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Veranstaltungsberichte

Einführung in den Wettbewerbs- und Innovationsindex der Westbalkanstaaten

Messung von Innovation für nachhaltiges und intelligentes Wachstum

Am 27. Mai wurde in Skopje vom Center for Research and Policy Making (CRPM) in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung eine Veranstaltung zu Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und digitaler Transformation in den Ländern des Westbalkans organisiert, bei der der Wettbewerbs- und Innovationsindex der Westbalkanstaaten vorgestellt wurde.

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Der Index bietet eine vergleichende Analyse der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der Region und enthält Empfehlungen zur Verbesserung öffentlicher Politiken zur Förderung nachhaltigen und intelligenten Wirtschaftswachstums. Die wichtigsten Ergebnisse zeigen, dass Nordmazedonien im Bereich der Hochtechnologieexporte bedeutende Resultate erzielt, während Skopje als zentrales Zentrum des Innovationsökosystems des Landes hervorsticht, insbesondere in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Patentaktivität sowie Zugang zu Risikokapital.

Weitere Informationen und die wichtigsten Ergebnisse des Index sind verfügbar unter: https://crpm.org.mk/product/balkan-subnational-innovation-competitiveness-index/ 

Der Bericht weist jedoch auch auf eine deutliche Kluft zwischen der Hauptstadt und den übrigen Regionen des Landes hin sowie auf die Notwendigkeit stärker regional ausgerichteter Politiken, die technologische Modernisierung, Produktivität, Digitalisierung und die Bindung qualifizierter Fachkräfte fördern.

An der Veranstaltung nahmen Vertreter von Institutionen, internationalen Organisationen, der Wirtschaft, der Wissenschaft und der Zivilgesellschaft teil. Die Diskussionen konzentrierten sich auf die Rolle von Innovation für das Wirtschaftswachstum, Investitionen in Forschung und Entwicklung, regionale Wettbewerbsfähigkeit sowie Chancen durch europäische Politiken und Innovationsinstrumente.

Zu den Rednern gehörten Stefan Andonovski, Minister für digitale Transformation; Zlatko Perinski, Minister für lokale Selbstverwaltung; Daniel Braun, offizieller Vertreter der Konrad-Adenauer-Stiftung; Stephen Ezell, Vizepräsident der Information Technology and Innovation Foundation (ITIF); Jelena Janevska, Programmdirektorin beim Netzwerk der Verbände lokaler Gebietskörperschaften Südosteuropas (NALAS); sowie Vertreter des CRPM.

Daniel Braun betonte: „Für die Konrad-Adenauer-Stiftung als politische Organisation ist die Durchführung einer solchen Konferenz in Zusammenarbeit mit den Partnern CRPM und der Global Trade and Innovation Policy Alliance von großer Bedeutung. Politische Stabilität, Demokratie sowie eine funktionierende Rechtsstaatlichkeit erfordern stabile und gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Daher ist es wichtig, Innovationen für zukünftigen wirtschaftlichen Erfolg zu fördern. Die heutige Präsentation des Wachstumsindex leistet hierzu einen wichtigen Beitrag.“

Marija Risteska, geschäftsführende Direktorin des CRPM, hob hervor:
„Die Ergebnisse des Index zeigen, dass Innovation keine Wahl ist – sie ist eine Voraussetzung für Wettbewerbsfähigkeit; Wettbewerbsfähigkeit ist nicht nur eine Frage der zentralen Politik, sondern auch der regionalen und lokalen Politik; regionale Ungleichheiten sind real und es müssen Maßnahmen entwickelt werden, um angemessen darauf zu reagieren. Daher sollte die lokale Wirtschaftsentwicklung ein zentrales Anliegen der Gemeinden sein und sich nicht nur auf die Gründung neuer Unternehmen und die Schaffung von Arbeitsplätzen beschränken, sondern auch auf die Steigerung von Produktivität, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit abzielen.“

Stephen Ezell von ITIF erklärte: „Länder befinden sich in einem intensiven Wettlauf um globale Innovationsvorteile, was die Notwendigkeit unterstreicht, dass politische Entscheidungsträger sich stark auf die Schaffung eines günstigen regulatorischen und politischen Umfelds konzentrieren müssen, in dem innovationsorientierte Branchen erfolgreich wachsen können. Nordmazedonien erzielt gute Ergebnisse im neu veröffentlichten Bericht ‚Balkan Subnational Innovation Competitiveness Index‘, der 48 Regionen aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Nordmazedonien und Serbien anhand von 13 Innovationsindikatoren bewertet. Dennoch zeigt die Forschung, dass Nordmazedonien seine Innovationswirtschaft weiter stärken sollte, insbesondere durch höhere Investitionen in Forschung und Entwicklung, verbesserten Zugang zu Risikokapital sowie durch Steigerung der Produktivität im verarbeitenden Gewerbe und die Förderung von Hochtechnologieexporten durch digitale Fertigung und Smart-Spezialisierungsstrategien.“

Kristijan Trajkovski, Projektkoordinator beim CRPM, stellte den Index vor, erläuterte relevante Indikatoren und bot einen vergleichenden Überblick über die Ergebnisse nach Regionen. Dabei hob er zentrale Ursachen der Resultate hervor sowie notwendige politische Maßnahmen, um das wirtschaftliche Potenzial der Region voll auszuschöpfen.

Jelena Janevska sprach über die wichtigsten Herausforderungen, mit denen lokale Selbstverwaltungen bei der Umsetzung von Maßnahmen auf lokaler und regionaler Ebene konfrontiert sind.

Minister Stefan Andonovski erläuterte neue gesetzliche Lösungen zur Förderung von Innovation und Unternehmertum sowie staatliche Investitionen in künstliche Intelligenz, darunter die Entwicklung eines nationalen KI-Zentrums in Zusammenarbeit mit der Europäischen Union, den Aufbau von Rechenzentren und die Vernetzung mit europäischen digitalen Hubs, die sich positiv auf Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft auswirken können.

Die Bedeutung einer ausgewogenen regionalen Entwicklung wurde besonders von Minister Zlatko Perinski hervorgehoben, der betonte, dass die Qualität öffentlicher Dienstleistungen und die Leistungsfähigkeit der lokalen Verwaltung direkten Einfluss auf Investitionsmöglichkeiten und lokale wirtschaftliche Entwicklung haben.

Abschließend wurde festgestellt, dass Innovation, digitale Transformation und regional ausgerichtete Politiken eine Schlüsselrolle bei der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und der Sicherung nachhaltigen Wirtschaftswachstums in den Ländern des Westbalkans spielen werden. Gleichzeitig wurde die Notwendigkeit betont, Politiken in den Bereichen Innovation, Digitalisierung und Forschung weiter auszubauen sowie die regionale Zusammenarbeit zu stärken und ein förderlicheres Umfeld für eine langfristige und intelligente Entwicklung der Region zu schaffen.

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