Veranstaltungsberichte

Soziale Woche in Mar del Plata

Semana Social 2016 en Mar del Plata

Vom 20. bis 22. Mai 2016 fand in der Hafenstadt Mar del Plata die Soziale Woche der Katholischen Kirche in Argentinien statt. Diese wurde unter anderem von der Konrad-Adenauer-Stiftung unterstützt. Es nahmen zivilgesellschaftliche Organisationen, Gewerkschaften, politische und kirchliche Führungspersönlichkeiten sowie interessierte Gläubige teil. Die bischöfliche Pastoralkommission lud zu einer Pressekonferenz ein und organisierte Debatten sowie Gesprächsrunden von Führungskräften der verschiedenen Sektoren.

Mons. Jorge Lozano, Bischof von Gualguachú und Präsident der bischöflichen Pastoralkommission, eröffnete die Soziale Woche mit einem kurzen Grußwort. Dieses Jahr stand sie unter dem Motto „Wir wollen eine Nation sein. Wir müssen uns das Vaterland zu Herzen nehmen“. Mons. Lozano rief die Anwesenden dazu auf, sich für das Gemeinwohl einzusetzen. Anschließend wurde für den Frieden und Dialog gebetet. Die Gouverneurin der Provinz Buenos Aires, María Eugenia Vidal (PRO), hielt fest, dass es vor allem in schwierigen Momenten wichtig sei, mit Hoffnung und Willensstärke verantwortungsbewusst für das Land zu arbeiten. „Es schmerzt uns sehr, dass es nicht allen Familien gut geht“, bezeugte sie. Des Weiteren betonte Vidal, dass sich die Regierung für eine bessere Infrastruktur und sozialen Frieden einsetze.

Im Anschluss wurde die Fotoausstellung “Begegnung mit Papst Franziskus“ des Fotografen Victor Bugge eingeweiht. Ferner stellte Mons. Jorge Casaretto, ehemaliger Bischof von San Isidro und Mitglied der bischöflichen Pastoralkommission, den Bericht „Das 200-jährige Jubiläum: Zeitpunkt der brüderlichen Begegnung zwischen den Argentiniern“ vor. Die erste Sitzung endete mit einem Vortrag von Abel Albino, Präsident der CONIN-Stiftung. Der Stiftungsgründer appellierte die Armut zu bekämpfen. Schließlich sei der größte Schatz eines Landes das Humankapital.

Im zweiten Teil der Sozialen Woche wurde über Armut, Bildung, Gerechtigkeit, Arbeit und Familie debattiert. Weiterhin referierten Führungspersönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft über die Neudefinition der Nation Argentinien. Olaf Jacob, Repräsentant der Konrad-Adenauer-Stiftung, hielt einen kurzen Vortrag im Rahmen der Gesprächsrunde „Zeugnisse der Beiträge zum Nationsein“. Er unterstrich die Bedeutung des Solidaritäts- und Subsidiaritätsprinzips für die Katholische Soziallehre, die evangelische Sozialethik sowie für den christlichen Humanismus. Weiterhin erinnerte er daran, dass die Verantwortung ein Grundinstrument der Regierungsführung sein müsse. Anschließend fand eine Debatte der wichtigsten Gewerkschaftsführer statt. Der zweite Veranstaltungstag endete mit einem fernsehübertragenem Gottesdienst.

Die Abschlussrunde der Sozialen Woche thematisierte die Dialogkultur. Dabei wurden über die aktuellen politischen, ökonomischen und sozialen Herausforderungen mit Hinblick auf die sozial Schwächsten gesprochen. Mons. Casaretto feierte den Abschlussgottesdienst.

Ansprechpartner

Olaf Jacob

Olaf Jacob

Leiter des Auslandsbüros Argentinien

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