Medizinethik und Sterbehilfe


Medizinethik und Sterbehilfe bilden das Schwerpunktthema der Politischen Meinung im Oktober. Beate Merk fordert mit Hilfe von Patientenverfügungen und Palliativmedizin ein Sterben in Würde. Den Fall Kusch und das Geschäft mit dem Tod schildert Matthias Gierth, während Franz-Josef Bormann für den „natürlichen Tod“ plädiert. Nicht nur pragmatische Gründe sondern vor allem Widersprüche im Autonomieverständnis lassen für Sterbehilfe keinen Raum. Karl Zilles und Silvia Nigro rezipieren Erkenntnisse aus Hirnforschung und Neuroethik, die durch mediale Berichterstattung häufig auf den Sensationsgehalt reduziert werden. In seinem Plädoyer gegen die Perfektion im Zeitalter der Gentechnik warnt Michael J. Sandel davor, die Wertschätzung des Lebens zu zerstören.Unter der Rubrik „Wirtschaft und Politik“ fordert Klaus-Peter Müller dazu auf, die wirtschaftlichen Erfolge als Ermutigung für künftige Herausforderungen anzunehmen. Der Mittelstand als Herzstück der deutschen Volkswirtschaft wird von Michael Borchard und Bodo Herzog analysiert und Stephan Eisel bekräftigt die Notwendigkeit für Europa sich in einer zusammenwachsenden Welt zu behaupten.In der Rubrik „Kunst und Kultur“ stellt Klaus Kempter den Schriftsteller und „illusionslosen Humanisten“ Louis Begley vor. Klaus Hornung vergleicht die europäische Kulturkrise einst und heute und Johannes Thomas stellt fest, dass der Mythos vom friedlichen Miteinander der Religionen in Andalusien unter den Mauren genauerer Betrachtung nicht Stand hält.

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Inhalt

  • Editorial

    von Danja Bergmann

  • Gedanken zu einem Sterben in Würde

    Ein Markt für Suizidhilfe würde zur Kundenakquise führen. Voraussetzungen für ein würdevolles Sterben müssen mit Patientenverfügungen und Palliativmedizin geschaffen werden. Eine rechtliche und rechtspolitische Betrachtung

    von Beate Merk

  • Inhalt

  • Sterbehilfe - ein "Akt der Nächstenliebe"?

    Der Fall Kusch steht für eine makabere Provokation. Das Geschäft mit dem Tod bedroht das Bemühen um den Lebenswillen durch Betreuung und Aufklärung. Der Fall Kusch und die Folgen

    von Matthias Gierth

  • Der "natürliche Tod"

    Nicht nur pragmatische Gründe wie das Risiko von Missbrauch stehen der Idee von Euthanasie entgegen. Vor allem Widersprüche im Autonomieverständnis lassen für Sterbehilfe keinen Raum. Die Debatte um die Sterbehilfe

    von Franz-Josef Bormann

  • Hirnforschung und Neuroethik

    Die mediale Berichterstattung bevorzugt den Sensationscharakter neurowissenschaftlicher Möglichkeiten. Zugrunde liegt oft eine Reduktion des Menschenbildes. Bemerkungen zur gegenwärtigen Situation

    von Silvia Nigro, Karl Zilles

  • Beherrschung und Gabe

    Das Streben nach Perfektion durch Gentechnik ist Ausdruck des Wunsches nach grenzenloser Macht. Diese Vision droht die Wertschätzung des Lebens zu vernichten. Plädoyer gegen die Perfektion

    von Michael J. Sandel

  • Dem Abschwung trotzen

    Angesichts sich verfinsternder Konjunkturaussichten scheinen die Deutschen jeden Mut zu verlieren. Dabei sollten sie wirtschaftliche Erfolge als Ermutigung annehmen. Zur Lage des Wirtschaftsstandorts Deutschland

    von Klaus-Peter Müller

  • Motor für Wachstum

    Der Mittelstand gilt als Rückgrat der deutschen Volkswirtschaft. Seine wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu verbessern bedeutet, Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Die deutsche Mittelschicht und der deutsche Mittelstand als Garant für politische Stabilität

    von Michael Borchard , Bodo Herzog

  • Die europäische Tagesordnung der Zukunft

    Europas Selbstbehauptung ist angesichts einer zusammenwachsenden Welt notwendig. Über Integrationsschritte, klare Erweiterungsgrenzen, eine Demokratiereform und außenpolitische Maßstäbe. Selbstbehauptung in einer zusammenwachsenden Welt

    von Stephan Eisel

  • Ein illusionsloser Humanist

    Seine schmerzhaften Erfahrungen durchziehen alle Romane von Louis Begley. Ein Porträt des Schriftstellers zu seinem 75. Geburtstag. Zum 75. Geburtstag von Louis Begley

    von Klaus Kempter

  • Die europäische Kulturkrise einst und heute

    Bereits in den Dreißigern diagnostizierte der niederländische Historiker Johan Huizinga die Schwächung der allgemeinen Urteilskraft. In der medialen Gegenwart schreitet sie stetig voran. Eine Erinnerung an Johan Huizinga

    von Klaus Hornung

  • Verklärung der Vergangenheit

    Der Mythos vom Miteinander der Religionen im islamischen Andalusien hält genauerer Betrachtung nicht stand. Die friedlichen Phasen waren von kurzer Dauer. Über den Mythos islamischer Herrschaft in Andalusien

    von Johannes Thomas

  • Ratlosigkeit, Verdruss, Misanthropie

    Wolfgang Sofsky: Verteidigung des Privaten. Eine Streitschrift / Jan Philipp Reemtsma: Vertrauen und Gewalt / Heinz Bude: Die Ausgeschlossenen. Das Ende vom Traum einer gerechten Gesellschaft - gelesen -

    von Norman Domeier

  • Eindrucksvolle Persönlichkeiten

    Jürgen Aretz/Rudolf Morsey/Anton Rauscher (Hg.): Zeitgeschichte in Lebensbildern. Aus dem deutschen Katholizismus des 19. und 20. Jahrhunderts, Band 12 - gelesen -

    von Andreas Püttmann

  • Römisch-katholische Ursprünge

    Erwin Gatz: Roma Christiana. Ein kunst- und kulturgeschichtlicher Führer über den Vatikan und die Stadt Rom / Ufficio Vendita Pubblicazioni e Riproduzioni dei Musei Vaticani (Hg.): Führer der Vatikanischen Museen und der Vatikanstadt - gelesen -

    von Andreas M. Rauch

  • Über deutsche Diktaturen

    Gerhard Ringshausen: Widerstand und christlicher Glaube angesichts des Nationalsozialismus / Freya Klier: Gelobtes Neuseeland - Fluchten ans Ende der Welt / Udo Scheer: Jürgen Fuchs - Ein literarischer Weg in die Opposition / Klaus Schroeder: Die veränderte Republik - gelesen -

    von Hans-Joachim Föller

  • Aktuelles intern

    Aktionen, Programme und Publikationen der Konrad-Adenauer-Stiftung

Über diese Reihe

Die Politische Meinung präsentiert sich seit 2013 „generalüberholt“ ihren Lesern: Das neue, ästhetisch anspruchsvolle Layout bietet ein klares und aufgelockertes Schriftbild, die Themenschwerpunkte werden facettenreicher und von Bildstrecken begleitet. Eine veränderte Erscheinungsweise von sechs Doppelausgaben jährlich mit jetzt 128 Seiten gibt dieser Fortentwicklung einen neuen Rahmen.

Die Zeitschrift bietet als Bezugspunkte fundierte Analysen historischer Hintergründe und eine der individuellen Eigenverantwortung verpflichtete, im christlichen Menschenbild verankerte Ethik.​​​​​​​

Bestellinformationen

Die Politische Meinung erscheint sechsmal im Jahr. Der Bezugspreis für sechs Hefte beträgt 50,00 € zzgl. Porto. Der Einzelheftpreis beträgt 9,00 €. Schüler und Studenten erhalten einen Sonderrabatt (25 Prozent). Die Bezugsdauer verlängert sich jeweils um ein Jahr, sofern das Abonnement nicht bis zum 15. November eines Jahres schriftlich abbestellt wird. Bestellungen über den Verlag, durch den Buchhandel oder per E-Mail an politische-meinung@kas.de

Herausgeber

Norbert Lammert, Bernhard Vogel

ISBN

0032-3446

Dr. Bernd Löhmann

Dr

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