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Analysen und Argumente

Gläubige zählen

von Andreas Jacobs, Natalie Klauser

Zur Problematik der Bestimmung von Religionszugehörigkeiten in Deutschland

Das Wissen über die religiöse Zusammensetzung der Bevölkerung dient als Grundlage bildungs-und gesellschaftspolitischer Entscheidungen. In einer religiös vielfältiger werdenden Gesellschaft wird es zugleich herausfordernder, verlässliche Angaben über die Größe von Religionsgemeinschaften und über Religionszugehörigkeiten zu machen. Die Probleme und Unterschiede bei der Definition und Erfassung sollten sowohl bei Debatten als auch für religionspolitische Maßnahmen stärker berücksichtigt werden.

Der vorliegende Text untersucht die unterschiedlichen Verständnisse von Glaubenszugehörigkeit sowie die verschiedenen Methoden zur Erfassung und Berechnung der Mitgliederzahlen von christlichen, jüdischen und muslimischen Glaubensgemeinschaften in Deutschland. 

Mit der Ausdifferenzierung der religiösen Landschaft in Deutschland steigt das politische und gesellschaftliche Interesse an einer zahlenmäßigen Erfassung von Religionszugehörigkeiten. Die Zählung oder Erfassung von Gläubigen und ihre Zuordnung zu Religionsgemeinschaften ist aber weder einfach noch einheitlich oder unumstritten. Insbesondere unpräzise Unterscheidungen zwischen Mitgliedschaft, Selbstzuordnung, Religiosität und Gläubigkeit erschweren den Vergleich von Zahlen zu Anhängerinnen und Anhängern verschiedener religiöser Gruppierungen. Aufgrund unterschiedlicher Organisationsstrukturen sowie verschiedener Definitionen, Berechnungs- und Erfassungsmethoden sollten die kursierenden Zahlen differenziert betrachtet werden. 

Lesen Sie das die gesamte Analyse hier als PDF.

Ansprechpartner

Dr. Andreas Jacobs

Dr

Leiter Abteilung Gesellschaftlicher Zusammenhalt

andreas.jacobs@kas.de +49 (0)30 26996 3744
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