den Posten des stellvertretendenVerteidigungsministers zu übernehmen.Er war u.a. zuständig für Polens-Beitrittsverhandlungenzur NATO. 2005 Wahl in den Senatund seit 2007 Sejm-Mitglied. In den Jahren2005-2007 Minister für Verteidigung in der PiSRegierung.Seit 2007 Mitglied der PO und Außenminister.Seine Frau, Anne Applebaum, isteine bekannte amerikanische Journalistin undSchriftstellerin, die im Jahre 2004 den Pulitzer-Preis für ihr Buch "Gulag" bekam. Das Paar hatzwei Söhne.

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