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Sehr geehrte Damen und Herren,
dass die westlichen Demokratien zunehmend unter Druck geraten, wird vielfach festgestellt. Häufig werden dafür vor allem äußere Faktoren wie der Aufstieg autoritärer Staaten oder der Einfluss populistischer Bewegungen verantwortlich gemacht. Für Ferdinand Knauß greifen diese Erklärungen jedoch zu kurz.
In seinem Vortrag zeichnet er die Entwicklungslinien des Westens über mehrere Jahrzehnte nach und sucht die Ursachen für aktuelle Krisen tiefer in der eigenen Geschichte.
Seinen Ausgangspunkt setzt er in den gesellschaftlichen Umbrüchen der späten 1960er-Jahre. Der Konflikt zwischen der Kriegsgeneration und den sogenannten „Achtundsechzigern“ habe nicht nur zur kritischen Aufarbeitung der Vergangenheit beigetragen, sondern auch grundlegende Zweifel am westlichen Gesellschaftsmodell hervorgebracht. Obwohl dieser Protest zunächst nicht zu einem grundlegenden Systemwechsel führte, beschreibt Knauß, wie zentrale Ideen dieser Bewegung im Zuge eines „Marsches durch die Institutionen“ langfristig an Einfluss gewannen.
Nach seiner Analyse hat sich dadurch das Verständnis liberaler Demokratie verändert: Statt als offenes Regelwerk für eine pluralistische Gesellschaft verstanden zu werden, werde sie zunehmend als moralisches Projekt interpretiert, das universelle Ziele durchsetzen soll. Dieser Anspruch, so die These des Buches, stoße immer häufiger an praktische Grenzen und trage zur aktuellen Verunsicherung westlicher Gesellschaften bei.
Haben wir Partner und Gegner falsch eingeschätzt? Wie könnte eine mutigere zukunftssichere Außenpolitik aussehen, mit der sich in einer Welt im Dauerkrisenmodus bestehen lässt? Was wir mit welchen Partnern zusammen erreichen wollen, welche Mittel wir dazu benötigen– all das gilt es von Grund auf neu zu besprechen.
Ferdinand Knauß studierte Geschichte und Japanologie in Düsseldorf, Nantes und Tokio und arbeitete unter anderem für die „Wirtschaftswoche“ und das „Handelsblatt“. Heute ist er Redakteur bei der politischen Zeitschrift „Cicero“ und beschäftigt sich intensiv mit Fragen der politischen Kultur und der Entwicklung westlicher Demokratien.
Gemeinsam mit unserem Partner, der Union Stiftung e.V., laden wir Sie herzlich zu dieser Veranstaltung ein. Eine verbindliche Anmeldung ist bis spätestens 30.04.2026 erforderlich (sofern noch Plätze frei). Bitte nutzen Sie hierfür den Button "Anmelden". Mehr Infos siehe Einladungsprogramm, AGBs und Datenschutz. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Besuchen Sie auch unsere Infostände vor Ort, fordern Sie unsere regelmäßigen Einladungen und Programme an und schauen Sie auf unsere Homepage und die Social-Media-Kanäle. Wir freuen uns auf Sie.
Mit freundlichen Grüßen
Politisches Bildungsforum Saarland*
Konrad-Adenauer-Stiftung
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