Publications

KAS/Marie-Lisa Noltenius

"1989 war ein magisches Jahr"

Veranstaltungsbericht „Einigkeit und Recht und Freiheit in Europa – Voraussetzungen und Erbe des Umbruchs von 1989“ in Leipzig

1989 führte der Freiheitsdrang der Menschen in Ost- und Mitteleuropa zu einem radikalen politischen Umbruch. Anlässlich des 30. Jahrestags der Friedlichen Revolution stellte die Konrad-Adenauer-Stiftung die Freiheitsbewegungen in den Mittelpunkt einer international besetzten Tagung in Leipzig. Zeitzeugen und Wissenschaftler diskutierten über die Frage, welchen Beitrag die Freiheitsbewegungen der 1980er Jahre zum Zusammenbruch der kommunistischen Regime geleistet haben, was die Motive und Ziele dieser Bewegungen waren und welche Bedeutung die damaligen Ereignisse für die Europäische Union der Gegenwart und die Zukunft der liberalen Demokratien haben.

"Zentrales Parteiarchiv der CDU in der SBZ/DDR" digitalisiert

Findbuch

Im Herbst 2018 wurde von Konrad Kühne, zuständiger Archivar für die CDU in der SBZ/DDR , die archivfachliche Bearbeitung des Aktenbestands „Zentrales Parteiarchiv der CDU in der SBZ/DDR“ abgeschlossen. Auf über 3000 Seiten finden Nutzer und Nutzerinnen ein umfassendes Kompendium zur Geschichte der DDR-CDU vor.

1918–2018: Horizonte einer europäischen Zeitreise

1918, in dem Jahr, in dem der Erste Weltkrieg endete, starb der bedeutende deutsch-jüdische Philosoph und Aufklärer Hermann Cohen. Gemeinsam mit der Hermann-Cohen-Akademie für Religion, Wissenschaft und Kunst nahm die Konrad-Adenauer-Stiftung das Jubiläum zum Anlass, den herausragenden Denker zu würdigen. Ganz im Sinne Cohens wurde während der Tagung die Bedeutung der jüdisch-christlichen Tradition für die europäische Identität diskutiert und nach den Lehren dieser Traditionen für die Gegenwart gefragt.

KAS/Marie-Lisa Noltenius

30 Jahre Deutsche Einheit – Erinnerungskultur in der „Berliner Republik“

Bericht zur Veranstaltung am 12. November 2020

In Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen hat die Stiftung am 12. November das 13. Hohenschönhausen-Forum zum Thema „Erinnerungskultur“ ausgerichtet. In diesem Jahr fand das Forum in komprimierter Form als rein digitale Veranstaltung statt.

KAS/Jan Philipp Wölbern

Adenauer, Erhard und der Liberalismus in der Gründungsphase der CDU

Zum 13. Mal traf sich in Berlin am 30. April 2019 der ideengeschichtliche Arbeitskreis, um über die Wurzeln der Christlichen Demokratie – den Liberalismus, den Konservatismus und die christlichen Soziallehren – zu diskutieren

Prof. Dr. Dominik Geppert, Inhaber des Lehrstuhls für die Geschichte des 19./20. Jahrhunderts an der Universität Potsdam, sprach über die Soziale Marktwirtschaft und das Ringen um deren Ausgestaltung in den 1950er Jahren.

picture alliance / NurPhoto

Angst – Gefahr – Sicherheit

Zur populären (Vor-) Geschichte einer Konstellation in den Zeiten der Epidemie.

Seit der Entstehung automatisierter reihenfotografischer Aufnahmen und mit der Entwicklung des Films änderte sich unser Bild von Gefahr und die Wahrnehmung von Gefahren als solche. Medial hergestellte Bilder suggerieren Kontrollverlust oder wirken beruhigend - die Steuerung bildlich vermittelter Botschaften ist folglich auch für das Handeln der Staaten in der aktuellen Corona-Krise zentral.

Ulrich Baumgarten/Süddeutsche Zeitung Photo

Antisemitismus

Zum historischen Hintergrund der aktuellen Debatte

Vierte Ausgabe Zeitgeschichte AKTUELL

Deutscher Bundestag/Achim Melde

Bewährungsprobe für den Parlamentarismus? Repräsentative Demokratie in der Pandemie.

Ohne Zweifel ist es für eine abschließende historische Bewertung der Rolle des Parlaments in der laufenden COVID-19-Pandemie zu früh. Dennoch zeigt der historische Vergleich, dass das parlamentarische System bislang den Stresstest bestanden hat. Es war und ist nicht zu erwarten, dass das Grundgesetz, ein gesellschaftliches „Funktionssystem“ oder das Parlament nachhaltig geschädigt aus der Krise hervorgehen werden.

Umschlaggestaltung: Büro Jorge Schmidt, München; Fotos (v.l.n.r.): KAS/Giuseppe Moro; Bundesarchiv, B145 Bild-F004204-0003/Doris Adrian/CC-BY-SA 3.0; KAS/Rainer Unkel; ullstein bild/Christian Bach

Christlich Demokratische Union

Beiträge und Positionen zur Geschichte der CDU

75 Jahre CDU: Bilanz einer Erfolgsgeschichte

picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Sebastian Willnow

Corona. Emotionsgeschichtliche Perspektiven auf die aktuelle Pandemie.

In der nunmehr fast seit einem Jahr bestehenden Corona-Krise werden staatliche Steuerungsmechanismen und gesellschaftliche Konfliktlagen in hohem Maß von Emotionen bestimmt. Besonders schwerwiegend ist dabei die Infragestellung der „feeling rules“: Distanz statt Nähe wird zu einem Gebot der Nächstenliebe umgedeutet. Welche Folgen dies langfristig für das gesellschaftliche Miteinander haben wird, bleibt abzuwarten. Ein emotionsgeschichtlicher Blick auf die Geschehnisse hilft jedoch dabei, die Dimensionen der gegenwärtigen Erfahrungen einzuordnen.