Vortrag

„1968“: Internationalität und innergesellschaftliche Konflikte in BRD und DDR

Leider entfällt die Veranstaltung zum Thema "Universität als Pranger? Zum Umgang mit der NS-Vergangenheit nach 1968" mit Prof. Wolfgang Schuller aufgrund von Krankheit. Prof. Rehberg ist der Ersatzreferent.

Details

Unterschiedliche Erfahrungen durch die deutsche Teilung erschweren es, eine einzige nationale Erzählung – ein gemeinsames Narrativ – zu entwickeln. Wie gehen wir mit verschiedenen Interpretationen der Vergangenheit unseres Landes um?

Dies wird besonders exemplarisch am Jahr 1968 und dessen Folgen sichtbar. Die antiautoritären Proteste in der BRD von 1968 jähren sich dieses Jahr zum fünfzigsten Mal. Bis heute prägen sie unser kulturelles Gedächtnis und gelten als bedeutender Umbruch in der deutschen Nachkriegszeit. Für Viele in der Bundesrepublik Deutschland stellten der Tod Benno Ohnesorgs und die daran anschließenden Ereignisse den Beginn der außerparlamentarischen Opposition dar. Währenddessen war die Zäsur in der ehemaligen DDR mit der Verabschiedung einer neuen Verfassung und den Erfahrungen des Prager Frühlings ganz anders gelagert. Die antireligiöse Politik der SED fand im Jahr 1968 ihren Höhepunkt in den Sprengungen der Leipziger Universitätskirche und der Potsdamer Garnisonskirche. Die zunehmende ideologische Einmauerung wurde deutlich. Institutionen wie die Kirche und die Universitäten erlebten die Auswirkungen dieser Abschottung ebenso wie die Bürger

Die verschiedenen Erfahrungen in Ost und West prägen das Erinnern bis heute. Dies ist Anlass, sich in einer vergleichenden Perspektive den Geschehnissen von damals zu widmen. Gemeinsam mit Ihnen möchten wir den Auswirkungen des Jahres 1968 in Ost- und Westdeutschland auf die Spur gehen. Was ist 50 Jahre nach der politischen und moralischen Revolte von den „68ern“ geblieben? Welchen Einfluss hat die Bewegung bis heute und welche unterschiedlichen Narrationen dominieren in Ost- und Westdeutschland zum damaligen Geschehen?

Wir freuen uns darauf mit Ihnen über diese Fragen ins Gespräch zu kommen.

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Veranstaltungsort

Stadtmuseum Dresden - Landhaus
Wilsdruffer Str. 2,
01067 Dresden
Deutschland
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Referenten

  • Prof. Karl-Siegbert Rehberg
    • Soziologe
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      Maria Bewilogua

      Maria Bewilogua bild

      Wissenschaftliche Mitarbeiterin

      maria.bewilogua@kas.de +49 351 563446-0 +49 351 563446-10
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      Dr. Joachim Klose

      Dr

      Landesbeauftragter und Leiter Politisches Bildungsforum Sachsen

      joachim.klose@kas.de +49 351 563446-0 +49 351 563446-10
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