Islamismus - Publikationen

Unheilvolle Allianzen

Zum Zusammenhang von schwacher Staatlichkeit, internationalem Kokainhandel und islamistischem Terrorismus in Westafrika
Der afrikanische Kontinent steht nicht nur wegen der Flüchtlings- und Migrationskrise zunehmend im Fokus der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik. Insbesondere schwache Staaten in Westafrika erweisen sich als Sicherheitsproblem, weil sie sowohl der organisierten Kriminalität als auch dem islamistischen Terrorismus idealen Nährboden bieten. Isabella Hermann, Auslandsinformationen, 13. Juli 2017 mehr...

Für ein anlassbezogenes Burka-Verbot

Religionsfreiheit und Integrationsnotwendigkeit gleichermaßen gerecht werden
Bei der Debatte um die Vollverschleierung gilt es, abseits aller Emotionen nüchtern die Fakten und rechtlichen Möglichkeiten zu bewerten. Innenminister Thomas de Maizière weist zu Recht darauf hin, dass es dem Freiheitsverständnis des Grundgesetzes widerspricht, alles zu verbieten, was uns nicht gefällt. Andererseits gibt es keine unbeschränkte Freiheit: Grenzen setzen der Respekt vor der Freiheit des Anderen und die Akzeptanz der Grundlagen unserer freiheitlichen Demokratie. Stephan Eisel, 23. Aug. 2016 mehr...

„Aufklärung“ des Islams?!

Der Islam und die Muslime erleben angesichts westlicher Stärke eine Sinnkrise. Es ist im Interesse der Muslime, eine historisch-kritische Koranexegese voranzutreiben, um sich von gewaltlegitimierenden Aussagen in islamischen Texten abgrenzen zu können. Aufklärerische Islamkritik sollte zu einem festen Bestandteil des muslimischen Bewusstseins werden. ERSCHEINT AUSSCHLIESSLICH ONLINE! Abdel-Hakim Ourghi, Analysen und Argumente, 6. Juli 2016 mehr...

Banditen oder Terroristen?

Die Abu Sayyaf-Gruppe zwischen wirtschaftlichen Interessen und religiösen Idealen
Seit Ende der 1990er Jahre wird die Abu Sayyaf-Gruppe vom Außenministerium der Vereinigten Staaten als terroristische Organisation im Ausland geführt und noch im September 2015 wurde sie von einem philippinischen Gericht als Terrororganisation eingestuft. Wiederholt hat die Gruppe selbst auf Verbindungen zu al-Qaida und dem IS verwiesen. Trotzdem plädiert der Beitrag dafür, das Label „islamistische Terrororganisation“ nicht leichtfertig zu vergeben und sich stattdessen genauer mit der komplexen Gemengelage vor Ort auseinanderzusetzen. Benedikt Seemann, Auslandsinformationen, 4. Apr. 2016 mehr...

Von der Protestbewegung zum Terrorismus

Entstehung und Ziele von Boko Haram
In der Berichterstattung westlicher Medien haben die Gewalttaten von Boko Haram große Beachtung gefunden. Trotzdem ist wenig über die Entstehung der Gruppe, ihre Ideologie und Ziele bekannt. Der vorliegende Beitrag will diese Lücke schließen und setzt sich darüber hinaus mit der Frage nach der richtigen Strategie im Umgang mit den afrikanischen Dschihadisten auseinander. Bakary Sambe, Auslandsinformationen, 4. Apr. 2016 mehr...

Vom lokalen Akteur zur globalen Bedrohung

Der sogenannte Islamische Staat (IS) im Irak und Syrien
Die politischen Rahmenbedingungen und die Sicherheitslage in der Levante haben sich mit Syrien und dem Irak als Krisenzentren seit 2011 dramatisch verschlechtert. Das drohende Übergreifen der Konflikte auf die Nachbarländer hat sich in Ansätzen bereits vollzogen. Der sogenannte Islamische Staat (IS) und ähnliche militante islamistische Gruppen stellen als Terrororganisationen mit internationaler Reichweite und als involvierte Konfliktparteien und Profiteure des Syrien-Konflikts auch langfristig eine zentrale Herausforderung für die internationale Gemeinschaft dar. Malte Gaier, Auslandsinformationen, 4. Apr. 2016 mehr...

Dschihad statt Demokratie?

Tunesiens marginalisierte Jugend und der islamistische Terror
Vor fünf Jahren brachten die Tunesier unter dem Motto „Arbeit, Freiheit, Würde“ ihr autoritäres Regime zu Fall. Sie lösten damit Protestwellen und Veränderungsprozesse in der ganzen arabischen Welt aus, von deren Folgen auch Europa betroffen ist. Als einzigem Land der Region gelang Tunesien seither ein demokratischer Wandel. Doch dieser ist zunehmend bedroht durch die Radikalisierung einer Jugend, die sich ausgeschlossen fühlt vom Leben ihres Landes. Für manche perspektivlose junge Tunesier wird der „Dschihad“ – zu Hause oder im Ausland – zu einer vermeintlich verlockenden Alternative. Edmund Ratka, Marie-Christine Roux, Auslandsinformationen, 4. Apr. 2016 mehr...

Die Rückkehr der Terror-Touristen

Foreign Terrorist Fighters als Herausforderung für Deutschland und Europa
Mit den Terroranschlägen von Paris und Brüssel ist ein Szenario Wirklichkeit geworden, vor dem Sicherheitsbehörden seit langem warnen: Europäische Staatsbürger, die in Kriegsregionen ausgereist sind, um beispielsweise in Syrien für den sogenannten Islamischen Staat (IS) zu kämpfen, kehren nach Europa zurück, um dort Anschläge zu verüben. Der Beitrag beschäftigt sich mit den Ursachen des Phänomens Foreign Terrorist Fighters (FTF) und fragt, wie Deutschland und Europa der Herausforderung am besten begegnen können. Kristina Eichhorst, Auslandsinformationen, 4. Apr. 2016 mehr...

Islamistischen Gruppen geht es um Superlative

Nach den Terrorakten von Paris
Westliche Gesellschaften müssen sich darauf einstellen, dass Jihadisten immer spektakulärere Anschläge planen, sagt Islamwissenschafter Thomas Volk von der Konrad-Adenauer-Stiftung. 16. Nov. 2015 mehr...

Wie der „Islamische Staat” in Deutschland Kämpfer rekrutiert

Ansätze für eine erfolgreiche Islamismusprävention
In Deutschland leben über 7.000 Salafisten. Mehr als 700 Personen sind aus Deutschland in das „IS”-Gebiet ausgereist. Die Zahl der „IS”-Rückkehrer steigt weiter an. Ein abgestimmtes Programm zur Islamismus-Prävention ist wichtig. Eine historisch-kritischen Koranexegese, der Ausbau von Islamunterricht, die Ausweitung von Deutsch als Predigtsprache in Moscheen, verstärkter Einsatz von muslimischen Seelsorgern und Bereitstellung jugendgerechter Internetseiten eines reflektierten Islams können der alarmierenden Tendenz einer zunehmenden islamistischen Radikalisierung Einhalt gebieten. Thomas Volk, Analysen und Argumente, 7. Okt. 2015 mehr...