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Jahresberichte

Jahresbericht 2025 (PBF Sachsen)

Bericht über die Arbeit des Politischen Bildungsforums Sachsen im Jahr 2025

Im Jahr 2025 wurden mit Mitteln des Freistaates Sachsen vom Politischen Bildungsforum Sachsen (PBF Sachsen) 74 Veranstaltungen mit insgesamt 4.736 Teilnehmerinnen und Teilnehmern durchgeführt. Das PBF Sachsen war mit seiner Arbeit auch jenseits der sächsischen Großstädte zunehmend im ländlichen Raum und kleineren Städten aktiv, so u. a. in Bautzen, Pirna, Görlitz, Cunewalde, Arnsdorf, Großenhain, Berggießhügel und Liebstadt.

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Inhaltliche Schwerpunkte

 

Die Arbeit des Politischen Bildungsforums Sachsen (PBF Sachsen) basiert auf einer kontinuierlichen Analyse der gesellschaftlichen Lage mit dem Ziel, die Wahrnehmung und Wirkung der eigenen Arbeit stetig zu optimieren. Die Veranstaltungsplanung orientiert sich dabei an einer umfassenden Vernetzung in allen relevanten gesellschaftlichen Bereichen. In Dresden, Leipzig, Chemnitz, Zwickau, Bautzen, Pirna, Görlitz, Cunewalde, Arnsdorf, Großenhain, Berggießhügel, Liebstadt und weiteren Städten und Gemeinden fanden Veranstaltungen in unterschiedlichen Formaten statt. Diese boten ein durchgängiges und sichtbares Programm, das repräsentativ für das PBF Sachsen ist und von der Öffentlichkeit als Diskussionsplattform gut angenommen wird. Um den komplexen gesellschaftlichen Diskursen und Problemstellungen besser gerecht zu werden, setzte das PBF Sachsen zudem auf Veranstaltungsreihen in Ergänzung zu einzelnen Kurzformaten. Diese Reihen ermöglichen einen multiperspektivischen Zugang zu relevanten Themen und tragen dazu bei, unsere Zielgruppen längerfristig zu binden. Darüber hinaus wurden weitere Veranstaltungsformate gezielt an ausgewählten Standorten im ländlichen Raum etabliert, um auch außerhalb der Großstädte präsent zu sein. Dazu zählt insbesondere die Reihe „Dorfliebe – Politik persönlich nehmen“, die an verschiedenen Orten wie Cunewalde, Arnsdorf, Berggießhübel, Großröhrsdorf, Liebstadt und Ottendorf durchgeführt wurde.

 

Neben Angeboten für die breite Öffentlichkeit wurde 2025 die Arbeit mit Schülerinnen und Schülern sowie Studierenden weiter ausgebaut. Die in den Vorjahren eingegangenen Kooperationen mit Schulen wurden fortgesetzt und um neue Formate erweitert. Dazu gehören beispielsweise der „Safer Internet Day“ in Großenhain, Veranstaltungen zu Zivilcourage und Gewalt an der Schule, der „DenkTag“ zum Gedenken an die Opfer des Holocaust sowie Veranstaltungen zum Internationalen Tag der Demokratie. Darüber hinaus wurden mit Formaten wie „Entrepreneurship und Schule“ gezielt wirtschaftsbezogene Bildungsangebote für junge Menschen geschaffen. Das PBF Sachsen reflektiert permanent die gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen in Sachsen und Deutschland, insbesondere im Hinblick auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt, die Zukunft der Demokratie und den Einfluss der Digitalisierung. Zentrale Themen waren im Berichtsjahr Geopolitik und Sicherheitspolitik, Erinnerungskultur, Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt sowie Innovation und Wirtschaft. Ziel war es, Impulse zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der demokratischen Kultur zu setzen. Mit seinen partizipativen Veranstaltungsformaten fördert das Bildungsforum die demokratische Teilhabe. Hier sind im Berichtsjahr vor allem Formate der aufsuchenden politischen Bildung, wie z. B. die Reihe „Dorfliebe“, umgesetzt worden. Eine Veranstaltungsreihe in Chemnitz unter dem Titel „Deutschlands Rolle in der Indo Pazifik-Region“ beleuchtete die geopolitischen Herausforderungen im asiatisch pazifischen Raum, darunter die Beziehungen Chinas zu Russland, Indiens Aufstieg als Großmacht und die regionale Sicherheitsarchitektur. Zudem wurde die Erinnerungskultur als Themenschwerpunkt weiter verankert. In mehreren Veranstaltungen wurde unter dem Titel „Tag der Befreiung?“ das Kriegsende in Ostdeutschland thematisiert. Ziel ist es, auf Basis einer identitätsstiftenden Erinnerungskultur historisches Wissen zu vermitteln und daraus Sensibilität für aktuelle Prozesse und die Gestaltung der Zukunft zu entwickeln. Im Bereich Innovation thematisierte das PBF Sachsen die Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf Extremismus und Gesellschaft. Der geopolitische Kontext der TSMC-Ansiedlung in Dresden wurde in einer vielbeachteten Veranstaltung beleuchtet. Weitere Schwerpunkte waren Start-ups als Motor der Sozialen Marktwirtschaft sowie die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Unternehmen in Deutschland. Vor dem Hintergrund der Bundestagswahl im Februar 2025 und der sich verändernden geopolitischen Lage fanden Veranstaltungen statt, die die Notwendigkeit einer aktiven demokratischen Teilhabe und die Bedeutung unserer freiheitlichen Demokratie vermittelten. In der Reihe „Quo vadis Demokratie“ wurde in Dresden über Streitkultur, Ethik und Digitalisierung sowie gesellschaftlichen Zusammenhalt diskutiert. Ziel war es dabei, demokratiefeindliche Bestrebungen aufzuzeigen und die Gefahren extremistischen Gedankenguts herauszuarbeiten.

 

Herausragende Veranstaltungen (Auswahl)

 

Die Veranstaltung „Zukunft braucht Erinnerung“ am 28. Januar in Dresden, die mit 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmern großen Zuspruch fand, widmete sich der Bedeutung der Erinnerungskultur angesichts aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen. Beim Safer Internet Day „Together for a better internet“ am 11. Februar in Großenhain standen Gefahren im Internet im Mittelpunkt. Mit 75 teilnehmenden Schülerinnen und Schülern wurde die Medienkompetenz junger Menschen gefördert. Am 7. Februar fand in Dresden der „DenkTag“ unter dem Titel „Erinnerung als Auftrag. Gemeinsam gegen das Vergessen“ mit 124 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt, der sich dem Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus widmete. In einer Veranstaltungsreihe Ende April unter dem Titel „Tag der Befreiung? Das Kriegsende in Ostdeutschland“ beleuchteten wir in Chemnitz, Kriebstein und Zwickau die historischen Ereignisse des Kriegsendes und deren Bedeutung für die ostdeutsche Erinnerungskultur. Die Großveranstaltung „Nachdenken über Bach“ am 14. und 15. Juni in Leipzig war mit 1.400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern die größte Veranstaltung des Jahres und setzte kulturelle Bildung in Verbindung mit gesellschaftspolitischen Fragestellungen.

Im August thematisierten wir in der Veranstaltung „Künstliche Intelligenz und Extremismus“ in Dresden die Schnittstelle zwischen neuen Technologien und demokratiefeindlichen Bestrebungen mit 94 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Mit dem Thema „Mentale Gesundheit für die Familie“ setzte sich unser traditionelles Familienseminar vom 5. bis 7. September in Schmochtitz auseinander. Am 8. September fand in Zschopau die Veranstaltung „35 Jahre Deutsche Einheit – Freiheit damals und heute“ mit 75 Schülerinnen und Schülern statt, die den Jahrestag der Deutschen Einheit in einen aktuellen Kontext setzte. Am 23. Oktober beleuchteten wir in Dresden den geopolitischen Kontext der TSMC Ansiedlung in Sachsen. Mit 111 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war dies eine der bestbesuchten Einzelveranstaltungen des Jahres und verband Wirtschafts- mit Sicherheitspolitik. Die Veranstaltung „75 Jahre Flugblattaktion der Belter Gruppe“ am 27. Oktober in Leipzig erinnerte mit 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern an den mutigen Widerstand gegen die SED-Diktatur und setzte ein Zeichen für die Bedeutung von Zivilcourage in der Demokratie. Eine Studienreise nach Breslau vom 13. bis 16. November widmete sich den deutsch polnischen Beziehungen und vermittelte historische sowie aktuelle Perspektiven auf die gemeinsame Nachbarschaft.

 

Zielgruppen

 

Ein Großteil der Angebote richtet sich an die breite Öffentlichkeit. Wie in den Vorjahren hatte darüber hinaus die Arbeit mit Schülerinnen und Schülern aller Schulformen einen hohen Stellenwert. Mit Themen wie Wirtschaftsdynamik, Entrepreneurship und der TSMC-Ansiedlung wurden auch gezielt Unternehmerinnen und Unternehmer angesprochen. Darüber hinaus wurden Lehrkräfte mit speziellen Fortbildungsformaten adressiert.

 

Statistik

 

Im Jahr 2025 wurden mit Mitteln des Freistaates Sachsen vom Politischen Bildungsforum Sachsen (PBF Sachsen) 74 Veranstaltungen mit insgesamt 4.736 Teilnehmerinnen und Teilnehmern durchgeführt. Davon waren 57 Kurzzeitveranstaltungen, zehn eintägige Veranstaltungen und sieben mehrtägige Veranstaltungen.

 

Erwirtschaftete Einnahmen/Kooperationsbeiträge

 

Im Jahr 2025 wurden 18.521,55 Euro an Teilnahmegebühren erzielt. Durch Kooperationen konnten mehrfach Veranstaltungsräume kostenfrei genutzt werden, z. B. die Universitätsbibliothek Chemnitz und verschiedene kommunale Einrichtungen im ländlichen Raum. Die verstärkte Bewerbung mehrerer Veranstaltungen auf einem Flyer und der zunehmende Verzicht auf gedruckte Einladungen trug zu einer sparsamen Bewirtschaftung der Mittel bei. Dresden, 17. Februar 2026 Ronny Heine Landesbeauftragter der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. für den Freistaat Sachsen

 

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Kontakt Ronny Dirk Heine
Ronny Dirk Heine
Landesbeauftragter und Leiter Politisches Bildungsforum Sachsen
Ronny.Heine@kas.de +49 351 563446-0 +49 351 563446-10

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Über diese Reihe

Die Jahresberichte des Politischen Bildungsforums Sachsen der Konrad-Adenauer-Stiftung liefern einen Überblick zur Arbeit und den vielfältigen Aktivitäten der Stiftung in Sachsen.
Ronny Dirk Heine
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Landesbeauftragter und Leiter Politisches Bildungsforum Sachsen
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