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Mitte-rechts – Ein Blick auf christdemokratische und konservative Parteien weltweit

Mitte-rechts-Parteien stehen weltweit unter Druck – insbesondere durch rechtspopulistische Herausforderer. In dieser Ausgabe ordnen wir die deutsche Debatte über den Umgang mit Rechtsaußenparteien in einen internationalen Kontext ein und zeigen, wie konservative und christdemokratische Kräfte in Europa, Lateinamerika, Afrika und Asien auf neue politische Dynamiken reagieren. Welche Strategien funktionieren – Abgrenzung, Kooperation oder ein klarer eigener Kurs? Und was bedeutet das für die Zukunft demokratischer Mitte-rechts-Politik?

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Inhalt

Mitte-rechts – Ein Blick auf christdemokratische und konservative Parteien weltweit

  • Editorial der Ausgabe: „Mitte-rechts“

    In vielen europäischen und internationalen Demokratien stehen Mitte-rechts-Parteien unter wachsendem Druck durch rechtspopulistische Kräfte. Wer fordert christdemokratische und konservative Parteien in Europa und darüber hinaus heraus – und mit welchen Strategien reagieren sie darauf? Internationale Beispiele zeigen, dass rechtspopulistische Herausforderungen vielfältig sind und sich weder durch bloße Abgrenzung noch durch Einbindung allein bewältigen lassen. Erfolgreich sind Mitte-rechts-Parteien vor allem dann, wenn sie ein klares Profil entwickeln und überzeugende Antworten auf gesellschaftliche Herausforderungen geben.

    von Caroline Kanter

  • „Wir haben unsere Seismografen in aller Welt.“

    Ein Interview mit Caroline Kanter

    Europas Rolle in einer zunehmend unberechenbaren Welt steht auf dem Prüfstand: Caroline Kanter, Leiterin der Europäischen und Internationalen Zusammenarbeit der Konrad-Adenauer-Stiftung, über veränderte transatlantische Beziehungen, die Notwendigkeit neuer Partnerschaften, die geopolitischen Hausaufgaben der EU – und den Beitrag, den die Stiftung dank ihrer weltweiten Präsenz leisten kann. Welche geopolitischen Chancen und Risiken sieht sie für die EU, und wie kann Europa verlorenes Vertrauen zurückgewinnen?

    von Sören Soika, Magdalena Falkner

  • Überlegungen zum Umgang mit Rechtsaußenparteien in Europa

    Tür auf oder Tür zu?

    Der Aufstieg rechtspopulistischer Parteien verändert die politischen Kräfteverhältnisse in Europa grundlegend und stellt Mitte-rechts-Parteien vor die schwierige Frage nach dem richtigen Umgang. Zugleich zeigt sich: Rechtsaußenparteien unterscheiden sich deutlich in Programmatik und politischen Haltungen – etwa zur EU, zu Russland und zum Rechtsstaat. Pauschale Strategien greifen daher zu kurz. Welche Handlungsspielräume bleiben der politischen Mitte, um unter diesen Bedingungen dauerhaft politisch zu bestehen?

    von Sebastian Enskat

  • Der zunehmende Erfolg der Rechtspopulisten legt in Rumänien demokratische Defizite bloß

    Vertrauenskrise und ratlose Mitte

    Rumäniens annullierte Präsidentschaftswahl 2024 und der Aufstieg der rechtspopulistischen AUR spiegeln eine tiefgreifende politische und gesellschaftliche Krise wider, in der historische Wunden durch die Securitate, aktuelle soziale Spannungen und manipulative Social-Media-Kampagnen untrennbar miteinander verwoben sind. Gleichzeitig verschieben soziale Bruchlinien und eine politisierte Diaspora das Kräftefeld immer weiter an den Rand. Welche Schritte können die etablierten Parteien gehen, um angesichts dieser schleichenden Erosion der Demokratie verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen?

    von Stefan Hofmann, Mihai Marc

  • Lateinamerikas Parteienlandschaft rückt nach rechts

    Polarisierung, Populismus, Pragmatismus

    In Lateinamerika haben enttäuschte Erwartungen an die politische Linke und selbstverschuldete Regierungskrisen einen tiefgreifenden politischen Wandel begünstigt. Konservative, libertäre und rechtspopulistische Kräfte gewinnen zunehmend Wahlen, indem sie auf Sicherheit, wirtschaftliche Reformen und einen konfrontativen Stil gegenüber den Eliten setzen. Doch steht die Region vor einer dauerhaften konservativen Wende oder nur vor der nächsten politischen Pendelbewegung? Und wie können sich bürgerliche Mitte-rechts-Parteien im Wettbewerb mit radikaleren Kräften behaupten?

    von Henning Suhr

  • Polarisierung und die politische Mitte in Japan

    Wie der Liberaldemokratischen Partei das Comeback gelang

    In Japan erzielte die Liberaldemokratische Partei bei den Unterhauswahlen 2026 mit einer neuen rechtskonservativen Ausrichtung unter Sanae Takaichi, wirtschaftspolitischen Reformversprechen und im Wettbewerb mit populistischen Kräften das beste Wahlergebnis ihrer Geschichte und eine überwältigende Parlamentsmehrheit. Doch was sagt dieser Wahlerfolg über die politische Mitte, die Rolle neuer rechter Parteien und die Erwartungen der Wähler aus?

    von Paul Linnarz

  • Die Herausforderungen der Polarisierung für die konservative Seite der südkoreanischen Politik

    Ein K-Drama in Endlosschleife

    Südkorea gilt als stabile Demokratie – doch gesellschaftliche Polarisierung, wirtschaftlicher Druck und parteipolitische Machtkämpfe verschärfen die Spannungen im Land. Insbesondere das konservative Lager steckt in einer schweren Identitäts- und Führungskrise. Welche Unterschiede bestehen zwischen dem südkoreanischen und dem deutschen Parteiensystem – und was können wir daraus lernen?

    von Henrik Braun

  • Südafrikas fragile politische Mitte

    Zwischen Spaltung und Populismus

    Zwischen wachsendem Populismus, sozialer Ungleichheit und einem zunehmend zersplitterten Parteiensystem ringt Südafrikas politische Mitte um Orientierung. Die Democratic Alliance besitzt zwar das Potenzial zur Catch-all-Partei, die Wählerschichten jenseits klassischer Klassen- und Milieugrenzen ansprechen kann. Doch welche Strategien werden benötigt, um das Mitte-rechts-Lager mehrheitsfähig zu machen?

    von Gregor Jaecke, Christoph Wiedenroth

  • Wie können sich Mitte-rechts-Parteien in Afrika behaupten?

    Ein Blick auf die Democracy Union of Africa

    Inmitten des Rückzugs westlicher Partner, des wachsenden Einflusses autoritärer Mächte und der Dominanz linker Parteien suchen Afrikas Mitte-rechts-Parteien nach neuer Orientierung. Trotz Repression und Wahlmanipulationen fordern Bürgerinnen und Bürger – allen voran die Generation Z – unermüdlich Freiheit, Transparenz und politische Teilhabe. Für die bürgerlich-konservativen Kräfte stellt sich damit die drängende Frage nach glaubwürdigen Antworten. Welche Rolle spielt dabei die Democracy Union of Africa – und hat sie das Potenzial, das konservative Lager politisch neu zu beleben?

    von Holger Dix, Henri Bohnet

  • Marokkos politische Mitte in einem hybriden System

    Zwischen Parteienpluralismus und monarchischer Einflussnahme

    Demokratische Institutionen existieren in Marokko – doch die politische Macht liegt weiterhin stark beim Königshaus. In einem Spannungsfeld zwischen monarchischer Vorherrschaft und den Forderungen der „Generation Z 212“ nach echter Mitbestimmung versuchen sich Marokkos Mitte-rechts-Parteien zu behaupten. Wie viel Einfluss haben sie tatsächlich? Gelingt es den bürgerlichen Kräften, das Vertrauen der Jugend zurückzugewinnen – und was steht bei den Parlamentswahlen 2026 auf dem Spiel?

    von Steven Höfner

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Über diese Reihe

Die Auslandsinformationen (Ai) sind die Zeitschrift der Konrad-Adenauer-Stiftung für Internationale Politik. Sie bieten politische Analysen unserer Expertinnen und Experten in Berlin und aus mehr als 100 Auslandsbüros in allen Weltregionen. Gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

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Herausgeber

Caroline Kanter

ISBN

0177-7521

Benjamin Gaul
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Leiter der Abteilung Auslandsinformationen und Kommunikation
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Dr. Sören Soika

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Chefredakteur Auslandsinformationen (Ai)
soeren.soika@kas.de +49 30 26996 3388
Rana Taskoparan
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Referentin Kommunikation und Vermarktung
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