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IMAGO / Sven Simon
Analysen und Argumente

Mehr KI für Verteidigung und Resilienz

Natascha Zowislo-Grünewald, Franz Beitzinger, Ferdinand Alexander Gehringer, Dierk Spreen

Impulse für eine agile zukunftsfähige Bundeswehr

Technologische Fortschritte, eine neue Weltlage mit akuter Bedrohung der NATO-Ostflanke, hybride und kognitive Angriffe auf Deutschland und seine Verbündeten sowie veränderte Kommunikationsbedingungen stellen die Bundeswehr vor neue Herausforderungen. Künstliche Intelligenz ist aber nicht nur Treiber bei diesen Entwicklungen, sondern zugleich eine Antwort. Dafür bedarf es einer KI-Strategie, die wesentliche Herausforderungen gezielt adressiert und die Möglichkeiten von KI nach ethischen Richtlinien aktiv nutzt, um effizient abschrecken zu können.

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Künstliche Intelligenz ist nicht nur in der Arbeitswelt und in der Wirtschaft ein Treiber für Veränderungen, Innovationen oder Risiken. Das gilt auch für den militärischen Bereich. Eine umfassende Unterstützung durch künstlich intelligente Automation im Verteidigungssektor ist wünschenswert und – was die Bundeswehr angeht – auch dringend erforderlich. Das Potential von Künstlicher Intelligenz für die Verteidigung Deutschlands und für die Abschreckung möglicher Gegner ist sehr hoch. Zudem befinden wir uns bereits in einem hybriden Konflikt, in dem strategische kognitive Angriffe auf unsere Demokratie die Regel und nicht die Ausnahme sind. Auch hier kann KI helfen – ebenso beim Schutz von Bevölkerung und kritischer Infrastruktur.

Die Entwicklung innovativer KI-gestützter Systeme sowie Implementation in den Domänen Boden, Luft, See, Weltraum, Cyberspace, Kommunikation und Mensch erfordert allerdings einen tiefgreifenden Mindset-Wandel in der Bundeswehr und im BMVg, angepasste Planungs- und Beschaffungsprozesse, digitale Souveränität sowie engere Kooperation mit innovativen Unternehmen einschließlich Start-ups. Ein Workshop mit über 50 Expertinnen und Experten, der vom Institut für Organisationskommunikation an der Universität der Bundeswehr München, der Estnischen Militärakademie und der Konrad-Adenauer-Stiftung im Herbst 2025 durchgeführt wurde, identifizierte wesentliche Potentiale und Handlungsfelder KI-gestützter Innovation. Diese liegen vor allem in fünf Bereichen: Framework für Ethik und Recht, strategische Aufklärung und Einsatzszenarien, defensive und offensive autonome Systeme, kognitive und kommunikative Kriegführung sowie Cyberverteidigung, betriebswirtschaftliche Planungsprozesse und Organisation der Bundeswehr.

Künstliche Intelligenz ist eine Herausforderung, die militärisch betrachtet erhebliche Möglichkeiten eröffnet, aber ethisch kontrolliert eingesetzt werden muss. Letzteres bedeutet zuallererst, dass die Verantwortlichkeit für KI-Missionen bei Menschen liegt. Künstliche Intelligenz ist ein Muss, weil es erstens nur mittels Künstlicher Intelligenz möglich ist, KI-unterstützte Angriffe in allen Domänen abzuwehren und in einem möglichen Krieg zu bestehen. Im Krieg gibt es nämlich keinen zweiten Sieger. Zweitens kann die Bundeswehr nur durch eine innovative und agile KI-Entwicklung und Implementation auf dem höchsten technologischen Stand bleiben und damit ihre Aufgaben in Verteidigung und Abschreckung auch erfüllen.

Lesen Sie das Impulspapier „Mehr KI für Verteidigung und Resilienz“ aus unserer Reihe Analysen & Argumente hier als PDF.

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Referent für Bundeswehr und Gesellschaft
Martin.Bieber@kas.de +49 30 26996-3525

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О циклах публикаций

Die Reihe informiert in konzentrierter Form über Analysen der Konrad-Adenauer-Stiftung zu relevanten aktuellen Themen. Die einzelnen Ausgaben stellen zentrale Ergebnisse und Empfehlungen eigener und externer Expertinnen und Experten vor, bieten Kurzanalysen von rund fünf Seiten und nennen KAS-Ansprechpartnerinnen.