Veranstaltungsberichte

Programm zur Zukunft des Multilateralismus - Studienbesuch in Wien

Junge Berufstätige aus Frankreich und Deutschland absolvieren vom 30. April bis 1. Mai einen Studienbesuch in Wien

Zweites Seminar im Rahmen des deutsch-französischen Programms zur Zukunft des Multilateralismus, das in Partnerschaft mit dem Ifri - Institut français des relations internationales und mit freundlicher Unterstützung des Büros der KAS - Multilateraler Dialog in Wien ins Leben gerufen wurde.
Vienne 1

Im Rahmen des deutsch-französischen Programms zur Zukunft des Multilateralismus, dass das Auslandsbüro der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) in Frankreich in Zusammenarbeit mit dem Ifri aufgelegt, wurde mit Unterstützung des KAS-Büros Multilateralen Dialogs Wien ein zweieinhalbtägiges Seminar in Wien durchgeführt. Ziel des Seminars war es, das Bewusstsein für die in Wien ansässigen multilateralen Institutionen und ihre verschiedenen Kompetenzfelder zu schärfen, unter anderem in vier Bereichen:

 

Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung von Kernwaffen

Die Teilnehmer des deutsch-französischen Programms zur Zukunft des Multilateralismus konnten sich mit einer vielfältigen Anzahl von Experten austauschen. Dies umfasste sowohl Journalisten als auch Botschafter, Wissenschaftler und Vertreter internationaler Organisationen mit Sitz in Wien: u.a. Vertreter der Comprehensive Nuclear Test-Ban Treaty Organization - CTBTO, des International Institute for Peace – IIP und des European External Action Service - EEAS. Der komplexe Ansatz der Dual-Use-Güter wurde von Botschafter Philip Griffiths, dem Leiter des Wassenaar-Arrangements über die Kontrolle der Ausfuhr konventioneller Waffen und von Gütern und Technologien mit doppeltem Verwendungszweck, vorgestellt.

 

Der Kampf gegen das organisierte Verbrechen und den internationalen Schmuggel

Mehrere Treffen mit Vertretern der Internationalen Anti-Korruptions-Akademie (IACA) und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) haben das Ausmaß der Herausforderung verdeutlicht, die eine Zusammenarbeit zwischen den Ländern erforderlich macht.

 

Weltraumregulierung

Die Regulierung des Weltraums ist eine Herausforderung, die in jüngster Zeit zugenommen hat. Das European Space Policy Institute (ESPI) empfing die Teilnehmer, um die verschiedenen Dimensionen des internationalen Wettbewerbs im Weltraum und seiner Regulierung zu thematisieren.

 

Eingefrorene Konflikte und die Sicherheit in Europa

Das schwierige Thema der eingefrorenen Konflikte, das bei diesem Aufenthalt in Wien, einen Monat nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine, brandaktuell war, wurde mit drei Botschaftern, die bei der OSZE tätig sind bzw. waren, erörtert. Sie wiesen auf die großen Schwierigkeiten hin und äußerten eine recht pessimistische kurzfristige Sicht auf die Entwicklungen. Darüber hinaus wurden die Entwicklungen auf dem Westbalkan mit dem Dayton-Abkommen und seinen Auswirkungen auf die Region thematisiert. Die OSZE stellte auch ihre Arbeit für den Auf- und Wiederaufbau von gegenseitigem Vertrauen vor, um das Wiederaufflammen von Konflikten zu verhindern, was eng mit Transparenz und der Überwachung der Abrüstung der Konfliktparteien verbunden ist.

 

Die österreichische Hauptstadt ist auch ein guter Ort, um eine Debatte über die Neutralität in den internationalen Beziehungen zu führen; auch im Kontext der aktuellen Debatte für die Zukunft der Ukraine. Das Thema wurde mit Wissenschaftlern und Botschaftern diskutiert, wobei man in die Geschichte eintauchte, um zu versuchen, die Zukunft zu beleuchten.

Kontakt

Dimitri Mauchien

Dimitri Mauchien (2021)

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

dimitri.mauchien@kas.de +33 1 5669150-4