Länderberichte

Politische Kurzberichte der KAS-Auslandsbüros

fnfbangkok / flickr / CC BY-NC 2.0

Politischer Showdown in Kambodscha

Oppositionsführer Sam Rainsy bleibt vorerst im Exil

Das Datum für den finalen Showdown von Sam Rainsy wurde rechtzeitig festgelegt. Der im Pariser Exil lebende Oppositionsführer kündigte seine Rückkehr nach Kambodscha für den 9. November 2019 an. Ob der 30. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer zufällig oder bewusst gewählt wurde, sei dahingestellt. Wohl aber wünschte sich Sam Rainsy ähnlich euphorische Bilder und Menschenmassen 30 Jahre später auf den Straßen Phnom Penhs wie damals in Berlin. Warum es anders kam und was dies für Sam Rainsys politische Karriere und die Politik Kambodschas bedeutet, erklärt dieser Länderbericht.

Politischer Showdown in Kambodscha

Oppositionsführer Sam Rainsy bleibt vorerst im Exil

Über Jahrzehnte hinweg hat der persönliche Konflikt zwischen Oppositionsführer Sam Rainsy und Premierminister Hun Sen die kambodschanische Parteienlandschaft und Gesellschaft geprägt. Nun Zeichnet sich ein Ende ab. Erfahren Sie mehr in unserem Länderbericht "Politischer Showdown in Kambodscha".

Kambodschanische Identität im Fokus

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Jüngst hat sich der Parlamentsabgeordnete und Sohn des Premierministers Hun Many in einem ausführlichen Interview mit der Frage auseinandergesetzt, ob es eine Möglichkeit gibt, kambodschanische Identität modern, zukunftsorientiert und positiv zu denken. Die Relevanz des Themas ergibt sich aus der bewegten kambodschanischen Geschichte, die prägend ist, für die moderne Selbstwahrnehmung und dennoch für einen modernen Nationalstaat nicht auszureichen scheint. Sucht man ein Symbol für Kambodschas ferne Vergangenheit, so wird man zweifelsfrei zuerst auf die monumentalen Anlagen von Angkor und ihre weit über tausendjährige Geschichte stoßen. Sucht man hingegen nach einem modernem Referenzpunkt, so drängt sich die Gewaltherrschaft der Roten Khmer von 1975 bis 1979 auf. Während diese Periode von Gewalt und Unrecht mit Sicherheit die tiefsten Spuren im Volk hinterlassen hat, können jüngere Vergangenheit und Gegenwart des Landes nicht auf sie reduziert werden. Denn die Geschichte Kambodschas seit dem Ende Französisch-Indochinas ist geprägt von Fragmentierung und einer Vielzahl von Versuchen, ein stabiles Kambodscha zu schaffen. Abgesehen vom sogenannten Demokratischen Kampuchea haben seit der Unabhängigkeit 1953 nicht weniger als fünf Staaten auf kambodschanischem Territorium existiert, dazu tritt noch die Interimsverwaltung durch die Vereinten Nationen von 1992 bis 1993. Letztere mündete in den ersten freien Wahlen und in der Gründung des Königreichs Kambodscha, das 2018 sein 25jähriges Bestehen als moderner Staat feiern konnte. Damit verbunden ist auch die Hoffnung auf fortwährende Stabilität für die kambodschanische Nation. Aber was genau macht diese Nation aus? Wie eint man ein Land, dessen jüngere Geschichte von einem Systemwechsel nach dem anderen geprägt ist? Dieser Länderbericht wird sich deshalb mit diesen Fragen und dem aktuellen politischen Diskurs beschäftigen und diese in den historischen Kontext einordnen.

Das Rote-Khmer-Tribunal in Kambodscha

Der Anfang vom Ende der Aufarbeitung?

Von Dr. Daniel Schmücking und Christian Göttler

Auf dem Weg zum Einparteienstaat

Kambodschas Wahlen zur Nationalversammlung

Am 29. Juli wurde in Kambodscha die sechste Nationalversammlung (NA) gewählt. Das vorläufige Ergebnis: Die Kambodschanische Volkspartei (KVP) gewinnt nach eigenen Angaben alle Sitze im Parlament, damit bleibt Hun Sen Premierminister.

Oppositionspartei CNRP aufgelöst

Kambodscha zwischen "Death of Democracy" und Hoffnung

Am 16. November 2017 wurde die Cambodian National Rescue Party (CNRP), Kambodschas größte Oppositionspartei, per Urteil des Obersten Gerichtshofes aufgelöst. Damit kommt die Mehrparteiendemokratie in der konstitutionellen Monarchie zu einem vorläufigen Ende. Dieses ist auch gleichzeitig der Höhepunkt einer mehr als zweijährigen Kampagne politischer Einschüchterung, strafrechtlicher Verfolgung und Einschränkung von Oppositionsrechten durch die Regierung.

Zwischen Inhaftierungen, Repressionen und Zeitungsschließung

Kambodscha vor den Wahlen

Nachdem Oppositionsführer und Präsident der Cambodian National Rescue Party (CNRP) Kem Sokha am 03. September in einer Nachtaktion inhaftiert wurde, die Medien unter erhöhtem Druck stehen und das National Democratic Institute (NDI) geschlossen wurde, stellen sich zahlreiche Fragen für westliche Geldgeber, Entwicklungspartner, aber auch die kambodschanische Gesellschaft. Wohin entwickelt sich Kambodscha und was drücken Wahlen aus, wenn Opposition und Kritik nicht zum Ausdruck kommen?

Kommunalwahlen in Kambodscha: Stimmungstest und Wegweiser für die Nationalwahlen 2018

Technisch sauber und frei, jedoch nur bedingt fair

Die Kommunalwahlen 2017 in Kambodscha boten ein Medienspektakel und einen offenen politischen Schlagabtausch zwischen Regierungspartei und Opposition. Dabei ging es in diesen Wahlen um weit mehr als die Anzahl gewonnener Kommunalräte. Das Ergebnis der Kommunalwahlen dient als Seismograph im Vorfeld der Nationalwahlen im Juli 2018.

Das Erbe des Pariser Friedensabkommens in Gefahr?

Zwischen politischen Spannungen und dem 25. Jahrestages des Pariser Friedensabkommens

Meilensteine der kambodschanischen Geschichte – zu diesen gehört mit großer Sicherheit auch die Unterzeichnung des Pariser Friedensabkommens am 23. Oktober 1991. Dieser Tag manifestiert den Aufbruch eines von Bürgerkrieg und politischen Spannungen gezeichneten Landes in eine Phase der Demokratisierung und kollektiven Versöhnung. Doch von wieviel wahrem demokratischem Fortschritt kann angesichts der aktuellen turbulenten politischen Lage die Rede sein?

Cambodian People's Party Congress

The ruling Cambodian People’s Party (CPP) held a 3-day Congress from 30th January until 1st February 2015 in Phnom Penh, intending to enhance the party’s internal organization and reputation prior to the 2017 local and 2018 national elections.

— 10 Elemente pro Seite
Zeige 1 - 10 von 30 Ergebnissen.

Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung ist in rund 80 Ländern auf fünf Kontinenten mit einem eigenen Büro vertreten. Die Auslandsmitarbeiter vor Ort können aus erster Hand über aktuelle Ereignisse und langfristige Entwicklungen in ihrem Einsatzland berichten. In den „Länderberichten“ bieten sie den Nutzern der Webseite der Konrad-Adenauer-Stiftung exklusiv Analysen, Hintergrundinformationen und Einschätzungen.

Bestellinformationen

Herausgeber

Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.