Zunächst begrüßte Olaf Jacob, Leiter des Auslandsbüros der KAS in Argentinien, die Anwesenden und bedankte sich bei den Mitwirkenden der Dokumentation. Dann übergab er das Wort an die Psychologin Lidia Assorati, die gemeinsam mit der KAS Zeitzeugengespräche mit Holocaust-Überlebenden in Schulen und Universitäten organisiert. Sie betonte wie wichtig der gegenseitige Austausch sei, um Ressentiments wie Antisemitismus entgegenzuwirken. Auch die Generalsekretärin der Nichtregierungsorganisation „Generationen der Shoa in Argentinien", Aída Ender, bedankte sich für die Zusammenarbeit und zeigte weitere Facetten der jüdischen Immigration nach Argentinien auf.
Schließlich erklärte die Projektkoordinatorin Carmen Leimann-López, wie das Projekt zustande kam: 2016 begannen Praktikanten der KAS in Buenos Aires Interviews mit den vier Holocaust-Überlebenden Hélène Gutkowski, Myriam Kesler, Micheline Wolanowski und Noelly Talgham, dem Historiker Magister Miguel Alberto Galante und Lidia Assorati aufzunehmen. Aus diesem Material entstand 2018 der finale Film, der am 30. Mai vorgestellt wurde.
Helena Lüer
Themen
Integration und Partizipation durch Quoten?
Einwanderungsgesellschaft im Wandel
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„Viele sind nicht immer kategorisch für eine liberale oder restriktive Politik”