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KAS / Rana Dilara Taskoparan
ღონისძიების მოხსენებები

Globale Präsenz mit strategischem Kompass – Das Wirken von Dr. Gerhard Wahlers

36 Jahre Engagement

Am 7. Januar 2026 würdigte die Konrad-Adenauer-Stiftung das 36-jährige Wirken von Dr. Gerhard Wahlers, stellvertretender Generalsekretär und Leiter der Hauptabteilung Europäische und Internationale Zusammenarbeit. Anlässlich seines bevorstehenden Ruhestands kamen Ehrengäste, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Institutionen, Verbänden und Vereinen sowie zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung zusammen, um auf eine prägende Zeit zurückzublicken. Zu den Gästen zählten unter anderem Dr. Johann Wadephul, Bundesminister des Auswärtigen, Gunther Krichbaum, Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt sowie Dr. Géza Andreas von Geyr, Staatssekretär im Auswärtigen Amt.

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Nur wenige Tage nach ihrem Amtsantritt als Vorsitzende der Stiftung würdigte Annegret Kramp-Karrenbauer in einer Rede den stellvertretenden Generalsekretär und Leiter der Hauptabteilung Europäische und Internationale Zusammenarbeit, Dr. Gerhard Wahlers, anlässlich seines Eintritts in den Ruhestand. Sie bezeichnete ihn als „eine Institution“ der Stiftung und dankte für eine herausragende Laufbahn, die als Referent der „Hauptabteilung 1“ der Internationalen Zusammenarbeit begann, über Stationen als Leiter verschiedener Auslandsbüros führte und schließlich in die Leitung der Abteilung Europäische und Internationale Zusammenarbeit überging. 2007 übernahm Wahlers zusätzlich die Verantwortung als stellvertretender Generalsekretär. Kramp-Karrenbauer betonte, er habe maßgeblich dazu beigetragen, die internationalen Aktivitäten der Stiftung auszubauen und an die sich wandelnden geopolitischen Rahmenbedingungen anzupassen.

 

„Abschiedsworte müssen kurz sein wie Liebeserklärungen“ (Theodor Fontane)

Prof. Dr. Norbert Lammert, Präsident des Deutschen Bundestages a.D. und Ehrenvorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung, bezeichnete Gerhard Wahlers als hochgeschätzten Partner in Politik und Wissenschaft, bei Abgeordneten, in Ministerien und in Think Tanks. Wahlers habe die weltweite Vernetzung der Stiftung entscheidend vorangetrieben und den außenpolitischen Diskurs in Deutschland nachhaltig mitgeprägt. Der Ehrenvorsitzende hob sein besonderes Gespür dafür hervor, zu erkennen, wo neue Entwicklungsmöglichkeiten und Netzwerke entstehen können und wo es geboten sei, Aktivitäten zurückzufahren. In der fortlaufenden Auslandsarbeit der Stiftung habe Wahlers stets neue Akzente gesetzt, etwa mit Blick auf eine stärkere Präsenz an UN-Standorten (Genf, New York, Wien, Nairobi) oder beim Ausbau von Medien- und Rechtsstaatsprogrammen. Gleichzeitig gehörten auch Rückschläge – wie die Schließung der Büros in Ägypten, Russland und Afghanistan – zum Entwicklungsprozess der Stiftung in den vergangenen Jahren. Ganz im Sinne von Aristoteles „Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen“.

Zum Abschluss seiner Rede griff Lammert ein Zitat von Michel de Montaigne auf: „Wenn wir Abschied nehmen, wird unsere Neigung zu dem, was wir schätzen, immer noch etwas wärmer.“ In diesem Geist überreichte er Wahlers als gebürtigem Münsteraner eine Lithografie eines bekannten Gemäldes, das den Friedensschwur zwischen den Niederlanden und Spanien in Münster dokumentiert, als Vorgriff auf den Westfälischen Frieden von 1648.

„Außenpolitik ist People Business

Dr. Johann Wadephul MdB, Bundesminister des Auswärtigen und ehemaliger KAS-Stipendiat, würdigte die Auslandsarbeit der Stiftung und hob deren hohen Stellenwert für die Bundesregierung hervor. Besonders betonte er die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Gerhard Wahlers – sowohl in seiner aktuellen Funktion als auch in seiner Zeit als stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, als sie unter anderem gemeinsam die Kiel Security Conference initiierten, ein heute fest etabliertes internationales Expertenforum.

In seiner Rede ging Wadephul insbesondere auf die transatlantischen Beziehungen sowie auf Israel und die USA ein, zwei Länder, die zentrale Stationen in Wahlers’ beruflicher Laufbahn darstellten. So leitete Wahlers von 1997 bis 2003 die KAS-Auslandsbüros in den USA und war zuvor von 1994 bis 1997 in Israel tätig. Wadephul betonte ebenfalls, dass Wahlers die sicherheitspolitische Dimension internationaler Politik frühzeitig erkannt und strategisch konsequent verankert habe. Zugleich habe er sich nachhaltig dafür eingesetzt, dass Lateinamerika als sicherheits- und ordnungspolitisch relevante Region nicht aus dem Blick gerät; sein Interesse für die Region zeigte sich bereits in seiner Dissertation zu den christlichen Gewerkschaften in Lateinamerika. Auch die ersten beiden Büros der Stiftung wurden in Chile und Venezuela eröffnet. Darüber hinaus würdigte Wadephul Wahlers’ inhaltliche Schwerpunktsetzungen, etwa das eigenständige Regionalprogramm für die Golfstaaten sowie dessen Engagement in für Deutschland strategisch bedeutsamen Länder. Seine Rede endete mit einem Appell: „Bitte bleiben Sie erreichbar!“.

 

„Eine politische Stiftung zu sein, heißt nicht neutral zu sein“

Die Internationale Zusammenarbeit der Stiftung wird in diesem Jahr 64 Jahre alt – mehr als ein Drittel dieser Zeit wurde sie von Gerhard Wahlers geprägt. 2003 übernahm er die Leitung und fusionierte die beiden Hauptabteilungen „Entwicklungsländer“ und „Industrieländer“ zu einer gemeinsamen Abteilung. Caroline Kanter, stellvertretende Leiterin der Hauptabteilung Europäische und Internationale Zusammenarbeit und designierte Nachfolgerin von Wahlers, betonte in ihrer Rede die „Seismographenfunktion“, die allen Auslandsmitarbeitern der Stiftung zukomme – ein Begriff, den er in der Stiftung fest etabliert habe: Frühzeitig Themen erkennen, diese in politische, gesellschaftliche und wissenschaftliche Debatten einspeisen und daraus Handlungsempfehlungen ableiten. Wahlers setzte auch innerhalb der Stiftungszentrale früh wichtige strategische Akzente und trieb die Etablierung digitaler Arbeits- und Verwaltungsprozesse voran. So gab er beispielsweise wichtige Impulse bei der Etablierung von Vorgangsbearbeitungs- und Dokumentenmanagementsystemen, deren Nutzung heute ganz selbstverständlich die Arbeit der weltweiten Stiftungsaktivitäten erleichtern und beschleunigen. Ein besonderes Anliegen sei ihm außerdem die Unterstützung und Fürsorge für Mitarbeiter in Krisensituationen gewesen – unabhängig davon, ob es sich um Ortskräfte oder entsandte Mitarbeitende in Einsatzgebieten wie Afghanistan, der Ukraine oder jüngst Venezuela handelte.

Nach rund 200 Ausgaben und mehr als zwei Jahrzehnten als Herausgeber verabschiedet sich Wahlers auch von den „Auslandsinformationen“. Unter seiner Führung erfuhr das Magazin eine kontinuierliche Weiterentwicklung – mit englischsprachiger Ausgabe, Podcast und eigenen Social-Media-Kanälen.

Als Abschiedsgeschenk überreichte Caroline Kanter als künftige Herausgeberin der Auslandsinformationen eine Sonderausgabe des Magazins mit Erinnerungen von nationalen und internationalen Wegbegleitern sowie aktuellen und ehemaligen KAS-Kollegen. Ergänzt wurde das Geschenk durch ein gerahmtes Bild im Stil eines Magazin-Covers: Ein Mosaik aus verschiedenen Aufnahmen von Wahlers, das zusammen ein Porträt von Konrad Adenauer ergibt.

 

„Die Stiftung in guten Händen – das ist ein gutes Gefühl, wenn man geht“

Ein deutlich bewegter Gerhard Wahlers bedankte sich für die Anwesenheit der hochrangigen und zahlreichen Gäste und ließ noch einmal einzelne Stationen seiner Arbeit für die Stiftung Revue passieren. Einen besonderen Dank richtete er abschließend an die weltweit live zugeschalteten Ortskräfte für ihre herausragende Arbeit. Auch würdigte er seine persönlichen Referenten und Sekretariatskräfte sowie all jene Kolleginnen und Kollegen, mit denen er während seiner beruflichen Laufbahn eng zusammengearbeitet hat.

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