Die Workshops dienten dazu, das Bewusstsein für das Gesetz über die Kommunalverwaltung zu erhöhen, gesellschaftliches Engagement zu fördern und eine stärkere Beteiligung von Jugendlichen und Frauen an lokalen Verwaltungsstrukturen zu unterstützen. Insgesamt brachte die Initiative Teilnehmende aus unterschiedlichen Gemeinschaften zusammen und förderte den Austausch über die Zukunft der Kommunalverwaltung und der politischen Teilhabe in Jordanien.
Zarqa | 21. Oktober 2025
Der erste Workshop fand in Zarqa in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Frauenförderung der Großgemeinde Zarqa unter Anwesenheit von Dr. Ali Al-Khawaldeh, Generalsekretär des Ministeriums für politische und parlamentarische Angelegenheiten, statt. Der Workshop brachte 30 junge Frauen und Männer aus Zarqa und den umliegenden Gebieten zusammen. Der Experte für Kommunalverwaltung, Herr Rakez Al-Khalayleh, gab den Teilnehmenden einen Überblick über den rechtlichen Rahmen der Kommunal- und Gouvernementsräte und erläuterte die historische Entwicklung und die Rolle der Kommunen in Jordanien.
Amman | 26. Oktober 2025
Der zweite Workshop fand in Amman in Zusammenarbeit mit dem Princess Basma Center statt und brachte 32 junge Teilnehmende aus Al-Nozha und den umliegenden Gebieten zusammen. Dr. Ahmad Al-Jribia führte in zentrale Konzepte im Zusammenhang mit Kommunen, Kommunalwahlen und lokaler Verwaltung ein, mit besonderem Fokus auf das aktuelle Gesetz über die Kommunalverwaltung. Darüber hinaus befassten sich die Diskussionen mit Dezentralisierung, nachhaltiger Entwicklung sowie den Aufgaben von Gemeinderäten, Exekutivräten und Gouvernementsräten bei der Förderung einer partizipativen Regierungsführung.
Shobak | 3. November 2025
Der dritte Workshop wurde in Zusammenarbeit mit der Women’s Shobak Association organisiert. Dr. Osama Al-Saleem gab einen Überblick über die bevorstehenden Kommunalwahlen und den bestehenden Rahmen der Kommunalverwaltung. Die Teilnehmenden diskutierten über die Stärkung von Entwicklungsprozessen sowie die Förderung der Beteiligung von Jugendlichen und Frauen an der lokalen Verwaltung.
Hashimi Al-Shamali | 12. November 2025
Der vierte Workshop fand in der Qalqilya Association in Hashimi Al-Shamali statt und wurde von Dr. Layal Essou geleitet. Der Workshop richtete sich an Menschen mit Sehbehinderung. Die Teilnehmenden erhielten einen Überblick über die gesetzlichen Regelungen zu Kommunal- und Gouvernementsräten und setzten sich mit der historischen Rolle der Kommunen in der Entwicklung Jordaniens auseinander. Die Veranstaltung endete mit einem interaktiven Dialog, in dem die Teilnehmenden Empfehlungen zur Förderung der Entwicklung sowie zur stärkeren Einbindung von Jugendlichen, Frauen und Menschen mit Behinderungen in Entscheidungsprozesse einbrachten.
Irbid | 2. Dezember 2025
Der fünfte Workshop wurde in Zusammenarbeit mit Majd Al Urdon for Sustainable Development in der Halle der Union of Charitable Societies in Irbid organisiert. Unter der Leitung von Dr. Ahmad Al-Jribia befasste sich die Veranstaltung mit Themen wie Kommunalverwaltung, Dezentralisierung, politischer Beteiligung und den Möglichkeiten, die Jugendlichen und Frauen im Rahmen der lokalen Verwaltungsstrukturen offenstehen. Die Teilnehmenden setzten sich mit verschiedenen Formen politischer Teilhabe auseinander, darunter Kandidatur, Wahlbeteiligung und Wahlkampfführung, und diskutierten gleichzeitig Reformen zur Stärkung der Repräsentation und Beteiligung.
Azraq | 11. Dezember 2025
Der sechste und abschließende Workshop fand in Zusammenarbeit mit der Ala Qadr Ahl Al-Azm Association in Azraq statt. Unter der Leitung von Dr. Osama Al-Saleem lag der Schwerpunkt des Workshops auf der Rolle von Jugendlichen und Frauen bei Wahlen und in der lokalen Verwaltung sowie auf ihrem Beitrag zur Verbesserung öffentlicher Dienstleistungen und der Lebensqualität in lokalen Gemeinschaften. Die Veranstaltung war geprägt von aktiven Diskussionen und wertvollen Beiträgen der Teilnehmenden zur Förderung des gesellschaftlichen Engagements.
Zentrale Empfehlungen
Im Verlauf der Workshopreihe formulierten die Teilnehmenden mehrere Empfehlungen zur Stärkung von Inklusion und Beteiligung in der lokalen Verwaltung:
- Einführung einer eigenen Quote für Jugendliche und junge Frauen im Gesetz über die Kommunalverwaltung, um eine wirksame Vertretung sicherzustellen.
- Einrichtung gesetzlich anerkannter ehrenamtlicher Komitees, die mit den Räten der lokalen Verwaltung verbunden sind, darunter Jugend- und Frauenkomitees, um gemeinschaftliche Initiativen zu unterstützen und die Erbringung öffentlicher Dienstleistungen zu begleiten.
- Bildung von Beratungskomitees, die verschiedene Bereiche der Gesellschaft vertreten, darunter Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Kultur und Zivilgesellschaft, um lokale Partnerschaften und die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger zu stärken.
Ergebnisse und Wirkung
Die Workshopreihe trug erfolgreich dazu bei, das Bewusstsein für das Gesetz über die Kommunalverwaltung zu stärken und das Verständnis der Teilnehmenden für lokale Verwaltungsstrukturen und Wahlprozesse zu vertiefen. Jugendliche und Frauen berichteten von einem größeren Vertrauen in ihre Fähigkeit, sich mit lokalen Verwaltungsstrukturen auseinanderzusetzen, und zeigten ein stärkeres Interesse daran, sich künftig an Wahlen und öffentlichen Angelegenheiten zu beteiligen.
Ein besonders bedeutendes Ergebnis war der Aufbau gemeinschaftlicher Netzwerke zwischen den Teilnehmenden. Junge Menschen knüpften neue Kontakte, die als Grundlage für zukünftige Zusammenarbeit, Wissensaustausch und gesellschaftliches Engagement dienen können. Auch die teilnehmenden Frauen bildeten informelle Unterstützungsnetzwerke, die darauf abzielen, die Führungsrolle von Frauen zu fördern, sich für eine stärkere Repräsentation einzusetzen und mit lokalen Behörden zu Themen in den Austausch zu treten, die ihre Gemeinschaften betreffen.
Das Projekt verdeutlichte die Bedeutung kontinuierlicher politischer Bildung und inklusiver Dialogformate für die Unterstützung des politischen Modernisierungsprozesses in Jordanien. Nachhaltige Maßnahmen zur Sensibilisierung, Interessenvertretung und politischen Reform werden weiterhin entscheidend sein, um eine wirksame Beteiligung von Jugendlichen und Frauen an der lokalen Verwaltung und an Entscheidungsprozessen sicherzustellen.