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Denkt@g-Wettbewerb 2010 gestartet

Bundestagspräsident Prof. Norbert Lammert hat in Berlin den Jugend-Wettbewerb „Denkt@g 2010“ eröffnet. Damit sind junge Menschen in ganz Deutschland aufgerufen, Homepages zu konzipieren, die sich mit dem Nationalsozialismus und seinen Opfern beschäftigen. „Diese Zeit zwischen 1933 und 1945 prägt nach wie vor die Wahrnehmung Deutschlands in der Welt“, sagte Lammert in seiner Eröffnungsrede vor Berliner Schülern.

Der Nationalsozialismus und seine Folgen seien daher gerade für die junge Generation ein wichtiges Thema. Der Bundestagspräsident zitierte den Literatur-Nobelpreisträger Imre Kertesz, nach dem man die Nachkommen der Nazi-Verbrechergeneration nicht verurteilen darf, sie aber in der Auseinandersetzung mit dem Geschehenen unterstützen muss. Der Denkt@g bietet laut Lammert die Möglichkeit, sich intensiv mit den Spuren des Nationalsozialismus und den Biographien der Opfer im lokalen Umfeld zu beschäftigen.

Einen Tag vor dem Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus bezeichnete Lammert die Erfahrungen des Holocaust als eines der „ungeschriebenen Gründungspapiere der Bundesrepublik“. Durch sie sei die Unantastbarkeit der menschlichen Würde an die erste Stelle des Grundgesetzes gerückt. „Und Menschenwürde verliert niemals an Aktualität, das sieht man sofort, wenn man heute eine Zeitung aufschlägt“, so Lammert.

Der Denkt@g-Wettbewerb wird in diesem Jahr zum sechsten Mal von der Konrad-Adenauer-Stiftung durchgeführt. An die 10.000 Schüler haben bisher daran teilgenommen. Andreas Kleine-Kraneburg, der Leiter der KAS-Akademie in Berlin, betonte den „breiten Raum für Gestaltung und Kreativität“, den der Wettbewerb bietet. Die Homepages müssen bis Oktober 2010 fertig gestellt sein. Nähere Informationen zum Wettbewerb gibt es unter www.denktag.de und im Denktag-Portal auf kas.de.

Die Eröffnungsveranstaltung zum „Denkt@g 2010“ war in einen Schülerpolitiktag eingebettet, beim dem sich knapp 100 Berliner Schülerinnen und Schülern mit den Themen Gewaltprävention, Rassismus und Antisemitismus auseinandergesetzt haben. Die Konrad-Adenauer-Stiftung hatte diesen Tag in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit - Deutscher Koordinierungsrat (DKR) organisiert.

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