Dr. Otmar Oehring

Koordinator Internationaler Religionsdialog

Seit 1. August 2016 ist Dr. Otmar Oehring Koordinator Internationaler Religionsdialog im Team Politikdialog und Analyse. Zuvor leitete er von Dezember 2012 bis Juli 2016 das Länderprojekt Jordanien. Von 1983 bis 2012 war er Referent in der Auslandsabteilung von missio - Internationales Katholisches Missionswerk, Aachen, – zunächst mit Schwerpunkt ‚islamische Länder’, dann Referatsleiter Afrika/Naher Osten und zuletzt seit 2001 Leiter der Fachstelle Menschenrechte. Hier hat er sich maßgeblich um das Thema Religionsfreiheit und eine Aufnahmelösung für irakische Flüchtlinge gekümmert. Ab 2009 war er Mitglied des OSCE/ODIHR Advisory Panel of Experts on Freedom of Religion or Belief. Bereits seit 1981 ist er als Gutachter in Asylverfahren tätig.

Lebenslauf

Expertise

  • Islamische Welt, insbesondere Naher Osten
  • Menschenrechte
  • Religionsfreiheit
  • Interreligiöser Dialog

Kontakt

Otmar.Oehring@kas.de 030 26996 - 3743

Abteilung

Weitere Informationen zur Person finden Sie hier:

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Publikationen

Die Politische Meinung

Sehnsucht nach der Vorkriegszeit

von Otmar Oehring

Zur Situation der Christen in Syrien

Auslandsinformationen

Hoffen auf ein Wunder

von Otmar Oehring

Zum möglichen Ende christlicher Präsenz im Irak
Der Irak gehört zu jenen Ländern, die gemeinhin als Wiege der Christenheit bezeichnet werden. Seit 2003 ist die Zahl der Iraker christlichen Glaubens allerdings dramatisch zurückgegangen. Ob das Christentum im Irak überhaupt eine Zukunft hat, steht derzeit in den Sternen.

Die Politische Meinung

Lieber unter Diktatoren?

von Otmar Oehring

Christen im Nahen Osten

Einzeltitel

Christen und Jesiden im Irak

von Otmar Oehring

Aktuelle Lage und Perspektiven
Die meisten religiösen Minderheiten sahen den Irak vor der Invasion 2003 als säkulares Land in dem die Religionsfreiheit garantiert war. Heute blicken sie mit Sorge in die Zukunft. Der Irak war nie ein säkulares Land und Religionsfreiheit nicht garantiert. Dennoch konnten Christen, Jesiden und andere religiöse Minderheiten bis 2003 ihren Glauben ohne Probleme leben. Das hat sich geändert – und nicht erst seit dem Eroberungsfeldzug des "Islamischen Staats" im Sommer 2014. Die Zahl der Christen und Jesiden hat massiv abgenommen. Und die Zukunftsperspektiven sehen düster aus.

Einzeltitel

Les Chrétiens en Syrie

von Otmar Oehring

Situation actuelle et perspectives
Les chrétiens sont concrètement menacés par des groupes islamiques radicaux ainsi que par le régime, mais avant tout – comme tous les Syriens – par la guerre. La population chrétienne de Syrie est divisée entre les partisans du régime, ses adversaires et ceux qui ne voient tout simplement plus aucun avenir en Syrie dans les circonstances actuelles.

Analysen und Argumente

Christen in Syrien: Aktuelle Lage und Perspektiven

von Otmar Oehring

Current Situation and Future Outlook
Syrien sei ein säkulares Land, die Religionsfreiheit werde garantiert. Auch wenn das so nie gestimmt hat, konnten Christen in Syrien bis 2010 ihren Glauben ohne massive Probleme leben. Viele Kirchenführer hoffen, dass das so bleibt, auch viele Christen – manche kämpfen dafür. Der Bürgerkrieg hat bereits mehr als 500.000 Opfer gefordert, 6,5 Mio. Syrer zu Binnenflüchtlingen und fast 5 Mio. zu Flüchtlingen gemacht. Die Zahl der Christen hat um mindestens 50% abgenommen. Sie sind geflohen vor dem Krieg, dem Regime, den Islamisten. Werden sie nach dem Ende des Konflikts nach Syrien zurückkehren?

Länderberichte

Gestrandet im Niemandsland

von Imke Haase, Otmar Oehring

63.000 syrische Flüchtlinge sitzen im syrisch-jordanischen Grenzgebiet fest
Rund 63.000 Syrer sitzen zurzeit in Ruqban und Hadalat fest, provisorischen Camps in einer kargen Wüstenlandschaft an der Grenze zwischen Syrien und Jordanien. Hilfsorganisationen beschreiben ein gesetzloses Niemandsland, in dem Wasser, Nahrungsmittel und Gesundheitsversorgungen kaum zugänglich sind. Diese Orte werden von Gewalt und Angst bestimmt, schwere Krankheiten haben sich ausgebreitet, Hilfeleistungen hingegen sind nur auf minimale, lebenssichernde Maßnahmen beschränkt.

Länderberichte

Wohlstandsgefälle und soziale Mobilität in Jordanien

von Otmar Oehring, Jelena Weber

Fährt man durch die Straßen von West Amman, hat man keineswegs das Gefühl sich in einem Entwicklungsland zu befinden und generell gelten die Lebenshaltungskosten als hoch. Dabei leben 16% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze, und die Jugendarbeitslosigkeit liegt offiziell bei 27%, wobei der Anteil der Bevölkerung unter 30 Jahren ca. 70% beträgt. Man muss sich unweigerlich fragen, wie die jordanische Bevölkerung diese Preise, die sogar für Europäer hoch sind, verkraften kann.