Nach 35 Jahren Opposition ist die CDU wieder stärkste Partei in Rheinland-Pfalz mit 31,0 Prozent und kann mit Gordon Schnieder den Ministerpräsidenten stellen. Die SPD erzielt nach deutlichen Verlusten 25,9 Prozent – und damit ihr historisch schlechtestes Ergebnis in dem Bundesland. Auch die anderen Parteien der bisherigen Ampel-Regierung verlieren. Während die Grünen nur leichte Einbußen haben und auf 7,9 Prozent kommen, verpasst die FDP nach einem Verlust von 3,4 Prozentpunkten mit einem Ergebnis von 2,1 Prozent den Einzug in den Landtag deutlich. Die AfD kann ihr Ergebnis mehr als verdoppeln und kommt mit 19,5 Prozent auf ihr mit Abstand bestes Ergebnis in dem Bundesland. Die Linke und die Freien Wähler scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde.
Die Wahl ist geprägt von den Zukunftssorgen der Menschen. Die CDU profitiert insbesondere von der Kompetenzzuschreibung im Bereich Wirtschaft. Die SPD hat an Kompetenzzuschreibung verloren und kann nicht von einem Amtsbonus ihres Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer profitieren. Die AfD profitiert von der erneut gestiegenen Wahlbeteiligung und gewinnt überdurchschnittlich viele Stimmen ehemaliger Nichtwählerinnen und Nichtwähler. In den Bereichen Asyl- und Flüchtlingspolitik sowie innere Sicherheit werden der AfD von etwa einem Viertel der Wahlberechtigten Kompetenzen zugeschrieben. Für die Wählerschaft der Grünen ist das Thema Klima- und Umweltschutz von zentraler Bedeutung.
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