Veranstaltungsberichte

Vorlesung: Rolle des Populismus in der deutschen Politik

Der wissenschaftliche Mitarbeiter des Regionalprogramms Politischer Dialog Südkaukasus Benjamin Fricke hielt am 07. Februar 2017 die erste einer Reihe von Vorlesungen über politische und gesellschaftliche Entwicklungen in Deutschland, Europa und den transatlantischen Beziehungen.

Der wissenschaftliche Mitarbeiter des Regionalprogramms Politischer Dialog Südkaukasus Benjamin Fricke hielt am 07. Februar 2017 die erste einer Reihe von Vorlesungen über politische und gesellschaftliche Entwicklungen in Deutschland, Europa und den transatlantischen Beziehungen. Angelehnt an eine bereits an der Staatlichen Universität Tiflis begonnene Vorlesereihe über Parteienpolitik, lag der Fokus auf den derzeitigen Entwicklungen von alternativen und populistischen Bewegungen in Deutschland und Europa.

Es wurde in diesem Zusammenhang auf die deutsche Geschichte und deren Wandel seit der von Martin Luther 1517 begonnenen Reformation, bis hin zur Reichsgründung 1871 und 1990 stattfindenen deutschen Wiedervereinigung eingegangen. Herr Fricke hob dabei die Entsteheung und Bedeutung der Christdemokratie hervor, die auf Grund der deutschen Religionsgeschichte tief in der politischen Tradition verwurzelt ist. Die CDU in ihrer heutigen Form ist ein Spiegelbild des Wandels und der politischen Umbrüche in Deutschland.

Es gilt daher die Christdemokratie als Anker und Wertebasis für die Zukunft zu pflegen und weiterzuentwickeln.

Der abschließende Teil der Vorlesung bezog sich auf alternative und populitische Bewegungen die sich in den letzten Jahren in den einzelnen europäischen Ländern vermehrt festigen und ausbreiten. Hierzu fand im Plenum eine offene Debatte über wirtschaftliche, soziale und politische Grundsatzentscheidungen statt. Die Studenten konnten Ihre Vorschläge und Meinungen in die Analyse einfliessen lassen und perspektivisch die Bedeutung solcher Entwicklungen in Europa auf Armenien diskutieren.

Die zweite Vorlesung dieser Reihe wird am 19. April 2017 in der Staatlichen Universität von Eriwan statt finden und sich mit dem Parlamentarismus in Deutschland befassen. Da in Armenien nach der Parlamentswahl am 02. April 2017 eine Verfassungsreform nach deutschem Vorbild in Kraft treten wird, ist die Arbeitsweise des Bundestages von herausragender Bedeutung für die armenischen Studentinnen und Studenten.