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Internationale Weichenstellungen

Die Präsidentschaftswahlen in Frankreich und Russland in diesem Frühjahr sowie die bevorstehende Wahlenentscheidung in den USA haben auf das europa- und weltpolitische Machtgefüge einen erheblichen Einfluss. Die Politische Meinung geht im Juni mit ihrem Schwerpunkt „Internationale Weichenstellungen“ den jeweiligen innenpolitischen Faktoren des Wandels beziehungsweise des Beharrens nach und versucht ihre internationalen Konsequenzen auszuloten. Zu der prekären Situation Griechenlands und den dort bevorstehenden Neuahlen nimmt das Editorial Stellung.Diesen Analysen und Prognosen folgt die Rubrik „Entwicklungszusammenarbeit global“ mit Rückblicken auf die Entstehung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in den späten 50er Jahren und die jetzt 50jährige Geschichte der internationalen Arbeit der Konrad-Adenauer-Stiftung.„Geist und Moral“ thematisiert die steigende Bedeutung ethischer Korrektive in Führungsrollen und das phantasievolle, jedoch nicht unproblematische literarische Erbe Karl Mays 100 Jahre nach seinem Tod.

Bürgerverantwortung und Partizipation

Was hat das Vertrauen der Bürger in die demokratischen Institutionen erschüttert und wie ist weiteren Zerwürfnissen zu begegnen? Welches Verständnis von politischer Teilhabe und Verantwortung trägt noch in der Bundesrepublik, muss neu errungen werden und wo liegen die Frustrationsgefahren? So fragen die Autoren der Maiausgabe der Politischen Meinung, um Antworten aus parlamentarischer, juristischer, praktisch-mediativer, historischer und parteipolitischer Perspektive zu entwickeln. Dabei wird auch die Rolle des Internet kritisch bewertet. Die Rubrik "Europäische Krise und deutsche Fragen" lässt den Vorsitzenden der Eurogruppe, Jean-Claude Juncker, in einem ausführlichen Interview zu Wort kommen. Ihm folgen eine ebenso unterhaltsame wie aufschlussreiche Schilderung des Verhältnisses von Politischer Kommunikation und Medien seit Konrad Adenauer und eine scharfe Analyse der religionspolitischen Ziele der Piratenpartei. Der 80. Geburtstag Gabriele Wohmanns steht bevor: Ihrem Werk und ihrer Person widmet sich das Portrait einer Schriftstellerin, für die sowohl das Schreiben als auch das Nicht-Schreiben "eine Krankheit" ist.Weitere Beiträge dieser Ausgabe sind ab 4. Mai 2012 online verfügbar.

Ursachen von Gewalt und Wege zur Prävention

Zu diesem Thema kommen in der April-Ausgabe der Zeitschrift „Die politische Meinung“ Soziologen, Kriminalpsychologen, Juristen und Journalisten zu Wort. Sie ringen um Antworten auf die Fragen, was insbesondere junge Männer in verschiedenen – auch muslimischen – Milieus zu Gewalttaten motiviert, ob die gesetzlichen Grundlagen zur Bekämpfung ausreichen und inwiefern ein verstehender Ansatz Erfolg verspricht. Der bekannte Jugendrichter Andreas Müller stellt sich in einem Interview den Fragen der Politischen Meinung. Außerdem wird das Phänomen des Amoklaufs anhand des jüngsten Buches von Ines Geipel analysiert. Ein Kommentar zu den Gewalttaten von Toulouse ergänzt den Schwerpunkt um seine aktuelle Dimension.Die Rubrik „Kirche und Sozialethik“ geht auf die Situation der Völker Afrikas sowie auf ethisch vertretbare Lösungsansätze der europäischen Krise ein. Weitere Beiträge rühren an die Grundlagen kirchlichen Selbstverständnisses, das eine konstruktive Auseinandersetzung mit der Moderne noch nicht integriert zu haben scheint.

Ein Jahr Arabellion

Seit über einem Jahr bringt das Aufbegehren im arabischen Raum Veränderungen großen Ausmaßes, aber auch Rückschläge und Blutvergießen mit sich. Die Politische Meinung versucht eine vorläufige Bilanz zu ziehen und blickt zur Einschätzung der außenpolitisch-internationalen Bedeutung der Ereignisse insbesondere auf Israel und auf den Iran. Genaue Analysen der Entwicklungen in Tunesien und Ägypten zeigen exemplarisch die Ambivalenz eines Demokratisierungsprozesses, in dem ein religiös geprägter Volkswille um seine konkrete Auslegung ringt.„Parteienlandschaft in Deutschland“ beleuchtet die programmatische Befindlichkeit der Linken und die Auswirkungen auf ihre taktischen Optionen und beschreibt das Verhältnis der SPD zu den Grünen, in dem sie sich selbst unter einen kaum überwindbaren Zugzwang gesetzt hat.Der „Blick ins Ausland“ geht nach Frankreich und Griechenland und lässt die besondere Rolle des Deutschlandsbildes der Franzosen erkennen, das bei der Präsidentschaftswahl im April eine nicht unerhebliche Wirkung zu entfalten verspricht. Die folgende historisch genaue Herleitung des heutigen Klientelismus in Hellas und eine schonungslose Schilderung seines Ausmaßes wirft ein scharfes Licht hinter die Kulissen der gegenwärtigen Rettungsbemühungen seiner Staatsfinanzen.Die „Lebensbilder“ widmen sich im März Karl Dietrich Bracher und Wladyslaw Bartoszewski anlässlich des jeweils neunzigsten Geburtstages.

Der europäischen Krise trotzen

Die Finanzkrise hat die Europäische Union in Zugzwang gebracht: Will sie bestehen, ist eine massive Beschleunigung der politischen Einheit unumgänglich. Diese Situation wirft die grundsätzlichen Fragen nach Wegen und Zielen der Vereinigung in neuer Schärfe auf. Ihnen stellen sich prominente Autoren in der Januar/Februarausgabe der Politischen Meinung, die europa- und parteipolitische, finanz- und wirtschaftspolitische sowie globale Aspekte miteinander in Beziehung setzten. Mittelbar wird die friedenssichernde Bedeutung der Europa-Debatte durch einen Nachruf auf Vaclav Havel, ein Resümee der Ausstellung „Tür an Tür“ zu 1000 Jahren deutsch-polnischer Beziehungen sowie durch eine Reflexion auf Europa als eines Heimatbegriffes deutlich. Eine Sammelrezension aktueller Publikationen zu Friedrich dem Großen anlässlich des Jubiläumsjahres 2012 ist zugleich ein historischer Fingerzeig auf die kaum zu überschätzende Dimension der Europafrage, die sich zu Friedrichs Zeiten unter noch gänzlich anderen Vorzeichen stellte. In weiteren Rubriken blickt die erste Ausgabe des Jahres 2012 unter anderem auf die aktuelle Problematik des Extremismus, insbesondere des Rechtsextremismus, auf das veränderte Verständnis der Schutzverantwortung der Vereinten Nationen, das im Hintergrund der Intervention in Libyen eine entscheidende Rolle spielte, sowie auf den amerikanischen Wahlkampf und nicht zuletzt auf die Konservatismusdebatte in Deutschland, die hier eine entscheidende, theoretisch neu fundierte Erweiterung erfährt.

Zukunft der Demokratie

Die Frage nach einer vitalen Zukunft demokratischer Staatsformen stellt sich nicht allein im arabischen Raum und in Russland, deren Umbrüche in Einzelbeiträgen erläutert werden, sie stellt sich anders aber nicht weniger brisant auch in Deutschland.: Wie verhalten sich Wahrheitsansprüche und Toleranz im Parlamentarismus zueinander? Wie wichtig sind die geistigen Grundlagen der Demokratie – namentlich christliche Gegenentwürfe zum Totalitarismus einerseits und Partizipationsbegehren andererseits? Inwiefern sind politische Führung als solche und demokratische Ansprüche ein Paradox? Und: Wie reagieren Europas Parteien auf die Herausforderungen des Populismus? Mit diesen und ähnlichen Aspekten beschäftigt sich die Dezemberausgabe der Politischen Meinung.Sie wird ergänzt durch die Rubrik „Religion und Werte“, die neben grundsätzlichen Erwägungen zum religiösen Wertefundament politischen Handelns auch einen Rückblick auf den Besuch des Papstes Benedikt XVI. und seine Konsequenzen wagt.Unter „Literatur“ schließt die letzte Ausgabe des Jahres 2011 mit einer unkonventionellen Weihnachtsgeschichte und einer Einführung in Hartmut Langes Werk „Im Museum“.

Sprache und Politik

Das Verhältnis von Sprache und Politik sucht die Novemberausgabe der Politischen Meinung unter den Bedingungen einer sich rasant verändernden Medienlandschaft zu bestimmen. Sie greift damit ein zentrales Forschungsthema ihres Chefredakteurs Wolfgang Bergsdorf auf, der am 7. November 2011 seinen siebzigsten Geburtstag feierte. Unter der Schriftleitung der anderen Redaktionsmitglieder werden zu seinen Ehren die vielfältigen Facetten politischer und gesellschaftlicher Kommunikationsprozesse und ihrer sprachlichen Dynamik beleuchtet: politikwissenschaftliche, sprachwissenschaftliche, europa- und außenpolitische, journalistische, medienkritische, literarische, philologische, theologische, religionswissenschaftlich-historische und philosophische Perspektiven ergänzen einander. In dieser Ausgabe sind die Rubriken als Unterkapitel des umfassenden Schwerpunktes gefasst: „Politische Kommunikation“ und „Sprachkultur und Medien“ werden von „Sprachimpulse und Religionen“ und „Wirkmacht der Literatur“ gefolgt. Durch die Fokussierung der vielfältigen Ansätze auf die Sprache wird deutlich, dass eine hohe Aufmerksamkeit auf die Modalitäten sprachlicher Verständigung ein überaus hilfreicher Kompass für politisches Handeln ist.

Schlüsselfrage Bildung

Ein modernes und leistungsfähiges Bildungssystem, das den Fähigkeiten des Einzelnen gerecht wird, ist ein Schlüssel ebenso für die individuellen Lebenschancen wie für eine zukunftstaugliche Gestaltung der Gesellschaft. Die Oktoberausgabe der Politischen Meinung diskutiert daher unter dem Titel "Schlüsselfrage Bildung" die bildungspolitischen Umbrüche und Herausforderungen der Gegenwart vor dem Hintergrund einer politischen Anthropologie, die eine ganzheitliche Förderung und Erziehung begründet. Die christdemokratische Auffassung zielt dabei auf innere Freiheit, verantwortungsbewußte Persönlichkeit und individuelle Leistung. Die Autoren des Schwerpunktes äußern sich neben diesen wieder aktuell gewordenen Grundsatzfragen auch zur Entwicklung der deutschen Hochschullandschaft und zur zweifelhaften Wissenschaftspolitik Russlands. Unter der Rubrik "Parteien und Positionen" wird die Situation der SPD und der Grünen ebenso aufgegriffen wie die Notwendigkeit einer vielfältigeren Mitgliederwerbung und Betreuung in der Union. Ein Blick auf das Abstimmungsverhalten aller im Bundestag vertretenen Parteien bei Fragen des Lebensschutzes verdeutlicht Profil christdemokratischer Grundsatzpositionen."Zukunftsfragen" stellen sich in drängender Weise für die Außenpolitik, die sich immer stärker mit dem Faktor Rohstoff auseinandersetzten muß, aber auch für eine kreative sprachliche Vermittlung steuerpolitischer Zwänge. Die "Krise der Beneluxstaaten" blickt auf Belgien und die Niederlande mit ihrer jeweils sehr spezifischen Problematik.

Einheit der Christen

Papst Benedikt XVI. wird sich beim Besuch seines Heimatlandes im September 2011 ganz besonders dem Thema der Ökumene zuwenden. Im Hinblick auf das in 2017 bevorstehende Gedenken an 500 Jahre Reformation scheint dieser Schwerpunkt seiner Deutschlandreise ein wahrhaftes Streben nach christlicher Wiedervereinigung zu dokumentieren. In der Septemberausgabe der Politischen Meinung beschreiben und kommentieren Geistliche und Theologen verschiedener christlicher Konfessionen Bedeutung und Stand einer Bewegung hin zur Einheit der Christen. Dass die Suche nach Einheit weniger den Verlust des jeweils eigenen Profils bedeuten muss, sondern eine vielmehr eine Vertiefung des gemeinsamen Glaubens ist eine der hier vertretenen Positionen. Die konfessionsübergreifende Gemeinschaft wird zudem politisch fokussiert: Das gemeinsame Handeln in Gesellschaft und Politik gegen Totalitarismen und Abwertungen menschlichen Lebens an seinem Beginn und an seinem Ende hat seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts die gestaltende Kraft des Christentum auch nach der Trennung von Staat und Kirche deutlich gemacht. Thesen zu einer gestörten Kommunikation zwischen Kirche und Politik regen zu einer Kontroverse über die Frage an, auf welchem Wege sich die christliche Stimme wieder stärker im politischen Diskurs Gehör verschaffen kann. Unter der Rubrik „Energiedebatte“ stellt der Bundesumweltminister engagiert und differenziert die von ihm forcierte Energiewende als nationales Gemeinschaftsprojekt dar, das Jahrzehnte umweltpolitischer Spaltung innerhalb der deutschen Gesellschaft zu überwinden vermag. Eine kritische Analyse der zu erwartenden Kosten eines Umstieges auf regenerative Energien eröffnet eine faktengesättigte Debatte. „Zeitenwandel“ geht auf die außenpolitische Umorientierung der jungen Generation nach 9/11 ein und auf die Kontexte der Geschichte des deutschen Katholizismus in Oberschlesien. Das Editorial wertet den Anschlag von Oslo – kurz vor dem 10. Jahrestag von 9/11 – als eine neuartige Verknüpfung von Terrorakt und Amoklauf unter pseudoreligiösen Vorzeichen.

Die Mauer gegen das Volk

„Die Mauer gegen das Volk“ ist der Schwerpunkt der Sommerausgabe der Politischen Meinung anlässlich des 50. Jahrestages der Zementierung der innerdeutschen Grenze in Berlin. Historische, deutschland- und geschichtspolitische Essays erinnern an den internationalen und nationalen Kontext der monströsen Grenzbefestigung, mit der die ostdeutsche Bevölkerung eingemauert und von ihren westdeutschen Landsleuten getrennt wurde. Eine Verharmlosung dieser diktatorischen Maßnahme griff bald um sich, deren mentale, utopistische Auswirkungen bis heute wirksam sind, wie weitere Beiträge belegen.Die heutige künstlerische Gestaltung von Teilen der ehemals innerdeutschen Grenze und eine west-östliche Wanderaktion junger Deutscher werden in Betrachtung und Erlebnisbericht zum Beleg dafür, dass die traumatische Geschichte sich in der Dynamik der Freiheit auflöste und zu einer Hoffnungsperspektive führte.Die Rubrik „Literatur, Erinnerung und Esskultur“ setzt einen zweiten Schwerpunkt in der Sommerausgabe und streift beginnend mit der Bedeutung von Erinnerung und Heimat in der Literatur durch die Vorstellung des diesjährigen Literaturpreisträges der Konrad-Adenauer-Stiftung Arno Geiger bis hin zur vergnüglichen Verbindung von literarischem Schaffen und leiblichem Wohl.Unter der Rubrik „Migranten in Deutschland“ stehen sich ein Plädoyer für Inklusion und eine Aufforderung zur Assimilation statt Integration kontrovers gegenüber und regen Klärung in einer bisweilen diffusen Debatte an.„Weichenstellungen in die Zukunft“ führt unter anderem das Fortschrittsthema der Juninummer weiter und setzt sich kritisch mit dem Begriff der Elite auseinander.Die „Lebensbilder“ blicken auf Joseph von Görres und Hans Tietmeyer und werden gefolgt von der nochmals aufgegriffenen Debatte um die Präimplantationsdiagnostik, die seit der Maiausgabe in der Politischen Meinung unter der Rubrik „Leserbriefe“ kontrovers geführt wird.