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KAS in Indonesien

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Mit seinen 240 Millionen Einwohnern ist das südostasiatische Land nicht nur der viertgrößte Staat der Welt, sondern auch das größte muslimische Land der Erde (90 Prozent der Bevölkerung). Seit dem Ende der langjährigen Suharto-Ära im Jahre 1998 kann Indonesien zudem als drittvolkreichste Demokratie nach Indien und den USA bezeichnet werden. Mit der beginnenden Demokratisierung stieg auch der wirtschaftliche Wohlstand, sodass Indonesien in den letzten Jahren im Schatten von China und Indien zu einem entscheidenden Akteur in Asien wurde. Die jährlichen Wachstumsraten der indonesischen Wirtschaft liegen konstant bei ca. 6 Prozent. Neben diesen innenpolitischen Erfolgen spielt Indonesien auch außenpolitisch eine immer größere Rolle. Das Land ist Mitglied in der Gruppe der G20 und politischer und wirtschaftlicher Motor der südostasiatischen ASEAN-Staatengemeinschaft. Außerdem wird dem Inselarchipel oft eine gewisse demokratische Vorbildwirkung für muslimische Länder im Nahen und Mittleren Osten zugeschrieben. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zählt Indonesien aufgrund der beschriebenen Erfolge seit 2011 zur Gruppe der "globalen Entwicklungspartner": dabei handelt es sich im Kernbereich um fünf Staaten (Brasilien, Indien, Mexiko, Südafrika und Indonesien), denen große Bedeutung bei der Lösung zentraler Fragen wie globaler Umwelt- und Klimaschutz, Frieden und Sicherheit sowie Beseitigung extremer Armut zugeschrieben wird. Das entsprechende Gesamtziel der Arbeit der KAS in Indonesien ist es, den fortlaufenden Reform- und Transformationsprozess Indonesiens politisch beratend und bildend zu unterstützen, einen Beitrag zur Fortentwicklung und Stabilisierung von Demokratie und Rechtsstaat zu leisten sowie eine gerechte Wirtschaftsordnung und ethnischen wie religiösen Dialog zu fördern.

Im Rahmen der mit dem Zuwendungsgeber, dem Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) abgestimmten Schwerpunktbereiche führt die Konrad-Adenauer-Stiftung in Indonesien eine Vielzahl verschiedener Aktivitäten durch. Diese Aktivitäten finden in Form von Seminaren, Workshops, Dialogforen und Debatten statt. Außerdem werden regelmäßig Publikationen erstellt, Entscheidungsträger fachlich beraten sowie Austausch- und Kontaktprogramme durchgeführt. Je nach Thematik werden dabei unterschiedliche Zielgruppen angesprochen.

In enger Zusammenarbeit mit unseren lokalen Partnerorganisationen arbeiten wir aktuell zu folgenden Schwerpunkten:

Parlamente und Parteien

Bereits seit 2008 veranstaltet die KAS Indonesien in Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisationen Seminare und Trainings für politisch aktive Frauen. Dabei geht es um Themen wie politische Kommunikation, Argumentations- und Präsentationstechniken, Fundraising sowie innerparteiliche Demokratie. Ziel ist die Verbesserung der Voraussetzungen für weibliche Parteimitglieder, sich aktiv für Politik und Gesellschaft zu engagieren.

Demokratie, Rechtsstaat und Zivilgesellschaft

  • Seit 2007 finden sowohl für Lehrer staatlicher als auch religiöser Schulen Trainings und Seminare zu den Themen Demokratie und Menschenrechte statt. Die Teilnehmer sollen in die Lage versetzt werden, überzeugend für Demokratie, Rechtsstaat und Menschenrechte sowie die friedliche Beilegung von Konflikten zu werben. Sie übernehmen damit einen wichtigen Teil für die Erziehung der kommenden Generationen zu mündigen Bürgern.
  • Bereits seit 2002 werden wöchentlich Radioshows zu politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fragen produziert. Dadurch soll das Bewusstsein der Zivilgesellschaft für aktuelle und zukünftige Herausforderungen des Landes geschärft werden.
  • Weiterhin werden - in Zusammenarbeit mit dem Partner SATUNAMA - für zukünftige Führungspersönlichkeiten aus dem zivilgesellschaftlichen Bereich verschiedene Seminare und Trainings zur Ausbildung und Stärkung von Kernkompetenzen (capacity building) angeboten. Talentierte Nachwuchskräfte von NGOs und gemeinnützigen Einrichtungen werden dadurch in die Lage versetzt, Verantwortung für die demokratische und rechtsstaatliche Zukunft des Landes zu übernehmen.

Soziale Marktwirtschaft

Professoren und Dozenten wirtschaftswissenschaftlicher Fakultäten sowie Wirtschaftsjournalisten lernen in Seminaren und Deutschlandbesuchen die Prinzipien der Sozialen Martkwirtschaft kennen. Mit dem Ordnungsmodell der Sozialen Marktwirtschaft soll ein demokratisches, nachhaltiges, sozial gerechtes und wohlstandsorientiertes Wirtschafts- und Sozialsystem als Alternative zu liberal-kapitalistischen oder populistisch-patriarchalischen Modellen bekannt gemacht werden.


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