Veranstaltungsberichte

„DipuDatos“

Ein Werkzeug der Demokratie

Die Konrad-Adenauer-Stiftung Argentinien e.V. und die Asociación Civíl Universo Ágora entwickelten zusammen ein neues Instrument der Informationserfassung. Dieses wurde nun erstmals Politikern und Beratern von Abgeordneten vorgestellt.

„In einem Land wie Argentinien, das Diktaturen und Unterdrückungen durchlebt hat, ist es wichtig, eine solide demokratische Grundlage zu schaffen. Die Etablierung einer stetigen Kontrolle ist dabei ein unumgänglicher Faktor“, so die Einleitung des Informationsschreibens zu „DipuDatos“. Es handelt sich dabei um ein neuartiges Instrument zur Informationserfassung, das von der Konrad-Adenauer-Stiftung Argentinien e.V. und der Asociación Civíl Universo Ágora entwickelt wurde. Auf einer Internetplattform soll rund um die Uhr über Prozesse und Entscheidungen von Parlamentsabgeordneten informiert werden. Dadurch sollen Privatpersonen einen besseren Einblick in das politische Geschehen erhalten und die Kontrolle von Dritten gestärkt werden. Nicolás Yacoy von Asociación Civíl Universo Ágora, stellte nun erstmals das neue Projekt vor.

Im kleinen Kreis von gewählten Gästen, darunter Politiker und Berater von Abgeordneten, erklärte er die Grundlagen und den Aufbau von DipuDatos. „Welche Meinung haben die Bürger? Von was berichten die Medien? Was macht der Nationalkongress im Augenblick? Aber vor allem: Wie können wir die Demokratie im Land stärken? Mit diesen Fragen im Hinterkopf haben wir das Projekt „DipuDatos“ entwickelt“, erklärte der Experte und projektierte beispielhaft ein Bild an die Wand, das die künftige Internetseite zeigte. Darauf konnte man das Profil eines Abgeordneten sehen. Auf einen Blick war sichtbar, welchem Block er angehört, in welchem Bezirk er aktiv ist, seit wann er sein Amt ausübt und wie man mit ihm per Mail in Kontakt treten kann. Des Weiteren waren Schaubilder und Tabellen abrufbar, die seine Aktivität in Projekten, sein Abstimmungsverhalten, die Teilnahme an Veranstaltungen und sein Wahlverhalten in innerparteilichen Entscheidungen dokumentierten. „Zukünftig wollen wir das Projekt noch weiter ausbauen. Gesetzesvorschläge sollen auf ihrem Weg durch die einzelnen Rechtsschritte verfolgt werden können“, erklärte der Experte.

Im Hinblick auf die Arbeit im Abgeordnetenhaus diene die Plattform als Reflexion von Parlamentsangelegenheiten. Die Informationen, die auf der Plattform erarbeitet und bereitgestellt werden, seien jedoch hauptsächlich an die Öffentlichkeit gerichtet. Mit wenigen Klicken habe man einen Überblick über das politische Profil eines Abgeordneten und dessen Wirken und Abstimmverhalten in politischen Angelegenheiten. Außerdem könne man sich über die Tendenzen der einzelnen Blöcke ein Bild machen. Die Informationen sollen in den Medien und sozialen Netzwerken verbreitet werden und so Denkanstöße geben und den öffentlichen Meinungsaustausch zu fördern.

Aus dem Publikum kamen durchweg positive Rückmeldungen bezüglich des Systems. „Ich finde diese neue Internetplattform super. Innerhalb von Sekunden hat man alle Informationen die man braucht. „DipuDatos“ sorgt für eine unglaubliche Transparenz im Hinblick auf Parlamentshandlungen und die Leistung der Abgeordneten. Nichts im Vergleich zu den Internetprofilen der Parlamentarier, auf denen man stundenlang nach Informationen suchen muss“, so eine Stimme aus dem Publikum. Ein anderer Interessierter wollte wissen, wie die Daten den Weg ins Netz finden würden. „Eine Maschine lädt die Daten hoch. Damit sind die Informationen unverfälscht und brandaktuell“, erklärte der Experte.

Bei der Vorstellung handelte es sich um eine Vorpräsentation. Bald soll „DipuDatos“ auch der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Ansprechpartner

Olaf Jacob

Olaf Jacob

Leiter des Auslandsbüros Argentinien

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