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Map of the Month

Freiwillige Beiträge für das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte (OHCHR) im Jahr 2025

von Sarah Ultes

Map of the Month 02/2026

Anfang Februar stellte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk den Finanzierungsaufruf seines Büros für das Jahr 2026 vor und warnte, dass sich die Welt angesichts der zunehmenden Krisen kein Menschenrechtssystem in der Krise leisten könne. Der klare Appel erging auch vor dem Hintergrund dessen, dass sich das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte (OHCHR) im Jahr 2025 wie viele andere UN-Organisationen mit einer „finanziellen Schockwelle“ konfrontiert sah. Es ergab sich eine Finanzierungslücke von gut 65 Millionen USD sowohl durch fehlende Beiträge aus dem regulären Haushalt der UN als auch den freiwilligen Beiträgen der Mitgliedsstaaten. Die freiwilligen Beiträge machten mit 262 Millionen USD rund 60% der Einnahmen des OHCHR aus (rund 60 %). Die EU-Kommission und die EU-Mitgliedstaaten allein trugen 60 % aller freiwilligen Beiträge bei. Deutschland war mit 29 Mio. USD der zweitgrößte Geber. Traditionell waren die Vereinigten Staaten der größte Gelber. Im Jahr 2024 leisteten sie noch einen Beitrag von 36 Millionen USD. Im vergangenen Jahr gingen die freiwilligen Beiträge der USA jedoch auf null zurück. Mehrere Missionen zur Beobachtung der Menschenrechtssituation in verschiedenen Ländern, Dialoge und Länderbesuche der Vertragsorgane oder der Sonderberichterstatterinnen und -berichterstatter konnten so im vergangenen Jahr nicht stattfinden. Selbst die vom UN-Menschenrechtsrat beauftragten Untersuchungskommissionen konnten ihre Mandate nicht vollständig erfüllen. Das Büro selbst verlor rund 300 Mitarbeiter (von insgesamt 2.000, ca. 15 %) und war gezwungen, seine Präsenz in 17 Ländern einzustellen oder radikal zu reduzieren.

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Weltkarte mit Staaten, die in verschiedenen Farben hervorgehoben sind und die Höhe der freiwilligen Beiträge an das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte im Jahr 2025 widerspiegeln. Die folgenden 7 Staaten sind im dunkelsten blau gekennzeichnet und gaben mehr als 10 Mio. US-Dollar: Schweden, Deutschland, Norwegen, Niederlande, Vereinigtes Königreich, Schweiz, Dänemark. Auch die EU-Kommission findet sich in dieser Kategorie. Folgende 7 Staaten gaben zwischen 4 - 10 Mio. US-Dollar: Kanada, Irland, Finnland, Spanien, Belgien, China, Republik Korea. 8 Länder haben zwischen 1 - 3,9 Mio. US-Dollar gegeben: Italien, Saudi Arabien, Luxemburg, Australien, Österreich, Neuseeland, Polen, Vereinigte Arabische Emirate. Folgende 9 Länder haben 0,5 - 3,9 Mio. US-Dollar beigetragen: Griechenland, Island, Indien, Kuwait, Marokko, Liechtenstein, Japan, Portugal und Katar. 5 Länder haben 0,1 - 0,49 Mio. US-Dollar gegeben: Zypern, Türkiye, Algerien, Philippinen, Mexiko. Die Beiträge folgender 21 Staaten lagen zwischen 0,02 und 0,09 Mio. US-Dollar: Elfenbeinküste, Estland, Kasachstan, Tschechische Republik, Monaco, Litauen, Slovenien, Andorra, Malta, Ungarn, Aserbaidschan, Chile, Ägypten, Malaysia, Uruguay, Pakistan, Peru, Bulgarien, Kroatien, Montenegro und Thailand. Die Beiträge der nachfolgenden 12 Länder lagen unter 0,2 Mio. US-Dollar: Albanien, Singapur, Slowakei, Rumänien, Costa Rica, Kambodscha, Georgien, Armenien, Bosnien & Herzegovina, Tadschikistan, Bahamas und Benin.

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Kontakt

Sarah Ultes

Sarah Ultes
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
sarah.ultes@kas.de +41 22 748 70 73

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Über diese Reihe

Die "Map of the Month", eine neue Reihe des Multilateralen Dialogs Genf der Konrad-Adenauer-Stiftung, illustriert im Monatsrhythmus mit Hilfe von Karten globale Trends und die Rolle Deutschlands und Europas in der Welt.
Andrea Ellen Ostheimer
Andrea Ostheimer
Leiterin des Multilateralen Dialogs Genf
andrea.ostheimer@kas.de +41 79 318 9841

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