Das KAS-Büro Jordanien schloss am vergangenen Donnerstag in Zusammenarbeit mit dem We Rise Centre for Sustainable Development und dem Princess Basma Centre for Jordanian Women’s Studies der Yarmouk-Universität in Irbid das Projekt „Frauen in Parteien: Hin zu wirksamer Führung“ an der Yarmouk-Universität ab. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Vorstellung des „Best Practice“ Leitfadens zur politischen Stärkung von Frauen. Die Veranstaltung fand unter der Schirmherrschaft von Senatorin Asia Yaghi statt, einer engagierten Verfechterin der Rechte von Frauen und Menschen mit Behinderungen. In ihren Eröffnungsreden betonten Dr. Ruba Bataineh, Vizepräsidentin der Yarmouk-Universität, Senatorin Asia Yaghi sowie der Generaldirektor des We Rise Centre, Amer Abudalo, die Bedeutung der Stärkung von Frauen, um ihre Rolle in der politischen Landschaft auszubauen und ihnen so die Möglichkeit zu geben, die Zukunft aktiv mitzugestalten. Amer Abudalo hob hervor, dass der „Best Practice“ Leitfaden der erste seiner Art in Jordanien ist. Er basiert auf Daten, Analysen und realen Erfahrungen und strukturiert den gesamten Weg der Beteiligung von Frauen in politischen Parteien – vom Beitritt und der Schulung bis hin zur umfassenden politischen Teilhabe und Stärkung.
Veronika Ertl, Landesbeauftragte der KAS in Jordanien, zeigte sich stolz auf die Ergebnisse des Projekts, das darauf abzielte, die Beteiligung und den Einfluss von Frauen innerhalb politischer Parteien zu stärken. Sie begrüßte die neue Gesetzgebung, die Frauen erweiterte Möglichkeiten zur politischen Mitwirkung eröffnet, und betonte die Bedeutung eines ausreichenden Zeitraums, damit das Projekt zur politischen Modernisierung sichtbare und nachhaltige Ergebnisse in dieser Hinsicht hervorbringen kann.
Das Projekt „Frauen in Parteien“ ist eine Initiative zur Förderung der aktiven Rolle von Frauen im jordanischen politischen Leben sowie zur Stärkung ihrer Präsenz in Führungs- und Entscheidungspositionen innerhalb politischer Parteien. Es richtete sich gezielt an 25 weibliche Führungspersönlichkeiten und angehende politische Akteurinnen unterschiedlicher politischer Zugehörigkeiten, sozialer Hintergründe und Altersgruppen und gewährleistete damit Inklusivität sowie eine breite Repräsentation.
Das Projekt umfasste einen intensiven sechstägigen Schulungskurs zu den Themen Führungskompetenzen, politische Identität, Verhandlungsführung, Kommunikation, Kampagnenmanagement und Bündnisbildung; die Erarbeitung des „Best Practice“ Leitfadens zur politischen Stärkung von Frauen, der auf den Beiträgen der Teilnehmerinnen während der Workshops sowie auf Expertenbewertungen basiert; sowie politische Dialogveranstaltungen, die den Teilnehmerinnen die Möglichkeit boten, mit politischen Entscheidungsträgern, Parteiführungen, Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Kontakt zu treten und dadurch ihre politischen Netzwerke und ihre Sichtbarkeit zu stärken. Durch die Kombination von Qualifizierung, Interessenvertretung und Wissensaustausch schafft das Projekt die Grundlage für eine nachhaltige Wirkung. Es befähigt die Teilnehmerinnen, Führungsrollen zu übernehmen und als Multiplikatorinnen innerhalb ihrer Parteien und Gemeinschaften zu wirken.