Am 21.02.2023 lud das Hermann-Ehlers-Bildungsforum Weser-Ems zur Online-Veranstaltung unter dem Titel „Niedersachsen im Zentrum der Energiewende?“ ein. Referenten der Veranstaltung waren Kevin Oswald, Referent für Energie und Ressourcen der Konrad-Adenauer-Stiftung, und André Hüttemeyer, Mitglied des Niedersächsischen Landtages. Nach einer kurzen Einleitung durch Manuel Ley, stimmte Herr Oswald die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einem Inputvortrag in die Thematik der Veranstaltung ein.
Hierbei ging er auf den aktuellen Status Quo der Energiewende und die globalen Entwicklungen in diesem Bereich ein. Durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine hat sich das geopolitische Interessen in Bezug auf die Energiewende deutlich gesteigert. Mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energie soll eine vermeintliche Autonomie Deutschlands angestrebt werden, dies sei nach Aussage von Herr Oswald, so nicht möglich, da Deutschland nicht von Wind- und Wasserkraft alleine Energie produzieren könne. Gerade bei sogenannten Dunkelflauten würde es zu massiven Problemen kommen. Gas war als Brückentechnologie fest eingeplant. Hier werden nun russischen Gaslieferungen durch Lieferung via LNG oder per Pipeline aus Norwegen, den Niederlanden und Frankreich ersetzt. Insgesamt können man nur von einer Stromwende, nicht aber von einer Energiewende, sprechen, da gerade im Bereich der Wärmeerzeugung Öl und Gas noch die tragenden Kräfte seien. Die Ampel-Regierung habe mit dem Osterpaket viel auf den Weg gebracht, jedoch seien die Ziele bis 2030 bzw. 2040 auf Bundes- und Landesebene nur dann zu erreichen, wenn alle Prozesse günstig ablaufen und es zu keinen Problemen kommen würde.
Niedersachsen sei bei der Energiewende das treibende Bundesland, da hier vor Ort ein deutlicher Energieüberschuss im Vergleich zum Verbrauch der Bevölkerung erzeugt wird. Problematisch sei jedoch weiterhin der Transport von Energie in den Süden und die fehlende Möglichkeit der Speicherung. Die Landesregierung bilde mit der Taskforce Energiewende nur einen weiteren Arbeitskreis, so Hüttemeyer, jedoch würden wichtige Entscheidungen vertagt. Es dürfe keine Denkverbote bei der Lösung der Energiekrise geben und auch über Atomkraft und Fracking müssen ideologiefrei diskutiert werden, so der Abgeordnete.
In der regen Diskussion mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmer ging es dann um mögliche Zukunftsperspektiven, bspw. durch die Wasserstoff-Technologie, um den Ausbau von Windparks in den Kommunen und die möglichen Chancen zur Neuansiedlungen von Industrie für das Land Niedersachsen, wenn der Norden weiterhin Vorreiter der Energiewende bleibt.
Niedersachsen ist Dreh- und Angelpunkt der Energiewende, durch das Abschalten des Atommeilers in Lingen, durch den immensen Ausbau der Windkraftanlagen, durch die LNG Terminals in Wilhelmshaven und die Speicherkavernen vor Ort.
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