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agsandrew / smarterpix

Hybride Ideologien: Warum Extremismus neue Kategorien und Präventionsansätze erfordert

Zwischen Verschwörungsideologien, Extremismus und Gewalt – Hybride Weltbilder verändern Radikalisierungsprozesse und Sicherheitsanforderungen

Extremistische Gewalt verändert sich: Ideologien vermischen sich, klassische Kategorien verlieren an Trennschärfe und neue hybride Milieus entstehen. Der Artikel untersucht, wie Brückennarrative unterschiedliche extremistische Strömungen verbinden und welche Herausforderungen daraus für Sicherheitsbehörden, Forschung und Prävention entstehen. Er zeigt auf, warum phänomenübergreifende Analyseansätze und flexible Präventionsstrukturen notwendig sind, um zukünftige Radikalisierungsdynamiken frühzeitig zu erkennen.

IMAGO

17. Oktober: Frankreichs Wutausbruch

Gewalt, Staat und Wahlkampf

Die Ereignisse des 17. Oktober 2026 markieren einen Einschnitt in der politischen Debatte Frankreichs wenige Monate vor der Präsidentschaftswahl 2027. Während die Proteste ursprünglich auf soziale und wirtschaftliche Missstände aufmerksam machen sollten, bestimmen inzwischen die Ausschreitungen und ihre Folgen die politische Auseinandersetzung. Im Mittelpunkt stehen drei eng miteinander verbundene Fragen: die Ursachen und Träger der Gewalt, die von Regierung und Sicherheitsbehörden selbst eingeräumten Defizite bei Antizipation und Lagekontrolle sowie die politische Instrumentalisierung der Ereignisse im Vorfeld der Präsidentschaftswahl. Die Debatte dreht sich damit längst nicht mehr nur um die Verantwortung der Gewalttäter, sondern ebenso um die Handlungsfähigkeit des Staates und die politische Deutung der Krise.

IMAGO / CTK Photo

Wahlen in Tschechien

Die Kommunal- und Senatswahlen in Tschechien am 9./10. und 16./17. Oktober 2026: ein Erfolg für die Parteien der bürgerlichen Mitte

Ein Jahr nach der Parlamentswahl waren die Kommunal- und Senatswahlen der erste landesweite Stimmungstest für die Regierung von Premierminister Andrej Babiš. Doch die Partei des Premiers, ANO, konnte den Erfolg bei den Wahlen in den Gemeinden und im Senat nicht wiederholen. Diese Wahlen waren weniger durch außenpolitische oder soziale Fragen, die die Parlamentswahl dominiert hatten, geprägt, sondern durch Persönlichkeiten, lokale Bündnisse und Anliegen sowie durch die konkrete Arbeit von Parteien und Politikern vor Ort.

IMAGO / Richard Wareham

Neuseeland vor der Wahl 2026

Politische Fragmentierung und Koalitionsoptionen

Am 21. Januar 2026 kündigte Premierminister Christopher Luxon an, dass die Parlamentswahlen in Neuseeland am 7. November stattfinden – nach drei Jahren unter einer von der National Party geführten Regierung, die in einer Koalition mit der ACT New Zealand Party (unter der Führung von Vize-Premierminister David Seymour) sowie der New Zealand First Party (unter der Führung von Außenminister Winston Peters) regierte.[i]

Trust and Transformation: A Tall Order for the UN in its 81st Year

Country Report

In an era marked by geopolitical rivalry and fragmentation, can the United Nations rebuild the necessary trust and legitimacy to meet its potential?

IMAGO / Winfried Rothermel

Wo Amerika wirklich entscheidet

Die politische Geografie der U.S. Midterms 2026

435 Sitze im Repräsentantenhaus, 35 Senatswahlen und viele weitere lokale und regionale Wahlen, dennoch dürfte sich die Kontrolle über den Kongress am 3. November in nur wenigen Bundesstaaten und Wahlkreisen entscheiden. Die Midterms 2026 werden von nationalen Themen geprägt, doch ihre Auswirkungen werden höchst unterschiedlich auf der amerikanischen Wahlkarte sichtbar. Während im Senat eine kleine Gruppe von Bundesstaaten über die Mehrheit entscheidet, konzentriert sich der Wettbewerb im Repräsentantenhaus auf wenige Dutzend Congressional Districts. Darüber hinaus verschiebt sich die politische Geografie weiter: Ehemals demokratisch geprägte Industriegebiete wählen republikanischer, wachsende Vorstädte teilweise demokratischer und die noch 2024 viel diskutierten Zugewinne Donald Trumps unter Hispanic voters und Nichtwählern erweisen sich nicht überall als stabil. Wer verstehen will, wer den Kongress künftig kontrolliert, muss deshalb nicht nur darauf schauen, wie Amerika wählt, sondern vor allem wo.

Wikipedia CC BY-SA 3.0

Bosnien und Herzegowina hat gewählt und bleibt in den Verhältnissen gefangen

Das parteipolitische Machtgefüge wurde bestätigt, allerdings mit einigen Verschiebungen

Am 4. Oktober 2026 fanden die alle vier Jahre wiederkehrenden Wahlen in Bosnien und Herzegowina (BiH) statt. Entschieden wurde über die Staatspräsidentschaft, die aus drei Personen besteht, über die Parlamente auf gesamtstaatlicher Ebene, in den zwei Entitäten/Teilrepubliken – der Föderation BiH und der Republika Srpska (RS) – sowie in den zehn Kantonen der Föderation und über den Präsidenten der RS.

IMAGO / Pond5 Images

Mongolischer Präsident Khurelsukh besucht Deutschland

Wichtige Investition in eine gute „Drittnachbarschaft“

Der Staatspräsident der Mongolei, Khurelsukh Ukhnaa, reist vom 19. bis 22. Oktober nach Deutschland. Auch wenn die Mongolei ein weit entferntes und bevölkerungsmäßig kleines Land ist, ist dieser Besuch für beide Seiten relevant. Die Mongolei sieht in Deutschland einen bevorzugten Partner, um ihren Handlungsspielraum zwischen ihren beiden großen Nachbarn Russland und China zu bewahren – „Drittnachbarschaftspolitik“ nennt man das in Ulaanbaatar. Und auch Deutschland ist bestrebt, in einem unsicheren internationalen Umfeld globale Partner zu gewinnen und zu halten, die Werte und Interessen mit uns teilen. Die Mongolei ist ein solcher Partner. Gemeinsame Interessen bestehen nicht zuletzt mit Blick auf eine regelbasierte internationale Ordnung und die Zusammenarbeit im Rohstoffbereich, wo es in der Praxis allerdings große Schwierigkeiten gibt. Innenpolitisch steht die Mongolei vor einer Präsidentschaftswahl 2027 und den Parlamentswahlen 2028, deren Ausgang offen ist.

IMAGO / Xinhua

Chinas „Space Silk Road“ – Weltraumpartnerschaften in Afrika

Sicherheitspolitische Implikationen für Europa und Deutschland

Afrika rückt zunehmend in den Fokus chinesischer Weltraumaktivitäten. China plant, finanziert und baut dort Satelliten, Bodenstationen und Weltraumbahnhöfe, die sowohl für zivile als auch für militärische Zwecke genutzt werden können. Dabei werden möglicherweise neue technologische Abhängigkeiten geschaffen, die China potenziell nutzen kann. Vor diesem Hintergrund beleuchtet der Beitrag die strategische Bedeutung Afrikas für Chinas militärische Weltraumambitionen und zeigt Risiken sowie Handlungsmöglichkeiten für Deutschland und Europa auf.

IMAGO / Xinhua

Parlamentswahlen in Lettland 2026

Mitte-rechts Parteien erhalten den Regierungsauftrag, Rechtspopulisten werden gestärkt

Am 3. Oktober hat Lettland die 15. Saeima, das Parlament des Landes, gewählt. Insgesamt waren in den fünf Wahlkreisen Lettlands Riga, Vidzeme, Latgale, Kurzeme und Zemgale über 1,5 Millionen Menschen wahlberechtigt. Vierzehn Parteilisten traten mit 1.428 Kandidatinnen und Kandidaten für 100 Sitze an. Das Wahlergebnis brachte einen eindeutigen Sieger hervor: Die United List (APVIENOTAIS SARAKSTS) von Andris Kulbergs erhielt 35,3 % der Stimmen bzw. 41 Sitze – ein deutlicher Anstieg gegenüber den 15 Sitzen, die sie 2022 errungen hatte. Es folgten die Rechtspopulisten Latvia First (LATVIJA PIRMAJĀ VIETĀ) mit 13,1 % und Sovereign Power / Alliance of Young Latvians (Suverēnā Vara / Apvienība Jaunlatvieši, SV / AJ) mit 11,7 %, die nationalkonservative National Alliance (Nacionālā apvienība) mit 8,9 %, die (sozialdemokratischen) Progressives (PROGRESĪVIE) mit 7,9 % sowie die EVP-Partei New Unity (Jaunā VIENOTĪBA) mit 6,5 %. Damit ziehen sechs politische Kräfte in die neue Saeima ein. Die Wahl fand vor einem angespannten internationalen und innenpolitischen Hintergrund statt. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert an. Gleichzeitig sieht sich Lettland einem hybriden Druck ausgesetzt, der von der Instrumentalisierung von Migration an der Grenze zu Belarus über Cyberbedrohungen bis hin zu wiederholten Verletzungen des lettischen Luftraums durch Drohnen reicht. Während der 14. Legislaturperiode nach 2022 hatte das Land drei Regierungen unter den Ministerpräsidenten Krišjānis Kariņš, Evika Siliņa, und Andris Kulbergs seit Mai 2026. Dieser übernahm das Amt somit wenige Monate vor der Wahl.

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