Veranstaltungsberichte

„Wir sind was wir tun"

Die Dimensionen des Umweltschutzes in der Unternehmensverantwortung

Die Konrad-Adenauer-Stiftung Argentinien e.V., die Asociación Civil Estudios Populares (ACEP), Global Compact, das Foro Ambiental und die Universidad de Ciencias Empresariales y Sociales (UCES) luden am 21. November 2013 zu einem Seminar über „Die Dimensionen des Umweltschutzes in der Unternehmensverantwortung: Aktuelle und zukünftige Herausforderungen“ ein. Das Seminar war Teil der Vortragsreihe zu sozialer Unternehmensverantwortung.

Am Donnerstagabend fand sich in den Räumen der UCES ein bunt gemischtes Publikum ein, um den Vortägen von Mauricio Lisa, Direktor des Instituts für Umwelt- und Sozialpolitik von der Asociación Civil Estudios Populares (ACEP), und Conrado Gastón Laigle, Direktor für Internationale Beziehungen bei ACEP, zu lauschen.

Mauricio Lisa ist einer der Autoren des Buches „Beitrag zur regionalen und ökologischen Unternehmensführung“. In seinem Vortrag orientierte er sich inhaltlich an diesem Buch, das er selbst als „Ratgeber durch die Welt des Umweltschutzes“ bezeichnete. „Die Zeit der Globalisierung ist die Zeit der Unmittelbarkeit“, stieg er in die Materie ein. Unsere immer schneller werdende Gesellschaft stelle uns vor Herausforderungen. Eine der größten Herausforderungen sieht Lisa in der Bekämpfung der Armut und im Umweltschutz. „Die Wirtschaft und Finanzwelt macht eine rapide Entwicklung durch. Diese kann mit dem Beheben von sozialen und ökologischen Problemen nicht Schritt halten.“ Er appellierte daher an ein verantwortungsbewusstes Wirtschaften und ein ökologisch nachhaltiges Handeln. Dabei sei es wichtig, langfristig etwas zu verändern. „Die Akteure der Globalisierung sind Staat, Gesellschaft und Wirtschaftsmarkt. Trotzdem hat jeder eine Eigenverantwortung, den Problemen unserer Gesellschaft entgegenzuwirken. Somos lo que hacemos – Wir sind was wir tun.", so der Umweltexperte.

Der Experte sieht die Lösung des Umweltproblems und der wachsenden Armut in einem Umdenken der Gesellschaft. „Starre Gesetze mit flexibler Einhaltung?“ Das sei für Mauricio Lisa keine Lösung. Initiative ergreifen und Verantwortung übernehmen, laute die Devise.

Im Anschluss kam Conrado Gastón Laigle auf Diagnosen und Zukunftsprognosen des Umweltschutzes zu sprechen. „Nicht nur in Afrika und Südostasien sind Umweltprobleme zu verzeichnen. Es fängt schon vor unserer Haustüre an“, so der Umweltexperte. Mit einem Video, das dem Publikum den Wandel unserer Gesellschaft vor Augen führen sollte, kam er auf die Probleme in Megametropolen, allen voran Buenos Aires, zu sprechen. Eine unbezwingbare Müllproduktion, Hyperkonsum, zunehmender Verkehr und die Schere zwischen Arm und Reich seien nur wenige der zu bezwingenden Probleme. Grund dafür seien mitunter Individualismus und Ignoranz. „Wir müssen lernen, Prioritäten zu setzten“, so der Experte, „Unsere Prioritäten sollten unsere Kinder sein – und unseren Kindern hinterlassen wir diesen Planeten“.

Wissbegierig suchte das Publikum nach dem Vortrag den Dialog mit den Experten. Auch von der ausliegenden Publikation der Konrad-Adenauer-Stiftung „Beitrag zur regionalen und ökologischen Unternehmensführung“ von Mauricio Lisa und Darío Zeballos, zeigten sich die Teilnehmer sehr angetan.