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Monitor Wahl- und Sozialforschung

Auswanderungswünsche in der Bevölkerung

Repräsentative Umfrage über Auswanderungswünsche und -motive von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund

Die Studie untersucht die Motive potenzieller Auswanderinnen und Auswanderer. Welche Menschen denken aktuell darüber nach, Deutschland zu verlassen? Aus welchen Gründen denken sie darüber nach? Und in welche Länder würden sie auswandern wollen? Gibt es systematische Unterschiede in den Motiven und Zielländern zwischen bestimmten Gruppen?

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Die Mehrheit der Menschen in Deutschland lebt gerne hier und denkt auch nicht über eine Auswanderung nach. Aber rund ein Fünftel der Bevölkerung kann sich vorstellen, Deutschland zu verlassen. Deutsche mit Migrationshintergrund denken etwas häufiger über Auswanderung nach als Deutsche ohne Migrationshintergrund. Besonders häufig überlegen Nichtwählerinnen und Nichtwähler auszuwandern. Am häufigsten werden südeuropäische und osteuropäische Länder sowie Österreich und Schweiz als potenzielle Auswanderungsziele genannt. Besonders beliebt sind südeuropäische Länder bei Deutschen mit Migrationshintergrund. Bei Ausländerinnen und Ausländern liegt Osteuropa mit Abstand auf Platz 1.

Wenn Menschen erwägen, Deutschland zu verlassen, stehen nur selten neue Erfahrungen im Fokus. Stattdessen spielt die Unzufriedenheit mit dem Leben in Deutschland eine wichtige Rolle. Dabei hat die Unzufriedenheit viele Gesichter. Hinter dem häufig kodierten Motiv „sonstige Unzufriedenheit“ verbirgt sich ein bunter Strauß an Unzufriedenheiten: mit dem Bildungssystem, dem Rentensystem, der Steuerbelastung, dem Umgang in der Gesellschaft oder ein eher unkonkretes Gefühl, dass es in Deutschland in die falsche Richtung geht. Dazu kommt einerseits eine Gruppe von Menschen, die unzufrieden sind, weil aus ihrer Sicht zu viele Migrantinnen und Migranten nach Deutschland kommen und diese bevorzugt würden. Häufig wird diese Unzufriedenheit kombiniert mit einer Sorge vor zu hoher Kriminalität, mangelnder Sicherheit, aber auch vor eingeschränkter Meinungsfreiheit und fehlender Demokratie in Deutschland. Auf der anderen Seite gibt es eine Gruppe, die unzufrieden ist, weil sie sich vor Rechtsextremismus und dem Erstarken der AfD fürchtet. Unter Deutschen mit Migrationshintergrund sowie Ausländerinnen und Ausländern gehört hier zum Teil auch dazu, dass sie sich diskriminiert und nicht willkommen fühlen. Diese Befunde verdeutlichen eine zunehmende Polarisierung in Teilen der Bevölkerung. Ein Teil derjenigen, die wegen Migration und Kriminalität unzufrieden sind – vor allem diejenigen, die zusätzlich AfD wählen – stehen inhaltlich diametral denen gegenüber, die sich vor Rechtsextremismus und der AfD fürchten – hierunter vor allem Wählerinnen und Wähler der Grünen.

Für die repräsentative Umfrage wurden von Oktober 2024 bis Januar 2025 insgesamt 3.015 Personen telefonisch befragt, davon je rund 1.000 Deutsche ohne Migrationshintergrund, Deutsche mit Migrationshintergrund sowie in Deutschland lebende Ausländerinnen und Ausländer.

Lesen Sie die gesamte Studie „Auswanderungswünsche in der Bevölkerung – Repräsentative Umfrage über Auswanderungswünsche und -motive von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund“ hier als PDF.

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联系 Dr. Sabine Pokorny
Dr. Sabine Pokorny
Referentin Wahl- und Sozialforschung
sabine.pokorny@kas.de +49 30 26996-3544

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Die Publikationen des Monitors Wahl- und Sozialforschung sind Teil unserer Monitor-Publikationsreihe. Die Reihe Monitor behandelt übersichtlich jeweils ein Schwerpunktthema aus der Perspektive der KAS-Expertinnen und -Experten und ordnet es anhand weniger „Punkte zum Mitnehmen“ in den politischen und gesellschaftlichen Kontext ein.