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Map of the Month

Pflichtbeiträge für regulären Haushalt der Vereinten Nationen in 2025 und 2026

von Sarah Ultes

Map of the Month 03/2026

Die Vereinten Nationen finanzieren sich in erster Linie durch die Pflichtbeiträge ihrer 193 Mitgliedstaaten zum regulären Haushalt und zum Haushalt für Einsätze zur Friedenssicherung. Der diesjährige reguläre Haushalt der Vereinten Nationen beläuft sich auf 3,45 Milliarden US-Dollar, was einem Rückgang von 7% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Nur 55 Staaten hielten die in Artikel 3.5 der Finanzordnung festgelegte Frist von 30 Tagen (bis zum 8. Februar 2026) ein und entrichteten ihre Beiträge zum regulären Haushalt vollständig und fristgerecht. Dies entspricht 28% der gesamten UN-Mitgliedschaft und nur 27% der insgesamt fälligen Beiträge zum regulären Haushalt. Bis zum 20. März zahlten 93 Staaten ihre Pflichtbeiträge vollständig. Dies entspricht 47% aller UN-Mitgliedsstaaten und 39% der Beiträge für den regulären Haushalts. Aufgrund der Größe ihrer Volkswirtschaft haben die Vereinigten Staaten aktuell die höchsten Beiträge (22%) zu entrichten, dicht gefolgt von China mit 20%. Die Zahlungen beider Staaten steht aktuell noch aus. Japan liegt mit 6,9% an dritter Stelle, gefolgt von Deutschland mit ca. 5,7% sowie dem Vereinigten Königreich und Frankreich mit jeweils rund 4%. Bereits Ende Januar hatte UN-Generalsekretär Antonio Guterres gewarnt, dass der Organisation bis Juli ein finanzieller Zusammenbruch drohen könnte, sollten die ausstehenden Beiträge nicht rechtzeitig gezahlt werden. Im Jahr 2025 belief sich der reguläre Haushalt auf 3,72 Milliarden US-Dollar, doch nur 49 Mitgliedstaaten (25%) zahlten ihre Beiträge zum regulären Haushalt vollständig und fristgerecht. Zum 30. Dezember 2025 hatten lediglich 151 Mitgliedstaaten (78%) ihre Beiträge zum regulären Haushalt vollständig gezahlt, oft auch verspätet, sodass die Mittel nicht mehr implementiert werden konnten. Zusammen mit den Zahlungsrückständen der Mitgliedsstaaten waren zum Jahresende 2025 1,5 Milliarden US-Dollar ausstehend – ein Rekordwert. 

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Wissenschaftliche Mitarbeiterin
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Über diese Reihe

Die "Map of the Month", eine neue Reihe des Multilateralen Dialogs Genf der Konrad-Adenauer-Stiftung, illustriert im Monatsrhythmus mit Hilfe von Karten globale Trends und die Rolle Deutschlands und Europas in der Welt.
Andrea Ellen Ostheimer
Andrea Ostheimer
Leiterin des Multilateralen Dialogs Genf
andrea.ostheimer@kas.de +41 79 318 9841

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