Publicador de Conteúdo

Contribuições aos eventos

Chile startet ins Präsidentschaftswahljahr

Wachsende Altersarmut setzt Politik unter Druck

Nachdem in Chile die Sozialisten von Präsidentin Michelle Bachelet bei den Kommunalwahlen im Oktober 2016 überraschend gegen die rechte Koalition Vamos Chile verloren haben, blickt das Land gespannt auf die anstehenden Präsidentschaftswahlen. Im November 2017 sind rund 13,5 Millionen Wählerinnen und Wähler aufgerufen ihre Stimme abzugeben.

Publicador de Conteúdo

Compartilhar

Clique aqui para visualizar o conteúdo.
Ou ajuste suas configurações de cookies em proteção de dados.

Nimmt man die auseinanderdriftende Regierungskoalition als Indiz, hat der Wahlkampf bereits begonnen. Er dürfte turbulent werden. So hat in den letzten Monaten eine wachsende Protestbewegung die Verstaatlichung der Pensionskassen und eine Erhöhung der Altersbezüge gefordert. Dabei kam es auch zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Das private Rentensystem wurde 1981 von der Militärdiktatur Augusto Pinochets eingeführt. Nach Angaben der staatlichen Aufsichtsbehörde beziehen die chilenischen Pensionäre durchschnittlich mit umgerechnet 287 Euro nur noch knapp 30 Prozent des Durchschnittgehalts. Die Regierung Pinochets hatte bei der Einführung des Systems versichert, die Arbeitnehmer würden als Pensionäre ein Mindesteinkommen von 70 Prozent ihres jeweiligen Gehalts bekommen. Heute droht vielen Rentnern die Altersarmut.

Weitere Themen, um die sich der Wahlkampf nach Einschätzung des Leiters des Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung in Santiago de Chile, Andreas Klein, drehen dürfte, sind die Zukunft des Gesundheits- und Bildungssystems sowie die Dezentralisierung des Landes. Auch die Vertrauenskrise, mit der sich die Politik konfrontiert sieht, dürfte eine Rolle spielen. Vetternwirtschaft und Korruption ziehen sich laut Klein durch alle Parteien und Fraktionen. Er schließt es daher auch nicht aus, dass ein Überraschungskandidat „aus dem Showbusiness oder der Wirtschaft“ ins Rennen um die Präsidentschaft geht.

Für die Konrad-Adenauer-Stiftung ist Chile ein besonderes Land. Hier wurde vor 60 Jahren das zweite Auslandsbüro – nach dem in Venezuela - überhaupt eröffnet. Heute sind er mehr als 100 Büros weltweit. In dieser Zeit ist ein breites Netzwerk entstanden. Zu den Altstipendiaten zählen etwa der derzeitige Innenminister Mario Fernandez und der stellvertretende Außenminister.

“Chile ist ein Land der Extreme”, so der Leiter des Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung in Santiago de Chile, Andreas Klein.

Publicador de Conteúdo

Contato Andreas Michael Klein
Andreas Michael Klein
Leiter des Regionalprogramms Politikdialog Asien
andreas.klein@kas.de +65 6603 6162
Relatórios dos países
5 de abril de 2016
Leia agora
Contribuições aos eventos
12 de dezembro de 2016
Leia agora
Relatórios dos países
21 de outubro de 2016
Leia agora

comment-portlet

Publicador de Conteúdo

Publicador de Conteúdo

Sobre esta série

A Fundação Konrad Adenauer, os seus órgãos e centros de formação e os seus escritórios no estrangeiro sugerem anualmente vários milhares de eventos sobre temas sempre diferentes. Em www.kas.de, informamos, de uma forma sempre actual e em exclusivo, sobre determinadas conferências, eventos, simpósios, etc.. É aqui que também encontrará materiais adicionais, como imagens, manuscritos de palestras, vídeos ou trechos áudio gravados, para além de um resumo dos conteúdos.

Obter informações sobre pedidos

erscheinungsort

Berlin Deutschland