Im Mittelpunkt stand der Vortrag des Generalsekretärs des CCN, Padre Darío Echeverri und anschließend sollte über die Friedensgespräche zwischen der kolumbianischen Regierung und der Guerilla-Gruppe FARC-EP in Havanna und deren Auswirkungen für das Land und die seelsorgerische Arbeit diskutiert werden.
In seiner Rede bezog sich Padre Echeverri auf einige Äußerungen von Papst Franziskus über die Friedensbemühungen in Kolumbien. Dabei führte er aus, was der Frieden für das Land bedeute und welche Herausforderungen die bereits vereinbarten Punkte des Abkommens in einem Postkonflikt mit sich bringen. Weiterhin machte Padre Echeverri Vorschläge für die Konstruktion eines dauerhaften und stabilen Friedens. Grundvoraussetzung dafür sei vor allem der Respekt vor dem Recht der Opfer auf Wahrheit, Gerechtigkeit, Wiedergutmachung und auf Nichtwiederholung. Auch müsse eine ständige Betreuung derjenigen Personen gewährleistet sein, die am meisten unter dem sozialen und bewaffneten Konflikts zu leiden hatten.
In der anschließenden Diskussion drückten die Teilnehmer vor allem ihre Besorgnis über angebliche Vereinbarungen mit der Guerilla aus, die nicht der Wahrheit entsprechen, wie zum Beispiel die Zahlung eines festen Gehalts an die demobilisierten Guerilleros. Während des Gesprächs mit den Teilnehmern konnte auch der Wahrheitsgehalt weiterer Gerüchte über den Friedensprozess geklärt werden.
Die Diakonissen der Kongregation “Hermanas de la Caridad Dominicas de la Presentación” verfolgten die Diskussion aufmerksam und nahmen auch aktiv daran teil. Padre Echeverri, der auch die Pfarrstelle der “Basílica Menor del Voto Nacional” in Bogotá innehat, forderte die Diakonissen auf, aktiv an der Friedenskonstruktion mitzuarbeiten und auch für den Frieden in Kolumbien und der ganzen Welt zu beten.