Veranstaltungsberichte

Veranstaltungsreihe JPRO-KAS

Das vierte gemeinsame Arbeitsfrühstück mit Vertretern der Jóvenes PRO und der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. in Argentinien fand am 17. September 2014 im Jüdischen Museum von Buenos Aires statt. Unter der Koordination der Abgeordneten Cornelia Schmidt-Liermann diskutierten die Abgeordneten Rabbi Sergio Bergman, Gisela Scaglia und Paula Uhalde mit jungen, politisch aktiven Menschen über die Zukunft der Jugend und die Perspektiven Argentiniens.

Die Abgeordnete der Provinz Santa Fe, Gisela Scaglia, gab einen kurzen Überblick über die Arbeit der Jóvenes PRO, deren aktuelle Situation sowie zukünftige Perspektiven. Dabei betonte sie, dass jeder einzelne Jugendliche eine zentrale Rolle in der Gesellschaft spiele. Sie hinterließ die Botschaft, dass junge Menschen ihre Träume nie aufgeben sollten.

Scaglia ist für die Sonderprojekte Ziviler Aufbau und Kultureller Wandel verantwortlich. Die Ökonomin ermutigte die Jugendlichen zu großen Verwandlungen und zur aktiven Teilnahme und Verantwortungsübernahme in der öffentlichen Politik. Sie betonte auch die Bedeutung von Kommunikation und Teamarbeit.

Besondere Aufmerksamkeit unter den Teilnehmern genoss der Vortrag des Abgeordneten Rabbi Sergio Bergman. Seine Fragen waren nahezu philosophischer Art. Er warf unter anderem die Frage auf, warum die Argentinier eine Verachtung für das Gesetz hätten. Er argumentierte, dass in Argentinien die Gesellschaft keine Grenzen kenne. Wiederum betonte der Rabbi, dass jede Krise und Unsicherheit gleichzeitig eine Chance bedeute. An dieser Stelle sprach er von politischer Reife.

Laut Bergman steht Argentinien vor enormen Herausforderungen. Er schlug zwei Ideen zur Beteiligung vor: Eine basiere auf den Verpflichtungen jedes Einzelnen. Die andere basiere auf der Suche nach Lösungen. Man muss laut Bergman Lösungen vorschlagen, denn Argentinien habe immer mit den gleichen Problemen zu kämpfen. Laut Bergman existiert „zivile Flucht gekoppelt mit geistiger Armut“. Bergman ermutigte die Gesellschaft zur Beteiligung und nicht untätig zu bleiben. Argentinien befinde sich in einer tiefen Wertekrise. Bergman empfiehlt der Jugend, sich auf die Rolle der Parteistrukturen zu konzentrieren. Jeder müsse seinen Platz in der Gesellschaft durch Verantwortung einnehmen. Als Orientierung für diese Generation von Jugendlichen sollte die leitende Frage im Vordergrund stehen, was sie für zukünftige Generationen hinterlassen wolle.