Rechtsstaatlichkeit in Südosteuropa im Jahr 2025
Bericht aus der Region: Fortschritt, Stagnation, Rückschritt
Ende 2025 hat das World Justice Project (WJP) seinen neuesten Index zur Entwicklung der Rechtsstaatlichkeit weltweit veröffentlicht. Die Daten helfen dabei, ein Bild der Situation in den untersuchten Ländern anhand eines breiten Spektrums an Informationen zu präsentieren. Der vorliegende regionale Bericht fasst Daten aus dem World Justice Project Rule of Law Index 2025, den Rechtsstaatlichkeitsberichten der Europäischen Kommission und unseren eigenen Analysen zusammen, um einen Überblick über die Unabhängigkeit der Justiz, Regierungsführung, Korruption und Einschränkungen von Grundrechten in zehn südosteuropäischen Ländern zu geben. Die Region präsentiert sich 2025 als komplexes Geflecht unterschiedlicher Entwicklungen im Bereich der Rechtsstaatlichkeit. Während Kroatien und Rumänien im WJP Rule of Law Index regional führend sind, gehört Serbien zu den Ländern mit dem weltweit stärksten Rückgang der Rechtsstaatlichkeit. Während Montenegro, Nordmazedonien und Albanien einige Verbesserungen erreichen konnten, weisen Bulgarien und Moldau weiterhin einige Schwächen auf. Auch Bosnien und Herzegowina sowie der Kosovo haben schwierige Entwicklungen durchlaufen. Schließlich bleibt Korruption eine universelle Herausforderung in der Region.