Veranstaltungsberichte

The current State of Arms Control

von Brigitte-Erika Krech
Hybrides Seminar zu Rüstungskontrolle

Am 9. Dezember 2020 führte die Konrad-Adenauer-Stiftung gemeinsam mit ‚Atomic Reporters‘, einer unabhängigen Non-Profit-Organisation, die sich die Aufgabe gesetzt hat, umfassend über Atomwaffen und Atomtechnologien zu informieren, ein Seminar zum aktuellen Stand der Rüstungskontrolle durch. Zielgruppe waren Studenten im Bereich internationale Beziehungen.

Die Zeit des Kalten Krieges war stark von der Angst eines möglichen Atomkrieges geprägt. 30 Jahre später lebt die Welt anscheinend ohne adäquates Bedrohungsempfinden, obwohl auch heute weder der Einsatz nuklearer Waffen noch ein nuklearer Unfall undenkbar sind. Ebenso nimmt außerhalb des Expertenkreises das Wissen über und das Interesse an nuklearer Rüstungskontrolle ab. In der Ausbildung von Diplomaten sind Verhandlungen im Bereich der Rüstungskontrolle in den Hintergrund getreten. Daher ist es umso wichtiger, einen Dialograum zu bieten, sich umfassend informieren und austauschen zu können.

In dem hybrid veranstalteten Seminar des Multilateralen Dialogs der Konrad-Adenauer-Stiftung wurden verschiedene Aspekte der Rüstungskontrolle mit Experten aus Europa und den USA ausführlich diskutiert. Die Rolle von Atomwaffen in internationalen Sicherheitsfragen; mögliche Handlungsoptionen für die neue amerikanische Biden-Administration; die Sichtweisen von China, Russland und Nordkorea; die Frage, wie man politische Entscheidungsträger und die Öffentlichkeit am besten über atomare Rüstungskontrolle informiert sowie die öffentliche Meinung in Europa zu Atomwaffen wurden umfassend angesprochen.

Zum Abschluss fand eine Paneldiskussion über die Rolle von Frauen beim Erhalt von Frieden und Sicherheit statt. Die UN-Resolution 1325, im Oktober 2000 einstimmig vom UN-Sicherheitsrat verabschiedet, ruft dazu auf, Frauen aktiv und gleichberechtigt bei Friedensverhandlungen und dem Wiederaufbau nach Konflikten einzubeziehen. Die Resolution zeigte bislang wenig Fortschritt. Es sollten deshalb Weg gefunden werden, Frauen gezielt für diese Themen zu gewinnen und in entsprechende Positionen zu bringen.   

Das Büro Multilateraler Dialog KAS Wien dient als Plattform, den Dialog zwischen Vertretern aus Politik, Ministerien, Internationalen Organisationen, Think Tanks, Journalisten und Nichtregierungsorganisationen zu fördern. Fragen der Rüstungskontrolle bilden dabei einen Schwerpunkt.

 

Ansprechpartner

Brigitte-Erika Krech

Brigitte Krech

Wissenschaftliche Referentin

Brigitte.Krech@kas.de +43 1 890 1465 13