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Genfer Depesche

PABS-Annex zum WHO-Pandemieabkommen: Fortsetzung der 4. Sitzung der zwischenstaatlichen Arbeitsgruppe

von Lindgard Buder

Genfer Depesche

Die "Genfer Depesche" geht auf Vorgänge in den Genfer multilateralen Organisationen zu einem aktuellem Thema ein. In dieser Ausgabe steht die Fortsetzung der vierten Sitzung der zwischenstaatlichen Arbeitsgruppe zum PABS-Annex des Pandemieabkommens im Fokus. Nach der im Dezember 2025 formal unterbrochenen vierten Verhandlungsrunde haben die Mitgliedstaaten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Arbeiten am PABS-Annex unter spürbar erhöhtem Zeitdruck wieder aufgenommen. Der Annex soll den rechtlichen und operativen Rahmen für einen sicheren, transparenten und rechenschaftspflichtigen Zugang zu Erregerproben und zugehörigen Sequenzinformationen festlegen. Die zwischenstaatliche Arbeitsgruppe (Intergovernmental Working Group, IGWG) setzte ihr viertes Treffen vom 20. bis 22. Januar 2026 fort, nachdem die Delegationen sich angesichts fortbestehender inhaltlicher Differenzen im Dezember auf eine Verlängerung der Verhandlungen verständigt hatten. Ziel bleibt es, den PABS-Annex so zu konsolidieren, dass der Text im Mai 2026 der 79. Weltgesundheitsversammlung zur Prüfung vorgelegt werden kann. Erst eine Annahme des Annexes wird den Prozess der Ratifizierung des WHO-Pandemieabkommens durch die WHO-Mitgliedstaaten öffnen.

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Nach der im Dezember 2025 formal unterbrochenen vierten Verhandlungsrunde haben die Mitgliedstaaten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Arbeiten am PABS-Annex unter spürbar erhöhtem Zeitdruck wieder aufgenommen. Der Annex soll den rechtlichen und operativen Rahmen für einen sicheren, transparenten und rechenschaftspflichtigen Zugang zu Erregerproben und zugehörigen Sequenzinformationen festlegen. Die zwischenstaatliche Arbeitsgruppe (Intergovernmental Working Group, IGWG) setzte ihr viertes Treffen vom 20. bis 22. Januar 2026 fort, nachdem die Delegationen sich angesichts fortbestehender inhaltlicher Differenzen im Dezember auf eine Verlängerung der Verhandlungen verständigt hatten. Ziel bleibt es, den PABS-Annex so zu konsolidieren, dass der Text im Mai 2026 der 79. Weltgesundheitsversammlung zur Prüfung vorgelegt werden kann. Erst eine Annahme des Annexes wird den Prozess der Ratifizierung des WHO-Pandemieabkommens durch die WHO-Mitgliedstaaten öffnen. 

Für die weitere Ausgestaltung des PABS-Instruments verbleiben den Mitgliedstaaten lediglich zwölf formale Verhandlungstage. Dieser begrenzte Zeitrahmen erhöht den Druck, zwischen realistisch erzielbaren Einigungen und der Vertagung strukturell komplexer Fragen abzuwägen. Auch wenn substanzielle Durchbrüche, insbesondere entlang der zentralen Konfliktlinien, in der Fortsetzung des vierten IGWG-Treffens ausgeblieben sind, ist zu begrüßen, dass relevante Fortschritte hinsichtlich der konkreten Operationalisierung des PABS-Systems zu verzeichnen waren. Diese Entwicklungen vollziehen sich vor dem Hintergrund des zeitgleich erfolgten formalen Rückzugs der Vereinigten Staaten aus der WHO sowie parallel verfolgter bilateraler Abkommen einzelner Staaten, initiiert von den USA. 

Lesen Sie den gesamten Bericht hier.

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Kontakt Andrea Ellen Ostheimer
Andrea Ostheimer
Leiterin des Multilateralen Dialogs Genf
andrea.ostheimer@kas.de +41 79 318 9841

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Über diese Reihe

Die „Genfer Depesche“ analysiert und dokumentiert die Prozesse in Genfer multilateralen Organisationen zu aktuellen Themen. 

Andrea Ellen Ostheimer
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Leiterin des Multilateralen Dialogs Genf
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