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Zwischen analog und digital

von Mechthild Scholl

Die neue Welt ist hybrid!

Covid hat es uns gelehrt: Abstand, Kontakte auf Distanz, per Telefon und maximal am Bildschirm. Positive Effekte hat dies jedoch durchaus auch: man vermeidet Fahrten, spart CO2 ein und schont das Zeit-Budget. Wie könnte es mit unseren Treffen weiter gehen, wenn wir das Virus halbwegs im Griff haben?

Einen Vorgeschmack gab eine Tagung der KommunalAkademie der Konrad-Adenauer-Stiftung in der Halle König-Ludwig I/II. Zum Thema „Sorgende Gesellschaft“ kamen 70 Teilnehmer digital zusammen und diskutierten lebhaft, wie Ältere möglichst lange am gesellschaftlichen Leben teilhaben können und der Eintritt von Pflegebedürftigkeit hinausgezögert werden kann.

Die Diskutanten saßen z.B. in Dresden, München und Cuxhaven vor ihren laptops und werteten als Vorteil, dass sie die lange Reise nach Recklinghausen nicht auf sich nehmen mussten und damit auch nicht das derzeit noch mit einer Reise verbundene Risiko einer Infektion. Inklusion hat ein solches Vorgehen ebenfalls im Gefolge: manche Teilnehmer waren bereits recht alt, einer erblindet. Auch sie wären vermutlich nicht zum Veranstaltungsort angereist.

Nicht nur die Teilnehmer, auch die entfernt beheimateten Referenten schalteten die Techniker zu, so z.B. aus Graz in Österreich Prof. Dr. Andreas Heller, Lehrstuhl für Palliative Care und Organisationsethik der Karl-Franzens-Universität.

Christoph Kortenjann, Vorstand des Caritasverbandes sowie sechs weitere Referenten aus Recklinghausen kamen „analog“ in der optisch und technisch perfekt ausgestatteten Halle König-Ludwig I/II zusammen.

Sie wurden, im Gegensatz zu einer herkömmlichen Konferenzschaltung per Internet, mit Kamera und Mikrophon in ihrer jeweiligen Interview- und Redesituation aufgenommen. Der vor Ort verantwortliche Videoexperte spielte dies in die Internet-Konferenz ein.

Ein eigens für diesen Zweck tätiger Moderator ließ die Teilnehmer online zu aktuellen Fragen Stellung nehmen oder abstimmen. Die Ergebnisse waren unmittelbar auf den Bildschirmen sichtbar und standen für Kommentare und Diskussionsbeiträge zur Verfügung.

Zwei zeitnah vorher produzierte Videos über RE-Süd und Hillerheide boten dem bundesweit digital zugeschalteten Fachpublikum einen Einblick, wie in Recklinghausen eine Sorgegesellschaft realisiert wird.

In einer derart großen Halle wäre es in Zukunft durchaus möglich, dass sich nicht nur ein Teil der Referenten, sondern auch einige Teilnehmer, soweit gewünscht, „analog“ treffen.

Das Hybride vereint dann die Vorteile von Beidem!

Teilnehmer-Bewertungen:

„Eine ganz tolle Veranstaltung, sowohl die Form als auch der Inhalt. Vielen, vielen Dank an alle!“
​​​​​​​Eva-Maria Werth
​​​​​​​Mitglied des Seniorenbeirats Recklinghausen
per chat

„Insgesamt fand ich die Veranstaltung sehr gelungen! Onlineveranstaltungen sind ja immer eine Herausforderung, aber so professionell wie bei Euch habe ich das selten gesehen.“
​​​​​​​Philipp von Kölln
​​​​​​​Master-Student Köln
​​​​​​​per e-mail